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Was sind Afro Locken?

Afrolocken sind sehr stark gelockte, krause, dunkle Haare, die durch ihre enge Spiralform bis zu 75% an Länge einbüßen. Als Afrohaare bezeichnet man sehr dichte Naturlocken dunkelhäutiger Menschen.

Diese Afro-Haartypen gibt es

Jede Afrolocke ist total individuell und so können auf nur einem Kopf unterschiedliche Afro-Haartypen vorkommen. Wisst ihr erstmal welcher Haartyp ihr seid, lassen sich die Afrohaare ideal pflegen. Unterschieden wird vom Haartyp 1 (glatt) bis 4 („coily“ engl. für zusammengerollt). Für Afrohaare sind die lockigen Typen 3 und 4 relevant – zur genaueren Bestimmung kommen jetzt noch Buchstaben von a (größere Locken) bis c (sehr eng gelockt) hintendran. Eine 3a beschreibt somit große, weiche, leichte Locken wohingegen eine 4c, das Maximum an Afro-Locken-Power, also eine sehr dichte, schwammige Afrokrause meint.

Beauty-Hacks und Haircare-Tipps zum Afro Look
Cooler Afro Look: Was macht den Hairstyle so einzigartig? Welche unterschiedlichen Locken-Strukturen gibt es? Wir haben die Beauty-Fakten und Haircare-Tipps für den "Afro Look". © Vladimir Vladimirov

So könnt ihr euch Afro Locken machen

Was ihr dafür braucht:

  • Eine Bürste
  • Wasser aus einer Sprühflasche (z.B. leeres Stylingprodukt)
  • Viele Strohalme

Afrolocken würden wir sie bei uns aber nicht unbedingt nennen, denn das könnte Menschen mit echten Afrolocken zurecht irritieren. Stichwort: Kulturelle Aneignung. Der größte Vorteil an diesem Styling der Minilocken ist, dass ihr keine Hitze braucht. Dem gegenüber steht aber ein Nachteil, der nicht unerwähnt bleiben darf: Für diesen Look kommen sehr viele Plastikstrohhalme zum Einsatz. Solltet ihr den Look häufiger stylen, verwendet die Strohhalme doch einfach wieder.

  • Haare gut Durchbürsten.
  • In Partien abteilen.
  • Partie für Partie leicht mit Wasser einsprühen.
  • Strähne für Strähne um einen Strohhalm wickeln.
  • Achtung: Die Strähnen müssen dafür sehr dünn sein, denn nur so werden die Locken auch wirklich mini.
  • Nach dem Umwickeln des Strohhalms, werden dessen beide Enden zusammen verknotet.
  • Seid ihr mit dem ganzen Kopf durch, müsst ihr die aufgewickelten Partien nochmal mit der Sprühflasche befeuchten.
  • So geht’s dann ins Bett und ihr schlaft eine Nacht mit dem Strohhalm-Kopf.
  • Am nächsten Morgen knotet ihr die Strohalme auf und zieht sie raus.
  • Die engen Minilocken werden nun jeweils aufgezogen und über Kopf mit den Fingern ausgebürstet: So schafft ihr den coolen Afrohaar-Look anstelle süßer Engelslöckchen.
  • Als Finish kommt Haarspray drauf – so hält die Lockenpracht am längsten.

Afro Haare richtig pflegen – Darauf solltet ihr achten

Afrohaare sind sehr pflegeintensiv. Klar, jeder hat mal einen Bad Hair Day. Afrolocken sind allerdings eine Wissenschaft für sich. Wisst ihr aber erstmal, worauf ihr achten müsst, lässt sich die Naturkrause super pflegen und überzeugt mit Sprungkraft und Volumen.

Fakten zu den Looks – Afro Look
Hairstyling – Afro Look. Wie lässt sich der Afro Look richtig stylen? Wer kann den Hairstyle besonders gut tragen? Was ist bei der Haarpflege zu beachten? Hier findet ihr die Antworten! © Boogich

Wie kämmt man Afro Haare?

