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Sonnenschutz-Fehler #1: Ihr verwendet alte, angebrochene Sonnencreme

Ihr tut eurer Haut wirklich keinen Gefallen, wenn ihr die Sonnencreme aus dem Vorjahr aus der letzten Ecke des Schranks hervorzaubert. Gerade angebrochene, alte Produkte sollten schleunigst entsorgt werden. Es bilden sich zum einen Bakterien und zum anderen verfällt die Schutzwirkung. Um eure Haut nicht zu reizen und Sonnenbrand zu vermeiden, solltet ihr das Risiko, das die Verwendung alter Cremes mit sich bringt, nicht eingehen. Maximal ein halbes Jahr hält sich euer Sonnenschutz und ihr könnt ihn bedenkenlos einsetzen, danach: besser Vorsicht als Nachsicht!

 

Sonnenschutz-Fehler #2: Ihr verwendet den falschen Lichtschutzfaktor

Ihr denkt, mit hohem Lichtschutzfaktor könnt ihr eure Sommerbräune und den schönen warmen Teint vergessen? Quatsch! Je nach Hauttyp benötigt ihr einen entsprechenden Lichtschutzfaktor, der nicht nur den Sonnenbrand vermeiden kann, sondern dafür sorgt, dass eure Haut keinen Schaden durch UV-Strahlung erleidet. Euren genauen Typen kann eine Dermatologin oder ein Dermatologe einfach und optimal bestimmen. Zur Orientierung zeigen wir euch, welche Eigenschaften die unterschiedlichen Kategorien mit sich bringen:

  • Hauttyp I: Ihr habt sehr helle Haut, rötliches Haar, Sommersprossen, helle Augen und seht nach kürzester Zeit in der Sonne aus wie eine Tomate? Dann ist LSF 50 für euch auf jeden Fall die beste Wahl!
  • Hauttyp II: Eine helle Haut, blonde bis hellbraune Haare und eventuell ein paar Sommersprossen zeichnen diesen Hauttypen aus. Ihr werdet schwer braun und leidet schnell unter geröteter Haut? Eure Augen sind oft blau, grün oder grau? Der optimale Sonnenschutz liegt für euch bei einem Lichtschutzfaktor von 30 bis 50.
  • Hauttyp III: Ihr habt einen hellbraunen Hautton, dunkelblondes oder bräunliches Haar mit grauen oder braunen Augen? Dann sollte ein LSF von 15 bis 25 für euch in der Regel ausreichen. Aber: Auch ein höherer Sonnenschutz schadet nie.
  • Hauttyp IV: Personen dieses Hauttyps haben leicht bräunliche oder olivfarbene Haut. Eure dunklen Augen stechen heraus und im Sommer bräunt ihr Ruck-Zuck! Dann kommt ihr mit einem geringeren Lichtschutzfaktor von 6 bis 10 auch schon gut durch den Sommer. Dennoch darf es auch gerne ein höherer Sonnenschutz sein.
  • Hauttyp V und VI: Während die ersten 4 Hauttypen eher in europäischen Gefilden vorkommen, so sind Menschen der südlicheren Halbkugel, durch ihren dunkleren Hauttypen schon von Natur aus besser gegen Sonneneinstrahlungen geschützt. Allerdings gilt es hier trotzdem bei einem ausgedehnten Sonnenbad, dafür zu sorgen, dass schädliche Strahlung abgehalten wird. Zumindest ein Produkt mit geringem LSF ist absolut ratsam.

Begebt ihr euch gern auf Wandertouren und bewegt euch in höheren Lagen, so solltet ihr unbedingt darauf achten, auf einen höheren Wert zurückzugreifen, denn hier ist die Strahlung oftmals deutlich intensiver. Auch wenn ihr euch unsicher seid, nehmt lieber ein Produkt mit höherem LSF. Ihr verlängert somit die Wirkungsdauer und keine Sorge, eure Haut wird trotzdem braun!

