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Diagnose Lipödem: Wie erkennt und behandelt man die schmerzhafte Gewebestörung

  • Veröffentlicht: 04.04.2022
  • 12:23 Uhr
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© Lipocura

"Leider ist das Phänomen Lipödem für viele Ärzte noch ein weitgehend unbekanntes Gebiet, sodass es oft mit Übergewicht verwechselt wird", sagt Dr. Katrin Lossagk. Sie ist eine absolute Expertin wenn es um die Behandlung von Lipödem geht. Im Interview erklärt sie uns was es mit der Krankheit Lipödem  auf sich hat, wie man Symptome erkennt, wie die Lipödem Stadien sich entwickeln, welche Möglichkeiten zur Lipödem Behandlung es gibt, wie eine Lipödem OP verläuft und wie Patien*innen die Wassereinlagerungen selbstständig lindern können.

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Hier erfahrt ihr alles über die Fettverteilungsstörung Lipödem, wie sich Lipödem Beine anfühlen, wie ihr ein Lipödem von Cellulite unterscheidet, welche Rolle eure Ernährung spielt und wie die Expert*innen von Lipocura euch helfen können.

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Lipödem - Alle Facts auf einen Blick

  1. Häufig entsteht die Krankheit während der Teenagerzeit.
  2. Hormonelle Veränderungen wie Schwangerschaften oder die Menopause können Auslöser für ein Lipödem sein.
  3. Symptome sind stark geschwollene Beine, aber auch Arme. Zunächst Spannung und Druck in den Beinen und schließlich stärker werdende Schmerzen bis hin zu Bewegungseinschränkung in Beinen, Armen und der Hüfte.
  4. Symptome können bei Patient*innen ganz unterschiedlich schnell oder langsam und sanfter oder stärker auftreten.
  5. Häufig wird ein Lipödem nicht sofort erkannt und mit einer simplen Gewichtszunahme verwechselt.
  6. Übergewicht kann parallel zu einem Lipödem diagnostiziert werden.
  7. Durch Lymphdrainagen, moderate Bewegung, vor allem im Wasser und eine bewusste Ernährung lassen sich Schmerzen lindern.
  8. Heilen kann man ein Lipödem allerdings nur durch eine Operation, also eine Fettabsaugung (Liposuktion) des kranken Fettgewebes.
  9. Je nach Körperstelle und Menge des Gewebes kann die OP zwei bis drei Stunden dauern.
  10. Danach ist es besonders wichtig die spezielle Kompressionskleidung zu tragen.
  11. Zwei Wochen lang soll man sich nach der OP schonen. Dann erst ist leichter Sport, am besten im Wasser, möglich.
  12. Außerdem sind Nachkontrollen notwendig, um den Heilungsprozess im Auge zu behalten.
  13. Nach sechs Wochen kann man sich Step by Step wieder an sein altes Sportpensum herantasten.
  14. Bis zur endgültigen Entlassung wird die Heilung mit Lymphdrainagen begleitet. Aber auch danach sind diese weiterhin empfehlenswert.
  15. Die Kompressionskleidung darf keinesfalls einschneiden oder Falten auf der Haut verursachen. Dadurch entsteht erneute Stauungen im Gewebe.
  16. Um die Kompression nach der sechsten Woche zu verbessern kann man die spezielle Kleidung anpassen lassen.
  17. Vor und nach der Liposuktion spielt die Ernährung eine entscheidende Rolle im Krankheitsbild und im Heilungsprozess.
  18. Experten raten auch nach der OP auf verarbeitetes Fleisch, raffinierte Kohlenhydrate, vollfette Milchprodukte, Omega-6-Fettsäuren, Lebensmittel mit hohem glykämischem Index wie Kartoffeln, Reis, Zucker und gemahlenes Getreide sowie auf Alkohol möglichst zu verzichten.
  19. Eine kohlenhydratarme Ernährung kann helfen die Beschwerden eines Lipödems zu lindern.
  20. Selbsthilfegruppen aber auch Tipps von Betroffenen auf Social Media können für Patient*innen sehr hilfreich sein.
  21. Nur ein Arzt / eine Ärztin kann eine Diagnose und einen Behandlungsplan erstellen.
Diagnose Lipödem: Was genau steckt dahinter? Wo könnt ihr euch informieren, beraten und schlussendlich behandeln lassen? Hier findet ihr Fakten und Antworten!
Diagnose Lipödem: Was genau steckt dahinter? Wo könnt ihr euch informieren, beraten und schlussendlich behandeln lassen? Hier findet ihr Fakten und Antworten!© Lipocura
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Lipödem - Interview mit Dr. Katrin Lossagk

