„Florence Foster Jenkins“ – hat das Biopic Chancen auf den Oscar?

In allen Diskussionen um mögliche Oscar-Kandidaten 2017 fällt der Name „Florence Foster Jenkins“ mindestens einmal. Wenn wahre Geschichten verfilmt werden, helfen oft eine Prise Humor, Tragik und natürlich bekannte Schauspieler, um die Jury der Academy zu überzeugen. All diese Zutaten werden im Biopic über die schlechteste Sängerin der Welt vereint. Wir haben uns den Oscar-nominierten Film mal näher angeschaut. Hier geht's zum Livestream: In der Oscar-Nacht live dabei!

„Florence Foster Jenkins“ – der Faktencheck

  • Genre: Biopic
  • Regie: Stephen Frears
  • Drehbuch: Nicholas Martin
  • Musik: Alexandre Desplat
  • Länge: 110 Minuten
  • Filmstart: Mai 2016
  • Filmstart Deutschland: November 2016

Darum geht’s in „Florence Foster Jenkins“

Florence Foster Jenkins, gespielt von Meryl Streep, hat als Erbin ausreichend Geld und könnte sich eigentlich auf ihrem Reichtum ausruhen. Jedoch hat sie andere Pläne: Ihr Herz schlägt für die Oper und ihr großer Traum ist es, als Primadonna auf der Bühne zu stehen. Da gibt es nur ein klitzekleines Problem: Sie trifft keinen einzigen Ton. Ihr Mann St. Clair Bayfield, gespielt von Hugh Grant, möchte die Seifenblase seiner Frau nicht zerplatzen lassen. Er engagiert daraufhin einen Gesangslehrer und einen Pianisten, die Florence unterstützen und die schräge Wahrheit vor ihr verbergen sollen. Doch dann plant die untalentierte Sängerin einen großen Auftritt in der Carnegie Hall. Ob das gutgehen kann?

Florence Foster Jenkins, gespielt von Meryl Streep, hat ausreichend Geld und...
Florence Foster Jenkins, gespielt von Meryl Streep, hat ausreichend Geld und könnte sich darauf ausruhen.

Basierend auf einer wahren Geschichte – Die Hintergründe

Der Film „Florence Foster Jenkins“ basiert auf einer wahren Begebenheit, die sich in den 1920er Jahren in Amerika abspielte: Florence Foster Jenkins verliert aufgrund einer Krankheit und der nachfolgenden Behandlung mit Quecksilber und Arsen nicht nur ihre Haare, auch ihr Gehör und Teile des zentralen Nervensystems werden geschädigt. So kann sie Töne nicht mehr richtig wahrnehmen und auch ein Rhythmusgefühl ist nicht mehr vorhanden. Nach dem nach dem Tod ihres Vaters nutzt sie trotz der gesundheitlichen Probleme das Erbe für eine Gesangsausbildung und wird so zur schlechtesten Sängerin der Welt. Ihre Auftritte waren trotz allem sehr beliebt, da sich das Publikum immer herzlich über ihren schiefen Gesang amüsierte. Der größte Auftritt war am 25. Oktober 1944 in der Carnegie Hall; er war schon kurz nach der Ankündigung restlos ausverkauft.

Nominierung für die Oscars 2017 – das sagen die Kritiker

Die Kritiker geben „Florence Foster Jenkins“ gute Chancen den Oscar. Jedoch sind auch noch andere gute Filme im Rennen um die heißbegehrten Plätze. Es bleibt also abzuwarten, ob und in welcher Kategorie der Film von der Academy ausgewählt wird.

Alle Nominierungen der Oscars 2017 findet ihr hier!

Alle Film Trailer im Überblick

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