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Dauerhaft vereinfacht

Das hat sich bei der Krankmeldung geändert: So funktioniert die telefonische Krankschreibung

  • Aktualisiert: 03.01.2024
  • 11:51 Uhr
Eine Frau sitzt krank im Bett und - nutzt die Option der telefonischen Krankmeldung.
Eine Frau sitzt krank im Bett und - nutzt die Option der telefonischen Krankmeldung.© alfa27 - stock.adobe.com

Good News: Wenn du das nächste Mal so richtig flachliegst, musst du dich nicht in die Hausarztpraxis quälen und im Wartezimmer ausharren, denn seit dem 7. Dezember 2023 sind telefonische Krankmeldungen dauerhaft möglich. Diese Regelung soll nicht nur den Patient:innen zugutekommen, sondern auch langfristig zu einer Entlastung der Arztpraxen führen und die Infektionsgefahr minimieren.

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Unser Gesundheitssystem wird immer flexibler. Nach der digitalen Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung folgt die Möglichkeit der telefonischen Krankmeldung und ab Januar 2024 gibts dann auch noch die E-Rezept-Pflicht.

Nachdem die während der Corona-Pandemie in Kraft getretene Reglung zu telefonischen Krankmeldungen im April ausgelaufen ist, gibt es per Gesetz nun eine neue, dauerhafte Regelung. 

Im Clip: Noch mehr Infos zur telefonischen Krankschreibung

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Und so funktioniert's

Arztbesuche sind lästig. Die Ungewissheit über die zu verbringende Zeit im Wartezimmer - und das womöglich auch noch mit eingeschränktem Gesundheitszustand. Da gibt's jetzt grünes Licht, denn ab sofort sind wieder telefonische Krankmeldungen möglich - und dieses Mal ohne zeitliche Begrenzung.

Im ersten Telefonat sprechen die Patient:innen in der Regel mit der Praxis und es werden allgemeine Abfragen zum Gesundheitszustand getroffen. Anschließend erfolgt ein Rückruf durch den jeweiligen Arzt oder die Ärztin.

Generell gilt: Der oder die Patient:in muss dem Arzt oder der Ärztin bereits bekannt sein. Neupatient:innen können sich also nicht telefonisch krankmelden. Auch bei Erkrankungen, die nicht abschließend durch ein Telefonat diagnostiziert werden können, kommen die Patient:innen nicht um einen Arztbesuch herum. 

Bei Krankheitsbildern mit leichten Symptomen sind telefonische Krankmeldungen möglich. Wenn du jedoch an schweren Symptomen leidest, solltest du lieber nicht auf den Arztbesuch verzichten.

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Krankmeldungen in Deutschland steuern 2023 auf neuen Rekord zu

Deutschland steuert laut einem Medienbericht in diesem Jahr auf Rekordzahlungen bei den Krankmeldungen zu. Dies berichtet die "Rheinische Post", die sich in ihrem Artikel laut Vorabbericht auf Daten der großen Krankenkassen stützt.

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Zeitliche Begrenzung auf 5 Tage

Die telefonische Krankmeldung ist auf fünf Tage begrenzt. Solltest du länger krank sein, ist nach Ablauf der Zeit ein Besuch in der Arztpraxis erforderlich. Andersherum, also wenn du eine Erstbescheinigung nach dem Praxisbesuch erhalten hast, kannst du dich für eine Folgebescheinigung telefonisch krankmelden - auch hier gilt die Obergrenze von fünf Tagen.

Gesetzlich- vs. Privatversicherte

Wie so häufig gibt es auch bei der Regelung zur telefonischen Krankmeldung Unterschiede zwischen gesetzlichen und privaten Krankenversicherungen. 

Bei Privatversicherten entscheidet der behandelnde Arzt oder die behandelnde Ärztin, ob die Option einer telefonischen Krankmeldung besteht, da die Leistungen anschließend in Rechnung gestellt werden und demnach keine direkte Abrechnung erfolgen kann.

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