Wir haben uns mit Dr. Katrin Lossagk unterhalten. Sie ist plastische, rekonstruktive und ästhetische Chirurgin und ärztliche Leiterin bei LIPOCURA®. Sie und ihr gesamtes Team bei Lipocura, einer spezialisierten Klinik in München und Münster, sind absolute Expert*innen wenn es um die Behandlung von Lipödem geht.

Uns hat Dr. Lossagk erklärt was es bedeutet mit Lipödem zu leben, welche Behandlungsmethoden es gibt und was Patient*innen erwartet.

Was genau ist ein Lipödem? Was passiert im Körper?

"Die Struktur des Fettgewebes der Unterhaut ist bei einem Lipödem verändert", erklärt Dr. Katrin Lossagk. Das liegt an zwei Faktoren, welche die Krankheit auslösen: "Zum einen können die Lymphgefäße Wasser nicht richtig abtransportieren, was schließlich zu einem chronischen Lymphödem führen kann. Zum anderen kommt es zu einer Fibrotisierung, also einer Vermehrung des Bindegewebes, und zu Narbenbildung des subkutanen Fettgewebes." 

Beide Faktoren kann man mit einem schwankenden Hormonspiegel in Verbindung bringen. Sie entstehen oft schon früh, greifen ineinander und führen schon bei jungen Erwachsenen zum Krankheitsbild Lipödem. "Der Beginn der Erkrankung liegt meist in der Pubertät, kann aber auch später infolge von weiteren hormonellen Veränderungen oder durch die Einnahme oder ein Absetzen der Antibabypille ausbrechen."

Dr. Lossagk nennt als die häufigsten Auslöser Hormonschwankungen während der Teenagerjahre, die unmittelbare Zeit nach der Schwangerschaft und die Menopause. Trotzdem lässt sich nicht klar voraussagen, wer davon betroffen sein kann: "Man geht davon aus, dass die Betroffenen die Veranlagung zum Lipödem schon vorher in sich tragen. Wieso genau ein Lipödem entsteht, konnte noch nicht abschließend wissenschaftlich beantwortet werden."

Wir können das Syndrom lediglich mit anderen Begleiterkrankungen in Verbindung bringen, welche die Ausprägung des Lipödems beeinflussen. Dr. Lossagk nennt als Beispiele "Schilddrüsenunterfunktion, Migräne, PCO-Syndrom oder Hashimoto Thyreoiditis". 

Sollte man also besonders vorsichtig sein, wenn man davon betroffen ist? Oder wenn man gerade hormonelle Schwankungen durchsteht? Wie erkennt man die Krankheit möglichst früh?

Behandlung von Lipödem? Frau Dr. Katrin Lossagk ist ärztliche Leitern bei LIPOCURA® und unsere Ansprechpartnerin und Spezialistin zum Thema – wir haben ein Interview mit ihr geführt.
Behandlung von Lipödem? Frau Dr. Katrin Lossagk ist ärztliche Leitern bei LIPOCURA® und unsere Ansprechpartnerin und Spezialistin zum Thema – wir haben ein Interview mit ihr geführt.© Lipocura

Was sind erste Symptome?

Die Medizinerin beschreibt die ersten Warnsignale so: "Oft tritt ein starkes Spannungsgefühl auf und die Berührungsempfindlichkeit in den Beinen steigt immer weiter an. Schließlich schwellen die Beine stark an, bis hin zu einer deutlich spürbaren Bewegungseinschränkung." Weiter erklärt sie: "Der Druckschmerz entsteht durch die Wasseransammlungen in den Fettzellen, aber auch durch Entzündungen unter der Haut."