Kämmen oder nicht, das ist hier die Frage. Afrohaare lassen sich am besten in feuchtem bis nassen Zustand kämmen. Dafür wird zuerst ein Leave-in-Pflegeprodukt eingearbeitet, das die Oberfläche glätten soll. Nun arbeitet ihr euch mit der Bürste von den Spitzen nach oben mit ganz viel Gefühl vor. Zerren und Reißen solltet ihr unbedingt vermeiden. Afrolocken trocken bürsten zu wollen ist fast unmöglich, außerdem bleiben danach keine schön definierten Locken sondern eine wirre Krause zurück.

Der größte Nachteil beim Kämmen der nassen Haare ist allerdings die aufgeweichte Schuppenschicht, was Haarbruch begünstigt. Um dem entgegenzuwirken solltet ihr Afrohaare nur einmal die Woche kämmen. An den anderen Tagen reicht es aus die Afrolocken zu „detangeln“. Das kommt aus dem Englischen und heißt so viel wie Entwirren. Dabei werden die Locken sanft mit den Fingern entwirrt und Knötchen gelöst.

Die richtige Haarpflege-Routine beim Afro Look
Die Haarpflege ist essentiell für einen schönen Afro. Worauf ihr bei eurer Haarpflege-Routine achten solltest, lest ihr im Beauty-Artikel. © LaylaBird

Welche Produkte sind gut für Afro Haare?

Auf Sulfate und Silikone solltet ihr bei der Pflege von Afrohaar verzichten. Silikone lagern sich am Haar an und verhindern, dass pflegende Stoffe und Feuchtigkeit in das ohnehin eher spröde Haar dringen können. Sulfate trocknen aus. Ideal sind spezielle Afro-Pflege- und Styling-Produkte, z.B. die Cantu Serie. Alternativ bieten sich auch feuchtigkeitsspendende Produkte sowie natürliche Haaröle an. Pro-Tipp: Afrolocken lieben eine saure Spülung aus kaltem Wasser und Apfelessig. Das Gemisch schließt die Schuppenschicht, beugt Schuppen vor indem es die Kopfhaut nicht austrocknet und die Afrolocken lassen sich danach besser entwirren – ergo, weniger Haarbruch.

Wie wäscht man Afro Haare?

Afrohaare neigen dazu sehr trocken und spröde zu sein. Daher ist der erste Step in Richtung ausgewogene Pflege: möglichst wenig Waschen. Denn das trocknet die krause Afromähne noch mehr aus. Um die Feuchtigkeit in den Afrolocken einzuschließen sind natürliche Öle der Gamechanger. Haaröl (z.B. Argan oder Kokos) kann auch als erster Step der Wäsche eingesetzte werden. Dafür müsst ihr das Öl erwärmen und so in die Locken einarbeiten. Dadurch entwirrt ihr das Haar im öligen Zustand und schützt es so vor dem Brechen. Anschließend gut mit Shampoo auswaschen. Dazu eignet sich ein festes Shampoo welches an der Kopfhaut aufgeschäumt wird. Mit dem Schaum könnt ihr dann die Längen reinigen.

Wie oft wäscht man Afro Haare?

So selten wie möglich. Klar, ihr sollt euch unbedingt wohlfühlen und keinesfalls muffelig. Im Durchschnitt genügt bei Afrohaaren eine Haarwäsche einmal pro Woche. Das ohnehin tendenziell eher trockene Haar fettet nicht schnell und würde durch übermäßiges Waschen nur mehr austrocknen.

Wie trocknet man Afro Haare?

Auf die noch nassen Afrohaare kommt ein Leave-in Conditioner auf Wasserbasis. Zuviel Fett würde die Afrolocken beschweren. Diesen knetet ihr gut in die Locken ein und dreht diese dann mit den Fingern in ihre Form. In diesem Zustand können sie lufttrocknen. Werden Afrohaare geföhnt verlieren die Locken ihre schöne Form und trocknen mehr aus. Ein Hitzetool kommt eher für ein glättendes Styling infrage.

