Oscars ® 2018

Joel Edgerton – wird er für einen Oscar 2017 nominiert?

Joel Edgerton

In „The Great Gatsby“ & „Black Mass“ lieferte Joel Edgerton bereits großartige Leistungen ab. Bekommt er für „Loving“ jetzt endlich einen Academy Award?

Joel Edgerton ist ein heißer Anwärter auf den berühmten Filmpreis.
Joel Edgerton ist ein heißer Anwärter auf den berühmten Filmpreis.

Joel Edgerton – bekommt er 2017 einen Oscar?

Wie zu jedem Jahresanfang befinden sich die Diskussionen um mögliche Academy-Favoriten, Gewinner und Verlierer mal wieder auf ihrem Höhepunkt. Einer, an dem man in puncto Gewinner auf keinen Fall vorbeikommt, ist laut Kritikern der australische Schauspieler Joel Edgerton. „Loving“, in dem er eine der Hauptrollen übernimmt, hat bei der Premiere bereits viel Zuspruch des Publikums bekommen. Ob Edgertons Leistung auch die Oscar-Jury überzeugen kann, werden wir bald erfahren. Bis dahin gibt’s bei uns ein paar interessante Infos über den Schauspieler.

Edgerton privat: auffällig unauffällig

Während andere Schauspieler in Hollywood nicht nur mit tollen Filmen, sondern auch mit Liebeleien, Exzessen und anderen Skandalen Schlagzeilen machen, bleibt es um Joel Edgerton ruhig. Keine Frau an seiner Seite und auch sonst weiß man nicht viel über sein Privatleben. Natürlich ist es immer interessant hinter die Fassade von großen Schauspielern zu blicken. Aber ist es nicht auch mal ganz angenehm, wenn diese mit ihren Leistungen und nicht mit intimen Details überzeugen?

Aus welchen Filmen kennen wir Joel Edgerton?

Joel Edgerton kann bereits 21 Jahre im Schauspielbusiness vorweisen. Mit der Rolle des Will in der australischen Fernsehserie „The Secret Life of Us“ fing 1996 alles an. Über die Jahre haben sich aber auch viele große und namhafte Filme in seiner Filmografie angesammelt. Darunter sind zum Beispiel:

Besonders die schauspielerische Leistung in “The Great Gatsby” und “Black Mass” wurde von den Filmkritikern hoch gelobt. Die waren so begeistert, dass sie jede Wette eingegangen wären, dass Edgerton in den jeweils darauffolgenden Oscarverleihungen 2014 und 2015 mit einer Nominierung als bester Nebendarsteller belohnt werden würde. Doch wie sagt man so schön: Irren ist menschlich. Die Academy war wohl nicht so restlos von seiner Darbietung überzeugt.

2017 werden Edgerton erneut gute Chancen auf eine Nominierung für die Academy Awards vorhergesagt. Sein authentisches Spiel in der Verfilmung der wahren Geschichte würde das auf jeden Fall rechtfertigen. Der Star bleibt ganz gelassen und will sich nicht allzu viele Hoffnungen auf eine Auszeichnung der Academy machen. Sollte er aber ab dem 24. Januar zu den Oscar-Nominierten gehören, wird er sich sicher nicht beschweren.

Joel Edgerton: Gewinnt er den heiß begehrten Filmpreis?
Joel Edgerton: Gewinnt er den heiß begehrten Filmpreis?

„Loving“ – Joel Edgerton verkörpert Richard Loving

Edgerton spielt Richard Loving – einen einfachen, weißen Farmer im Amerika der 1950er, der nichts anderes möchte, als glücklich und zufrieden mit seiner Frau Mildred in Virginia zu leben. Dieser Plan wird allerdings von der Regierung durchkreuzt, denn Mildred ist Afroamerikanerin und gemischtrassige Ehen sind zu dieser Zeit verboten und werden sogar mit Gefängnis bestraft. Um nicht hinter Gitter zu kommen, verlassen Richard und Mildred Virginia und ziehen nach Washington. Von hier aus beginnen sie den Rechtsstreit Loving vs. Virginia, mit dem sie eine Anerkennung ihrer Ehe erreichen wollen. Der Streit dauert mehrere Jahre und landet am Ende sogar vor dem obersten Gerichtshof der Vereinigten Staaten. Am 12. Juni 1967, nach schier endlosen, nervenzehrenden Verhandlungen, gewinnen sie das Verfahren und nicht nur ihre Beziehung, sondern gemischtrassige Ehen im Allgemeinen werden in 16 US-Bundesstaaten anerkannt. Um diesen Triumph der Liebe nicht in Vergessenheit geraten zu lassen, feiern US-Bürger jährlich den 12. Juni als „Loving-Day“.

Edgertons Schauspiel in „Loving“ überzeugt die Filmexperten nicht unbedingt mit vielen Worten, dafür aber mit Taten – und Blicken. Edgerton vermittelt auf eine ruhige und tiefgehende Art, was dem Originalcharakter Richard Loving so wichtig war: das simple Leben in Virginia und die Liebe zu seiner Frau. Zu den starken Momente von Edgertons Darstellung zählen zum Beispiel diese zwei: Richard Loving hält die Hand seiner Frau auf der Straße und im Gericht ganz fest und zeigt somit, dass die beiden – trotz unterschiedlicher Hautfarben – zusammengehören. In einer anderen Szene verspricht er seiner Frau auf Knien, dass sein einziges Ziel ist, für sie da zu sein und sie zu beschützen – ein Moment von vielen in diesem Film, der sicherlich jeden Zuschauer zu Tränen rührt.