Wie bereits weiter oben erwähnt verändert sich durch die Wassereinlagerungen und die Fibrotisierung, die Struktur des Fettgewebes der Unterhaut. Die Beine schwellen immer stärker an." Durch den Volumenzuwachs wird Druck auf das umliegende Gewebe ausgeübt," ergänzt sie. "Spannung entsteht und folglich reagiert die Haut schmerzhaft auf Berührung und Druck. Je weiter das Lipödem fortschreitet, desto stärker können die Beschwerden werden. Beine, Arme oder Hüften können dann auch ohne Druck schmerzen – je stärker der Umfang zunimmt."

Dr. Lossagk betont aber auch, dass der Schmerz kein Indikator dafür sei, wie weit die Krankheit schon fortgeschritten ist: "Mögliche Schmerzen, die durch ein Lipödem verursacht werden, richten sich nicht nach den Stadien der Ausprägung. Denn schon im ersten Stadium, in dem äußerlich noch keine zu großen Veränderungen zu sehen sind und das Gewebe weich ist, können Patient*innen unter Schmerzen leiden." Solche frühen Warnsignale sollte man also unbedingt ernst nehmen. Schmerzen und Beschwerden verstärken sich aber oft mit dem Fortschreiten des Lipödems. Die Expertin warnt, dass neben dem Druckgefühl und der Empfindlichkeit noch weitere Symptome hinzukommen: "Charakteristisch sind ein Stechen und Brennen, Scheuerwunden und daraus resultierende Entzündungen."

Lipödem: Welche Behandlungen gibt es? Wir schildern euch die Symptome, die auf erste Anzeichen hinweisen.
Lipödem: Welche Behandlungen gibt es? Wir schildern euch die Symptome, die auf erste Anzeichen hinweisen.© Lipocura

Mit Lipödem leben, was bedeutet das?

Zu Beginn können Betroffene noch uneingeschränkt mit der Krankheit leben. Dr. Lossagk erklärt, dass es unterschiedlich lange dauern kann bis die Beschwerden so stark werden, dass man tatsächlich im Alltag nicht mehr damit zurechtkommt. "Nicht alle Lipödem-Anzeichen treten gleichzeitig oder gleich stark ausgeprägt auf. Gerade im ersten Stadium ist eine Diagnose besonders schwierig. Das Lipödem wird oft erst erkannt, wenn sich die Krankheit weiter ausbreitet und die Beschwerden schlimmer werden."

Umso wichtiger ist es auf seinen Körper zu hören und auch kleine Veränderungen wahrzunehmen. Dr. Lossagk rät im Zweifel einen Lipödem-Experten aufzusuchen: "Leider ist das Phänomen Lipödem für viele Ärzte noch ein weitgehend unbekanntes Gebiet, sodass es oft mit Übergewicht verwechselt wird."

Wer sich nicht erklären kann weshalb die Beine oder Arme immer weiter zu wachsen scheinen, obwohl man auf seine Ernährung und das Bewegungspensum achtet, der kann natürlich auch mit der Diagnose Übergewicht nichts anfangen. Die Wissenschaftlerin kennt das Problem: "Patient*innen fühlen sich oft nicht ernst genommen oder missverstanden. Die Erkrankung schreitet voran, ohne dass eine adäquate Behandlung stattfindet. Dies kann zu leichten Einschränkungen bis hin zur eklatanten Beeinträchtigung der Lebensqualität führen. Der Körper sowie die Seele werden massiv belastet."

Um es gar nicht erst so weit kommen zu lassen, dass die Schwellungen und die Schmerzen einen normalen Alltag nicht mehr zulassen und die psychische Belastung zudem nicht unnötig fortschreitet, sollte man besser zu früh als zu spät eine*n Lipödem-Spezialist*in aufsuchen.

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Welche Behandlungsmethoden gibt es?

