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Suche nach "Assistent:in"

Wahlkreis Schweinfurt: CSU verstößt in Stellenanzeige gegen eigenes Genderverbot

  • Veröffentlicht: 21.03.2024
  • 16:33 Uhr
  • Lena Glöckner
In Bayern ist Gendersprache nun verboten - ausgerechnet die CSU nutzte sie aber nun in einer Stellenanzeige.
In Bayern ist Gendersprache nun verboten - ausgerechnet die CSU nutzte sie aber nun in einer Stellenanzeige.© Sebastian Gollnow/dpa

Nur kurz nach Beschluss des Genderverbots in Bayern verstieß die CSU nun selbst gegen die eigenen Regeln. Im Wahlkreis Schweinfurt-Kitzingen wurde eine Jobanzeige veröffentlicht, in der gegendert wird.

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Die CSU, deren Vorsitzender Markus Söder erst vor wenigen Tagen ein Genderverbot in Bayern durchsetzen ließ, hat gegen ihre eigenen Richtlinien verstoßen - indem sie eine Jobanzeige veröffentlichte, die nicht den vorgegebenen Regeln entsprach. Die Panne ereignete sich im Wahlkreis Schweinfurt-Kitzingen in Unterfranken, wo die Partei nach einem oder einer "Assistent:in" (w/m/d) suchte. Die Annonce wurde mittlerweile entfernt, Bilder davon kursieren jedoch weiterhin auf der Plattform X.

Erst am Dienstag (19. März) setzte die bayerische Regierung ein Verbot der Gendersprache in Schulen, Hochschulen und Behörden durch. Doch anscheinend sind nicht alle Mitglieder der Partei über diese Entscheidung informiert, wie der jüngste Vorfall zeigt.

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Weitere Jobanzeigen im Wahlkreis Schweinfurt-Kitzingen entsprachen den Richtlinien bezüglich gendersensibler Sprache. Am Donnerstagmorgen waren auf der Webseite beispielsweise Anzeigen für "Buchhalter (m/w/d)", "Service Mitarbeiter (m/w/d) Konferenzräume" und eine Ausbildung zum "Kaufmann für Büromanagement (m/w/d)" zu finden - alle in traditioneller männlicher Formulierung.

"Kann ich die CSU jetzt verklagen?"

Die Reaktionen auf diesen Fauxpas der CSU in Unterfranken waren vielfältig. Auf der Plattform X sorgte die Angelegenheit für Belustigung. Ein Nutzer scherzte: "Kann ich die CSU jetzt verklagen?" Während ein anderer ironisch kommentierte: "Da werden Köpfe rollen müssen, oder Markus Söder? Das geht so nicht!"

Die kürzlich beschlossene Regelung in Bayern verbietet ausdrücklich die Verwendung geschlechtersensibler Gendersprache in Schulen, Hochschulen und Behörden. Die Staatskanzlei betonte, dass die Sprache klar und verständlich sein müsse und dass "ideologisch geprägte Sprache", wie das Gendern, eine ausschließende Wirkung habe. Schreibweisen durch Wortbinnenzeichen wie Gender-Gap, Genderstern, Doppelpunkt oder Mediopunkt sind gemäß der neuen Regelung ausdrücklich unzulässig, unabhängig von künftigen Entscheidungen des Rates für deutsche Rechtschreibung.

Im Video: Paukenschlag in Bayern - Freistaat verbietet Gendersprache

Paukenschlag in Bayern: Freistaat verbietet Gendersprache

  • Verwendete Quellen:
  • X (vormals Twitter)
  • Nachrichtenagentur dpa
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