 

Sonnenschutz-Fehler #3: Ihr cremt euch nicht nach

Ein Sonnenschutz hält nicht ewig! Gerade auch, wenn ihr zwischendurch ins Wasser hüpft oder euch beim Sport in der Natur verausgabt, geht durch Wasser und Schweiß jede Menge Schutz verloren. Je nach Hauttyp habt ihr eine gewisse natürliche Schutzdauer, die ihr um den Lichtschutzfaktor, den ihr verwendet, verlängert:

  • Hauttyp I: 5-10 Minuten
  • Hauttyp II: 10-20 Minuten
  • Hauttyp III: 15-25 Minuten
  • Hauttyp: IV: 20-30 Minuten

Vorzugsweise erneuert ihr den Schutz durch wiederholtes Auftragen schon vor Ablauf der Zeit und nach jedem Planschen im kühlen Nass!

 

Sonnenschutz-Fehler #4: Ihr verwendet Sonnenschutz nur im Sommer

Sonnenbrand im Winter? Wenn ihr nicht gerade in hohen Lagen Ski fahrt, haltet ihr das für unrealistisch? Ok, zugegebenermaßen kommt es wirklich seltener vor als im Sommer, allerdings sollte klar sein, dass ein Sonnenschutz nicht nur Sonnenbrand vermeiden kann. Zwar fällt die schädliche UV-Strahlung im Winter geringer aus, ist aber natürlich nicht verschwunden. Also im Winter nicht nachlässig werden: frühzeitige FaltenbildungPigmentflecken, und vergrößerte Poren durch Sonneneinstrahlung lassen sich mit der richtigen Sonnenschutzpflege im Winter vermeiden.

 

Sonnenschutz-Fehler #5: Ihr vergesst beim Eincremen wichtige Körperstellen

Die empfindlichsten Stellen werden beim Eincremen gerne mal übersehen. Gerade auf den Ohren, Fußflächen sowie am Haaransatz und -scheitel landet die Sonnencreme oft nicht. Natürlich sind auch diese Stellen der Sonne ausgesetzt und teilweise sind sie deutlich empfindlicher als der Rest des Körpers. Nicht zu vergessen, die Lippen. Auch hier sollte ein ausreichender Sonnenschutz verwendet werden. Noch ein Hinweis: Auch wenn ein Sonnenschutzspray praktisch ist, einsprühen allein reicht nicht aus. Unbedingt einreiben, denn nur dann kann das Produkt vernünftig in die Haut einziehen und eine Schutzbarriere bilden!

 

Sonnenschutz-Fehler #6: Ihr verwendet zu wenig Sonnenschutz

Weniger ist mehr? Das mag häufig zutreffen, aber nicht wenn’s um Sonnenschutz geht. Viel hilf viel! Erst, wenn ihr eine gute und ausreichende Menge auf eurem Körper verteilt, kann die angegebene Schutzwirkung erzielt werden! Erwachsene sollten durchschnittlich in etwa eine golfballgroße Menge Creme auf dem Körper verteilen und für diejenigen, die Sonnenschutzspray verwenden, gilt es in etwa 15 Sprühstöße pro Körperbereich zu verwenden. Verreibt den Schutz ordentlich und optimaler Weise mindestens eine halbe Stunde, bevor ihr nach draußen geht. So entfaltet sich eine optimale Schutzwirkung!

 

Sonnenschutz-Fehler #7: Ihr verwendet falsche Produkte

Das Make-up hat einen integrierten Lichtschutzfaktor? Super! Aber nur zusätzlich. Wenn in eurer Tagespflege oder der Foundation eurer Wahl bereits ein LSF angegeben ist, ist das toll und haltet ihr euch nicht viel draußen auf, dann ist das für den Alltag auch ausreichend. Oftmals mangelt es den Produkten aber an Schutzstoffen gegen UV-Strahlung und die verwendete Menge ist viel zu gering, um einen geeigneten Schutz zu bieten. Besser also: Zusätzlich Sonnenschutzmittel verwenden!

 

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