Dr. Katrin Lossagk stellt mehrere Möglichkeiten der Lipödem-Behandlung, allerdings bringt nur eine langfristige Behandlung Besserung: "Es gibt einmal die konservative Behandlung, die Linderung herbeiführen kann. Aber nur mit der operativen Behandlung können die erkrankten Fettzellen nachhaltig aus dem Körper entfernt werden." 
"Das wichtigste Ziel der konservativen Behandlung eines Lipödems ist es, das im Gewebe gespeicherte Wasser, so gut es geht, zu verringern, also das Gewebe zu entstauen", erklärt sie und führt weiter aus: "Eine hilfreiche Methode ist die Lymphdrainage in Begleitung einer Kompressionstherapie. Bei der Lymphdrainage werden die von den Wasseransammlungen betroffenen Stellen im Körper mit kreisenden Bewegungen massiert. Anders als bei einer herkömmlichen Massage erfolgt die Behandlung mit äußerst sanften und nicht mit festen Handgriffen. Im Anschluss kann eine Flachstrickkompression angelegt werden, sodass der Effekt der Lymphdrainage länger anhält. Die Entstauungstherapie bewirkt temporär eine leichte Reduzierung der Schwellung. In vielen Fällen auch eine leichte Schmerzlinderung."

Massagen und ausreichend Bewegung im Wasser sind zielführend für eine Behandlung, denn "das Gewebe muss entstaut werden" – so unsere Interviewpartnerin Frau Dr. Lossagk.
Massagen und ausreichend Bewegung im Wasser sind zielführend für eine Behandlung, denn "das Gewebe muss entstaut werden" – so unsere Interviewpartnerin Frau Dr. Lossagk.© Lipocura

Schließlich kann man aber auch selbst aktiv werden um die Beschwerden weiter zu lindern: "Begleitend zur manuellen Lymphdrainage helfen sportliche Betätigungen im Wasser, wie Schwimmen, Aquajogging und Aquagymnastik." Der sanfte Wasserdruck und die Bewegung fördern nämlich zusätzlich die Entstauung der Lymphflüssigkeit. Zusätzlich spielt auch die Ernährung in der Behandlung eines Lipödems eine zentrale Rolle. Dr. Lossagk weist darauf hin: "Ketogene Ernährung ist eine mögliche Ernährungsform zur Bekämpfung von Adipositas. Zur langfristigen Linderung von Schmerzen und um die ursprüngliche Körperform zurückzugewinnen, ist jedoch die Liposuktion die bis dato einzige nachhaltig, effiziente Methode."

Massagen, Bewegung und eine bewusste Ernährung verschaffen also Linderung, gerade im Zusammenspiel. Allerdings kann nur eine Operation die Krankheit wirklich heilen und Patient*innen von Schmerzen und Schwellungen befreien.

Diagnose Lipödem: Und jetzt? Wir schildern euch, wann eine operative Behandlung angedacht werden sollte und wie diese abläuft.
Diagnose Lipödem: Und jetzt? Wir schildern euch, wann eine operative Behandlung angedacht werden sollte und wie diese abläuft.© Lipocura

Wie läuft eine Lipödem-Operation?

Dr. Katrin Lossagk und ihre Kolleg*innen der LIPOCURA-Klinik bieten operative Behandlungen an, die im Grunde ähnlich sind wie eine Fettabsaugung. Nur dass in diesem Fall kranke Fettzellen entfernt werden müssen. Sie beschreibt uns einen klassischen Behandlungsablauf: "Die Fettabsaugung bei einem Lipödem wird von uns mittels Tumeszenztechnik und PAL-Methode (power assisted liposuction oder Vibrationsliposuktion) durchgeführt.

"Zunächst zeichnen wir die Bereiche, die abgesaugt werden sollen, genau auf der Haut ein. Sobald die Narkose wirkt, setzen wir kleine Schnitte, die wir so platzieren, dass sie möglichst unauffällig sind. Dann injizieren wir die Tumeszenzlösung in drei Schichten des Gewebes. Nachdem das Fett aufgeschwemmt und vom umliegenden Gewebe abgelöst wurde, kann es nun Lymphbahn-schonend mit der speziellen Vibrationskanüle abgesaugt werden." Je nach Körperstelle und nach Menge des abgesaugten Fettgewebes kann der Eingriff zwei bis drei Stunden dauern. LIPOCURA setzt auf dieses Verfahren, weil es besonders schonend für Lymphgefäße und Venen ist. Im Anschluss bekommt man speziell angepasste Kompressionskleidung angezogen.

