„Silence“: Ist Martin Scorseses neuer Film ein Anwärter auf die Oscars 2017?

Wenn ein neuer Film von US-Altmeister Martin Scorsese in die Kinos kommt, dann sind ihm die Nominierungen bei den renommierten Academy Awards eigentlich schon sicher. Immerhin zwölf Oscar-Nominierungen heimste Scorsese mit seinen zumeist gewaltigen Arbeiten im Laufe der Jahre schon ein. „Silence“, seine Verfilmung eines japanischen Historienromans, erzählt von der Christenverfolgung durch die japanische Regierung im 17. Jahrhundert. Inszeniert hat Scorsese seine gewohnt imposanten Bilder mit bekannten Schauspielern wie Liam Neeson, Andrew Garfield und Adam Driver. Die Oscar-Nominierung ist dem Film sicher- doch wird es sich durchsetzen? Die Oscars 2017 - live auf ProSieben und auf ProSieben.de!

"Silence": Meisterwerk ist Oscar-reif!
"Silence": Meisterwerk ist Oscar-reif!

„Silence“ – der Faktencheck

Genre: Historiendrama

Regie: Martin Scorsese

Drehbuch: Jay Cocks, Martin Scorsese

Musik: Kim Allen Kluge, Kathryn Kluge

Länge: 161 Minuten

Filmstart USA: November 2016

Filmstart Deutschland: März 2017

Darum geht’s in Martin Scorseses Historiendrama

Das Drehbuch für „Silence“ basiert auf dem 1966 erschienen Roman Chinmoku (Schweigen) des japanischen Autors Endō Shūsaku. Die Handlung des Romans – und damit auch die von Scorseses Historiendrama – greift reale Ereignisse aus dem Japan des 17. Jahrhunderts auf: Die portugiesischen Jesuiten Sebastião Rodrigues und Francisco Garrpe machen sich 1683 auf den Weg nach Japan, wo sie Rodrigues‘ ehemaligen Lehrer Cristóvão Ferreira zu finden hoffen. Dieser soll sich vom christlichen Glauben abgewandt haben. In Japan angekommen, sehen sie sich der Verfolgung durch die japanische Regierung ausgesetzt. Diese sucht und folgert systematisch Christen, nachdem diese im Zuge des Shimbara-Aufstandes rebelliert hatten. Schnell wird Rodrigues‘ und Garrpes‘ Suche lebensgefährlich.

„Silence“ – ein Hollywoodfilm basierend auf einem historischen Roman

Das aufwendig produzierte Drama „Silence“, das am 29. November 2016 in der Vatikanstadt Premiere feierte, ist nicht die erste Verfilmung des Romans von Endō Shūsaku. Schon 1971 wurde das Buch von dem japanischen Regisseur Masahiro Shinoda verfilmt, allerdings nur in Japan gezeigt. Regisseur Martin Scorsese interessierte sich schon seit Anfang der 1990er-Jahre für die Verfilmung der Romanvorlage – er sagte, die Geschichte habe ihn von Anfang an in ihren Bann gezogen. Fast 20 Jahre blieb das Projekt nur eine Idee, bis Scorsese schließlich 2009 daran zu arbeiten begann. Nachdem er verschiedene andere Filmprojekte vorgezogen hatte, begann er 2013 mit den Dreharbeiten zu „Silence“. Die Schlüsselfigur des Filmes, Pater Cristóvão Ferreira, hat wirklich gelebt (1580–1650). Ebenso beruhen der Shimbara-Aufstand und die Christenverfolgung in Japan auf historischen Fakten.

"Silence" basiert auf einem historischen Roman. ©WENN.com
"Silence" basiert auf einem historischen Roman. ©WENN.com © Supplied by WENN.com

In dieser Kategorie darf „Silence“ auf einen Oscar hoffen!

Beste Regie: Martin Scorsese hat sich im Laufe seiner Karriere an viele komplexe Stoffe herangewagt, Änderungen und Zeitverschiebungen sind bei seinen Produktionen an der Tagesordnung. Diesmal inszeniert er ein stark religiös geprägtes Historiendrama – schwieriges Terrain, was das Oscar-Komitee mit einer Nominierung in der Kategorie „Beste Regie 2017“ gewürdigt hat.

Alle Oscar-Nominierungen findet ihr hier auf einen Blick!

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