Afro Look stylen – Die schönsten Frisuren für Afro Haare

Afrolocken können zu richtig coolen Looks gestylt werden und jeden Tag anders aussehen oder auch wochenlang in derselben Form liegen. Wie das geht und was die coolsten Frisuren sind erfahrt ihr jetzt.

Beauty-Hacks zum Afro Look
Beauty-Hacks zum coolen Afro Look: Wir verraten euch, was den trendigen Hairstyle ausmacht und wie ihr ihn richtig pflegt. Mehr dazu im Beauty-Artikel. © Obradovic

Afro Zopf: So bekommt ihr Afro Braids

Braids, also Zöpfe, sind der wahrscheinlich beliebteste Hairstyle für Afrohaar. Und das zurecht: Das schützende Styling bewahrt die Haare vor schädlichen Umwelteinflüssen, übermäßigem bürsten, zerren und brechen. Außerdem können einige Flechtfrisuren mehrere Wochen getragen werden. So ist das Thema Bad Hair Day erstmal erledigt. Die Range reicht von klassischen engen Cornrows, die dicht am Kopf entlang geflochten werden, über Godess Braids zu Chunky Braids und Boxer Braids. Wer Geduld und Fingerspitzengefühl hat bekommt diese Afro-Zöpfe selber hin, ansonsten schaffts ein Profi.

Lange Haare mit Afro Extensions

Die Extensions können ins Afrohaar eingewoben werden. Das macht ein Hair Stylist und die Technik nennt sich passend Weaving. Außerdem gibt es den Trend des Einwickelns, der Look nennt sich Passion Twists. Dafür befestigt der Stylist die Extensions mit kleinen Gummis an den Afrolocken, um die er die Extensions dann stramm herumwickelt.

Ein Hairstyle für alle Anlässe
Ein Hairstyle für elegante, sportliche und extravagante Anlässe. Alles über den „Afro Look“ lest ihr hier. © Pollyana Ventura

Afro Haare glätten: Diese Tipps solltet ihr beachten

Glätteisen: Diese Technik ist was für den Special Day und ihr solltet sie wirklich nicht zu häufig anwenden, da die hohe Hitzeeinwirkung dem Afrohaar schaden kann. Zuerst wird ein glättendes Stylingprodukt aufgetragen. Achtung: Niemals direkt vor dem Glätten Öl in das Afrohaar geben. Die direkte Hitze des Glätteeisens würde dadurch noch verstärkt und das Haar nahezu frittieren – nicht gut.

Blow Out: Hier ist etwas Übung gefragt. Mit einer Rundbürste und einem Föhn wird das Haar Partie für Partie glattgezogen. Komplett sleek wird es mit dieser Technik nicht, aber das Ergebnis kann sich sehen lassen. Mittlerweile gibt es aber auch spezielle elektrische Glättebürsten – das Handling ist damit wesentlich einfacher, anstatt mit Rundbürste und Föhn verwickelt und umständlich über dem Kopf zu hantieren.

Große Wickler, ein sehr strammer Pferdeschwanz und die Längen im Dutt können weitere Varianten sein euer Afrohaar zu glätten. Wer es wirklich super glatt haben möchte, muss allerdings auf eine chemische Glättung bei einem Profi zurückgreifen. Davon würden wir allerdings abraten, da es nicht nur schlecht für das Haar ist sondern außerdem die tollen Afrolocken langfristig glattbügelt.

Afro-Look – die Hacks zum Look und der Haarstrukturen
Wie findet ihr den Afro Look? Alles zu den besten Styling- und Pflege-Tipps sowie den unterschiedlichen Haarstrukturen, lest ihr im Beauty-Artikel. © Merlas

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