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Was ist danach besonders wichtig?

Im Anschluss an die Liposuktion dreht sich alles um die Kompression der abgesaugten Areale. Das Fettgewebe ist nun auf die Kompressionstherapie angewiesen. Dr. Lossagk betont: "Für die Wochen nach der Operation ist eine gute Kompressionstherapie durch entsprechende Kompressionskleidung wichtig."

"Die erste Heilungsphase dauert zwei Wochen und sollte deshalb mit viel Ruhe und Erholung geplant werden, damit sich die Patient*innen und der Körper an die neue Situation und die zurückgewonnene Bewegungsfreiheit gewöhnen können." Durch die Fettabsaugung ist der Körper nun zwar von den Schwellungen befreit, trotzdem braucht er Zeit und Ruhe um sich von der OP zu erholen und um sich langsam an alte Bewegungsmuster heranzutasten. Die Ärztin gibt klare Anweisungen: "Die ersten zwei Wochen sollte man keinen Sport treiben, um dem Körper ausreichend Zeit für die Regeneration zu geben. Nach dieser Zeit und kompletter Abheilung der Einstiche können die Patient:innen mit Schwimmen und Walken beginnen."

Außerdem bittet Dr. Katrin Lossagk zur weiteren Beobachtung des Gewebes und des Heilungsprozesses zur Nachsorgeuntersuchung. So entscheiden die Expert*innen, ob eine weitere Behandlung erforderlich ist." Nach sechs Wochen kann man dann mit der Steigerung hin in Richtung zum eigenen gewohnten Sportpensum starten", meint Dr. Katrin Lossagk. Doch sie warnt vor zu starker beziehungsweise der falschen Belastung: "Vibrationssportarten wie Joggen, Zumba, Trampolinspringen, aber auch den Kreislauf belastende Sportarten sollten vermieden werden, bis alles vollständig abgeheilt ist."

Den Lymphflussfördernde Massagen sind ein weiterer wichtiger Bestandteil der Heilung. "Die Lymphdrainage wird am Tag der OP und am Tag der Entlassung durch unsere Physiotherapeutin vor Ort durchgeführt." Aber auch nach der Entlassung empfiehlt Dr. Lossagk noch weiterführende Lymphfluss-Behandlungen.

Schließlich spielt aber auch die Ernährung eine wichtige Rolle – und zwar vor und nach dem Eingriff. Die Expertin erklärt, was ihre Patient*innen tun können: "Vor der Operation ist eine ausgewogene Ernährung, also keine kalorienarme Diät, sehr wichtig. Vor allem um den Körper nicht zu schwächen. Nach der Operation sollten sie auf eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr achten und den Elektrolyt-Haushalt füllen."

Lipödem, eine Fettverteilungsstörung: Das erfahrene Team von Lipocura in München und Münster nimmt sich für alle seine Patienten ausreichend Zeit.
Lipödem, eine Fettverteilungsstörung: Das erfahrene Team von Lipocura in München und Münster nimmt sich für alle seine Patienten ausreichend Zeit.© Lipocura

Wie findet man die richtige Kompressionskleidung? Worauf muss man achten?

"Nach der Liposuktion ist das Tragen spezieller Kompressionswäsche für sechs bis zwölf Wochen erforderlich", betont Dr. Lossagk. Doch diese Kompressionskleidung muss auf jede*n Patient*in zugeschnitten sein. Sie erklärt uns, was es zu beachten gilt: "Wichtig ist dabei, dass das Mieder keinesfalls einschneidet und somit Druckstellen entstehen könnten. Falten auf der Haut sollten definitiv vermieden werden, da ansonsten Stauungen entstehen können."

Sie verrät einen nützlichen Tipp für die Heilungsphase nach der sechsten Woche: "Im Sanitätshaus kann man sich die Wäsche mit außen angesetzten Nähten individuell anpassen lassen." Und erklärt, warum dies hilfreich sein kann: "Die Kompression addiert sich. Man kann dann auch die alte Flachstrickhose über das OP-Mieder ziehen, um eine noch bessere Kompression zu erreichen." Auch wenn die Kompressionstherapie der wichtigste Faktor der Nachbehandlung nach der Liposuktion ist, kann man selbst zu einem besseren Heilungsprozess beitragen.

