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Buchbesprechung von Evelyn Weigert

Peace, Bitches! -  Evelyn Weigert über Selbstzweifel, -liebe und -akzeptanz

  • Aktualisiert: 18.10.2022
  • 13:11 Uhr
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© EYECANDY | Photographers Berlin

Moderatorin, Influencerin und Künstlerin Evelyn Weigert spricht in ihrem Buch Peace, bitches! über Selbstzweifel, -akzeptanz und -liebe und warum wir uns besser um uns kümmern sollten! Wir haben sie gefragt, wie wir diese Sorgen loswerden und wovon wir uns im Leben eigentlich mehr gönnen sollten – erfahrt jetzt, was sie geantwortet hat.

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Ist mein Bauch zu dick? Bin ich interessant genug? Diese Art der Selbstzweifel (oder auch andere) haben wir sicher alle hin und wieder. Die Moderatorin, Influencerin und Künstlerin Evelyn Weigert hat sie auch und hat darüber ein Buch geschrieben, in dem sie auch erklärt, warum sie die kleinen und großen Unsicherheiten im Alltag satthat. In Peace, Bitches! Nimm dich, wie du bist - mehr brauchst du nicht erzählt Evelyn mit einem Augenzwinkern, wie sie es täglich schafft, sich selbst zu lieben und ermutigt zu mehr Selbstakzeptanz und einem offeneren Umgang mit Selbstzweifeln und Tabuthemen. Wir haben Evelyn ein paar Fragen zum Thema gestellt und sie u.a. gefragt, wie man Selbstzweifel im Keim erstickt und warum wir uns eigentlich so viel mit anderen vergleichen. Lies ihre Antworten hier!

Sie ist erfolgreiche Podcasterin und jetzt launcht Evelyin Weigert ihr erstes Buch: "Peace, Bitches!" – von Selbstliebe bis hin zu Body Positivity. Wir haben die Fakten zu ihrem Debüt!
Sie ist erfolgreiche Podcasterin und jetzt launcht Evelyin Weigert ihr erstes Buch: "Peace, Bitches!" – von Selbstliebe bis hin zu Body Positivity. Wir haben die Fakten zu ihrem Debüt!© EYECANDY | Photographers Berlin

Dein Buch "Peace, Bitches!" dreht sich vor allem um die Themen Body Positivity und Selbstliebe. Wie können wir mehr bei uns selbst sein und was bringt uns das?

Evelyn Weigert: "Das bringt uns quasi alles. Mit sich selbst im Reinen und glücklich zu sein, ist letztlich mehr als die halbe Miete. Wir bekommen häufig viel Druck von außen à la ,Du MUSST dich selbst lieben.' Mein Ansatz ist es, sich da selbst einfach mal locker zu machen. Im Optimalfall findet man seinen eigenen Weg, wie man das schafft – bei mir ist das definitiv Humor und offen über Dinge zu sprechen. Wenn ich etwas laut ausspreche, befreit mich das und meistens ist es dann gar nicht mehr so dramatisch, wie ich am Anfang dachte – zum Beispiel mein Körper nach zwei Kindern."

Woran, glaubst du, liegt es, dass wir uns so viel mit anderen vergleichen?

"Ich glaube, Menschen vergleichen sich schon immer, aber durch Social Media & Co. ist das viel extremer geworden. Das Angebot sich selbst zu vergleichen, wird dadurch immer größer und größer."

Wie schaffe ich es, mich weniger an anderen zu messen?

"Man muss auch mal wertschätzen, was man hat. Das verlieren wir manchmal aus den Augen. Sich zu vergleichen kann auch etwas Gutes mit sich bringen, weil uns dadurch bewusster wird, was uns eigentlich ausmacht. Vielleicht bin ich ehrlicher als andere Menschen oder offener oder lustiger. Sich zu Vergleichen muss nicht immer nur schlecht sein."

Hast du einen Trick, wie sich übertriebene Selbstzweifel direkt im Keim ersticken lassen?

"Mir hilft es, Menschen um mich herum zu haben, die mich gut finden und die mir sagen, dass sie mich mögen. Ich denke, dadurch kann ich mich selbst viel besser akzeptieren, so wie ich bin. Am Ende möchte jede:r geliebt und akzeptiert werden. Das schafft man nur mit einem guten Umfeld."

In deinem Buch schreibst du: "Es ist wie bei einer Pflanze. Wenn du sie nicht gießt, geht sie allmählich ein." Wie kümmern wir uns besser um uns selbst?

"Ich denke, es ist wichtig, dass man immer wieder in sich hineinhört. Was brauche ich momentan und was würde mir guttun? So schafft man sich kleine Inseln – ob ich einen Burger esse, zur Massage gehe oder Sport mache. Es hilft niemandem, wenn man nur noch funktioniert. Auch ich muss das als Zweifachmama gerade wieder lernen und habe mich die letzten Tage oft gefragt, was ich gerade brauche. Letztlich ist es völlig egal, was mir guttut, Hauptsache ich mache das dann auch."

Wir sollten uns alle mehr Zeit für uns selbst nehmen und uns weniger Sorgen um Morgen machen – wir haben ein Interview mit Evelyin Weigert geführt und stellen euch das Debüt der Autorin vor!
Wir sollten uns alle mehr Zeit für uns selbst nehmen und uns weniger Sorgen um Morgen machen – wir haben ein Interview mit Evelyin Weigert geführt und stellen euch das Debüt der Autorin vor!© EYECANDY | Photographers Berlin

Wovon sollten wir uns im Leben mehr gönnen?

"Komplimente! Es klingt banal, aber wir sollten einfach netter zueinander sein. Ich versuche anderen immer zu sagen, dass mir die Zeit mit ihnen sehr gefallen hat und sie toll sind, so wie sie sind. Bewusst nett zueinander sein und das dem anderen auch zu sagen, ist einfach schön."

Wie schafft man es, sich weniger Sorgen über die Zukunft zu machen?

"Urvertrauen – ich vertraue darauf, dass ich auf einem Weg bin, der mich glücklich macht. Und wenn ich merke, dass das momentan nicht der Fall ist, sollte ich mich auch trauen, das aktiv zu ändern. Veränderung macht uns Angst, aber am Ende lohnt es sich doch immer. Ich kann für mich sagen, dass ich noch nie eine Veränderung gestartet habe, bei der ich im Nachhinein das Gefühl hatte, das war nichts Positives."

Sollen wir jetzt eigentlich am besten komplett aufhören, an uns selbst zu zweifeln?

"Nein, auf keinen Fall. Es ist völlig menschlich, zu zweifeln. Man wird immer in Situationen geraten, die unangenehm, stressig sind oder in denen man hilflos ist. Und dann zweifelt man. Wichtig ist die Art und Weise, wie man mit diesen Situationen und den Zweifeln umgeht. Sich selbst zu sagen: Es ist vollkommen in Ordnung, zu zweifeln. Und es ist vollkommen in Ordnung, nicht jeden Tag restlos zufrieden mit sich zu sein. Es ist okay."

Seit Anfang 2019 moderiert Evelyn Weigert zusammen mit Basti Heinlein den erfolgreichen Podcast "Heinlein & Weigert". Ihr Buch "Peace, Bitches! Nimm dich, wie du bist - mehr brauchst du nicht" erscheint am 27. Mai 2022 bei Ullstein Taschenbuch.

Interview: Claudia Herwig

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