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Zweifacher Oscar-Preisträger

Vorwürfe sexueller Übergriffe: Kevin Spacey freigesprochen

  • Veröffentlicht: 21.10.2022
  • 11:19 Uhr
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© Andres Kudacki/AP/dpa

Gegen Kevin Spacey wurden Vorwürfe sexueller Belästigung öffentlich. Jetzt konnte der Schauspieler vor einem New Yorker Gericht einen Erfolg feiern.

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Das Wichtigste in Kürze:

  • Kevin Spacey wurde in New York einstimmig von den Vorwürfen seines Schauspiel-Kollegen Anthony Rapp freigesprochen.
  • Er wurde wegen dem Vorwurf des sexuellen Übergriffs mit Körperverletzung auf 40 Millionen US-Dollar Schadensersatz verklagt.
  • Spaceys Anwältin: "Als nächstes wird Kevin Spacey für alles, was ihm vorgeworfen wurde, die Unschuld nachgewiesen werden."

Hollywood-Star Kevin Spacey hat nach zahlreichen Vorwürfen sexueller Übergriffe hat vor Gericht einen Erfolg verbuchen können, wie die Deutsche Presse-Agentur berichtet. Eine Jury sprach ihn in New York einstimmig vom Vorwurf des sexuellen Übergriffs mit Körperverletzung auf den Schauspieler Anthony Rapp frei. Dies teilte das Gericht mit. Die Geschworenen hatten sich nach circa zwei Prozesswochen eineinhalb Stunden beraten.

Netflix kündigte Zusammenarbeit mit Spacey

Im Zuge der MeToo-Debatte kamen die Vorwürfe von Rapp gegen Spacey an die Öffentlichkeit und zog viele weitere Anschuldigungen gegen den damaligen Hollywood-Star nach sich. Spaceys damals überaus erfolgreiche Karriere geriet daraufhin ins Wanken. Der zweifache Oscar-Preisträger, bekannt aus dem Film "American Beauty" und seiner Rolle als Präsident der USA in der Serie "House of Cards", bekam keine Rollen mehr und wurde aus bestehenden Produktionen gestrichen. Auch Netflix kündigte damals die Zusammenarbeit mit ihm.

Der Vorfall, auf den sich die Klage bezog, soll sich Rapp zufolge bei einer Party in New York im Jahr 1986 ereignet haben. Der 50-Jährige beschuldigt Spacey, damals übergriffig geworden zu sein. Mit seiner Zivilklage gegen Spacey wollte er rund 40 Millionen Dollar Schadenersatz erstreiten. Spacey hatte die Vorwürfe immer bestritten – auch vor Gericht machte er das noch einmal deutlich.

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Spaceys Anwältin: "Jury hat die Wahrheit gesehen"

Was Spacey ihm angetan habe, so Rapp im Prozess, sei das "traumatischste Erlebnis" seines Lebens gewesen. Während der Befragung durch Spaceys Anwälte hatte sich Rapp allerdings auch in zahlreiche Widersprüche zu dem Vorfall aus dem Jahr 1986 verstrickt.

"Wir sind einfach dankbar, dass die Jury die Wahrheit gesehen hat", sagte Spaceys Anwältin Jennifer Keller nach der Entscheidungsverkündung. Und sie legte nach: "Als nächstes wird Kevin Spacey für alles, was ihm vorgeworfen wurde, die Unschuld nachgewiesen werden."

Rapp äußerte sich kurz darauf via Twitter. Er sei "zutiefst dankbar", dass er den Fall vor eine Jury habe bringen dürfen. Zudem werde er sich weiter gegen sexuelle Gewalt jeglicher Art einsetzen.

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