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In rund 200 Millionen Jahren

Dieser Super-Kontinent könnte den Pazifik verschwinden lassen

  • Aktualisiert: 27.02.2024
  • 09:55 Uhr
  • Clarissa Yigit

Forscher:innen sagen die Bildung eines neuen Superkontinents voraus. Dieser könnte sich sowohl in der Äquatorregion der Erde als auch im hohen Norden bilden.

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Das Wichtigste in Kürze

  • Wissenschaftler:innen prophezeien die Bildung eines neuen Superkontinents – entweder im hohen Norden oder in der Äquatorregion.

  • Der neue Kontinent mit dem Namen Amasia könnte im Norden liegen.

  • In der Äquatorregion könnte sich der Kontinent Aurica bilden.

Wird es einen neuen Kontinent geben? Wissenschaftler:innen halten dies für möglich, schließlich existierte vor rund 250 Millionen Jahren auch nur ein riesiger Superkontinent auf der Erde, der alle Landmassen in sich vereinte, wie "National Geographic" schreibt. Der damalige Kontinent hieß Pangäa und zerfiel vor etwa 200 Millionen Jahren in Bruchstücke,  daraus entstanden die heutigen Kontinente als auch die drei Ozeane.

Wie die Forscher:innen beschreiben, bewegen sich die Kontinentalplatten sehr langsam wieder zueinander, wie "futurzone.de" schreibt. In knapp 300 Millionen Jahren könnte sich somit ein neuer Superkontinent mit dem Namen Amasia bilden. Allerdings würde der Pazifische Ozean für diesen verdrängt werden. Wissenschaftler:innen verstehen hierunter den sogenannten Superkontinent-Zyklus.

Chuan Huang, Geophysiker von der australischen Curtin University und Erstautor einer Studie, die in der Zeitschrift "National Science Review" erschien, beschreibt das Phänomen wie folgt: "In den letzten zwei Milliarden Jahren kollidierten die Kontinente der Erde alle 600 Millionen Jahre, um sich zu einem Superkontinent zusammenzufinden."

Wie könnten sich die Erdplatten verschieben?

Laut den Forschenden soll Nord- und Südamerika weiter nach Westen treiben, wo sie mit Asien und Australien zusammenstoßen. Nach Norden bewegt sich der Kontinent Antarktika und schließt sich mit den restlichen Landmassen zusammen. Laut den Modellierungen des Teams würde so der neue Superkontinent Amasia entstehen. Dies würde in rund 200 Millionen Jahren geschehen.

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:newstime

Michael Way vom Goddard Institute for Space Studies der Nasa und seine Kollegen untersuchten ebenfalls die Bildung eines Superkontinents mit Hilfe einer geophysikalischen Simulation, wie "scinexx.de" berichtet. Das Team hat eine weitere Möglichkeiten der Bildung eines neuen Superkontinents aufgedeckt. In dem zweiten Szenario entsteht der Superkontinent in rund 250 Millionen Jahren. Diese Aurica getaufte Landmasse umfasst nahezu alle heutigen Kontinente. Sie liegt in der Äquatorregion der Erde.

Folgen eines neuen Superkontinents

Die Bildung eines neuen Superkontinents hätte enorme Folgen für die Ökosysteme und die Umwelt, wie die Forscher:innen beschreiben. "Die Erde, wie wir sie kennen, wird sich drastisch verändern, wenn sich Amasia bildet. Der Meeresspiegel wird vermutlich sinken und das Innere des Superkontinents wird sehr trocken sein, mit großen täglichen Temperaturschwankungen", erklärt Geochronologe Zheng-Xiang Li, Co-Autor der Studie um Chuan Huang.

Würde der Superkontinent Aurica entstehen, würde die enorme Landmasse am Äquator viel Sonnenlicht absorbieren und sich entsprechend aufheizen. Da es in diesem Szenario auch keine polaren Landmassen mehr geben werde, wäre auch die Albedo in den hohen Breiten geringer. Zusammen könnten sich die globalen Mitteltemperaturen um rund drei Grad erhöhen, prognostiziert das Team um Michael Way.

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  • Verwendete Quellen:
  • National Geographic: "Amasia: Neuer Superkontinent wird Pazifik verdrängen"
  • scinexx.de: "Wie sieht der nächste Superkontinent aus?"
  • futurzone.de: "Erde: Forscher prophezeien Superkontinent – mit dramatischen Folgen für alles Leben"
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