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"Toni Erdmann": Oscar®-Nominierung für den deutsch-österreichischen Film

„Toni Erdmann“ hat eine Oscar®-Nominierung als bester fremdsprachiger Film erhalten! Jetzt heißt es Daumen drücken für die Oscar®-Verleihung am 26. Februar im Dolby Theatre in Los Angeles.

Beim Europäischer Filmpreis 2016 war „Toni Erdmann“ der große Abräumer des Abends und wurde nicht nur als bester Film, sondern auch für die beste Regie und das beste Drehbuch (beides Maren Ade) ausgezeichnet. Auch die beiden Hauptdarsteller Sandra Hüller und Peter Simonischek wurden mit dem Europäischen Filmpreis für ihre großartigen Darstellungen ausgezeichnet. Kein Wunder also, dass „Toni Erdmann“ als großer Hoffnungsträger auf einen Oscar® 2017 gilt.

„Toni Erdmann“ – der Faktencheck zum Film

Genre: Drama, Komödie

Regie: Maren Ade

Drehbuch: Maren Ade

Darsteller: Peter Simonischek (Winfried Conradi), Sandra Hüller (Ines Conradi), Michael Wittenborn (Henneberg), Thomas Loibl (Gerald), Trystan Pütter (Tim)

Länge: 162 Minuten

FSK: ab 12 Jahren

Filmstart Deutschland: 14. Juli 2016

Worum geht’s in „Toni Erdmann“?

Der unkonventionelle Alt-68er Winfried, gespielt von Peter Simonischek, hat einen sehr speziellen Humor, verdient sich den notwendigen Lebensunterhalt als Musiklehrer und lebt ganz zufrieden mit seinem alten Hund zusammen. Seine Tochter Ines, gespielt von Theaterschauspielerin Sandra Hüller, kommt allerdings weniger nach ihrem Vater: Sie verfolgt eine ehrgeizige Karriere als Unternehmensberaterin und reist von einem beruflichen Projekt zum nächsten. Entsprechend selten trifft das ungleiche Vater-Tochter-Gespann aufeinander. Als aber Winfrieds Hund stirbt, macht er sich auf den Weg nach Bukarest, um seine Tochter Ines unangekündigt zu besuchen. Selbstverständlich kommt es schnell zum Krach, da Ines weder die skurrilen Witze ihres Vaters noch dessen Kritik an ihrem Lebensstil besonders witzig findet. Aber Winfried gibt nicht so schnell auf: Mit falschen Zähnen und billigem Anzug verwandelt er sich in den angeblichen Personalcoach Toni Erdmann – und sorgt so für aberwitzige Situationen. Aber wird er so das Verhältnis zu seiner Tochter retten können?

Wie stehen die Chancen auf einen Oscar® für „Toni Erdmann“?

Die Chancen auf einen Oscar® für „Toni Erdmann“ als bester fremdsprachiger Film sind gar nicht schlecht: 2017 wurde der Film nicht nur für den Oscar®, sondern auch für den Independent Spirit Award als bester internationaler Film sowie für den Critics’ Choice Movie Award nominiert. Auch bei den begehrten Golden Globe Awards war „Toni Erdmann“ als bester fremdsprachiger Film nominiert – ein sehr gutes Vorzeichen also für die Oscars. Aber bei den Golden Globes unterlag der deutsch-österreichische Film Paul Verhoevens skandalträchtigem Drama „Elle“ mit Isabelle Huppert, die ebenfalls eine Oscar®-Nominierung als beste Hauptdarstellerin erhalten hat. Aber der Film „Elle“ hat keine Oscar®-Nominierung in der Kategorie „Bester fremdsprachiger Film“ erhalten – somit ist der größte Konkurrent für „Toni Erdmann“ bereits aus dem Rennen!

Aber auch die anderen Nominierungen der Kategorie „Bester fremdsprachiger Film“ sollten nicht unterschätzt werden:

  • „Ein Mann namens Ove“ („En man som heter Ove“), Schweden (Regie: Hannes Holm)
  • „The Salesman“ ("فروشنده“ oder „Forushande“), Iran (Regie: Asghar Farhadi)
  • „Tanna – Eine verbotene Liebe“ („Tanna“), Australien (Regie: Bentley Dean und Martin Butler)
  • „Unter dem Sand – Das Versprechen der Freiheit“ („Under sandet“), Dänemark (Regie: Martin Zandvliet)

Die Spannung ist also entsprechend groß, wenn es am 26. Februar wieder heißt: „And the winner is...“

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