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Was können Patient*innen außerdem noch tun?

Die Ernährung und der eigene Lifestyle nach der Liposuktion spielen eine essenzielle Rolle. Wir haben bereits davor gewarnt, dass ein Lipödem gerade anfangs häufig mit Übergewicht oder einer Gewichtszunahme verwechselt wird. Neben den deutlichen Unterschieden zwischen den Diagnosen, verweist Dr. Lossagk aber auch auf Zusammenhänge zwischen Ernährung und Krankheit: "Obwohl ein Lipödem primär nicht durch übermäßige Kalorienzufuhr verursacht wird, kann man sowohl an Übergewicht als auch an Lipödem oder einer Kombination leiden." Es ist also durchaus möglich, dass beide Diagnosen zutreffen.

Dr. Katrin Lossagk gibt nützliche Tipps die sie all ihren Patient*innen mit auf den Weg gibt: "Wir haben in unserer Praxis durch jahrelange Erfahrung die Beobachtung machen können, dass Patient*innen, die auf verarbeitetes Fleisch, raffinierte Kohlenhydrate und vollfette Milchprodukte verzichten, weniger Schmerzen haben. Außerdem können Omega-6-Fettsäuren, zum Beispiel in Soja- und Distelöl, Entzündungen

fördern und sollten lieber reduziert werden. Es ist zudem ratsam, Lebensmittel mit hohem glykämischem Index wie Kartoffeln, Reis und Zucker und gemahlenes Getreide zu reduzieren. Und zudem sollte auf Alkohol möglichst verzichtet werden. Schließlich konnten wir beobachten, dass sich eine ketogene Ernährung positiv auf die Linderung der Beschwerden auswirkt."

Neben derartigen Tipps von Expert*innen gibt es auch noch jede Menge Rat, Empfehlungen, aber auch Berichte von Patient*innen auf Social-Media-Plattformen wie Instagram und TikTok. Wie hilfreich sind die weitergegebenen Tipps und Tricks wirklich?

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Wo können sich Patient*innen austauschen und informieren?

Dr. Katrin Lossagk begrüßt den Austausch zwischen Patient*innen. Neben dem Besuch beim Facharzt findet sie auch Selbsthilfegruppen, die regelmäßige Treffen veranstalten, hilfreich, um sich mit der Lipödem-Thematik auseinanderzusetzen. Gleichzeitig betont sie aber auch, wie hilfreich die Reichweite von Online-Netzwerken ist: "Zur heutigen Zeit spielt Social Media eine essenzielle Rolle, die zur Patientenaufklärung beiträgt. In diversen Facebook-Gruppen oder auf unserer LIPOCURA® -Instagram und Facebook-Seite können sich Betroffene mit Gleichgesinnten austauschen und Rat einholen."

Vor der Diagnose aber auch während der Nachbehandlung kann es helfen sich mit anderen Betroffenen auszutauschen. Allerdings verweist die Medizinerin trotzdem auf die entscheidenden Rolle des Experten: "Zu bedenken ist, dass jede Geschichte höchst individuell ist und letztendlich nur im eigenen Beratungsgespräch mit Hilfe eines Experten ein passgenauer Behandlungsplan auf die Patient*in zugeschnitten werden kann."

Wer also unter einem Lipödem leidet oder den Verdacht auf die Diagnose Lipödem hegt, der sollte nicht die Gelegenheit verpassen mit einem Fachmann oder einer Fachfrau zu sprechen.

Die medizinische Erfahrung und eine einfühlsame Behandlung der Patienten – warum ihr euch bei Lipocura in den besten Händen befindet, lest ihr im Beauty-Artikel.
Die medizinische Erfahrung und eine einfühlsame Behandlung der Patienten – warum ihr euch bei Lipocura in den besten Händen befindet, lest ihr im Beauty-Artikel.© Lipocura
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