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Geldanlage in Niedrigzinszeiten: Von den Promis lernen?

  • Veröffentlicht: 21.02.2022
  • 12:32 Uhr
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Die Zinsen sind niedrig – und das schon seit geraumer Zeit. Was für die Aufnahme von Krediten gut ist, ist für Geldanlagen denkbar schlecht. Wo man früher noch 3% und mehr für sein Geld bekommen hat, gibt es heute kaum mehr eine eins vor dem Komma. Und es geht noch weiter: Sogar Strafzinsen werden von Banken mittlerweile verlangt.

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Die Commerzbank macht es allen anderen bereits seit dem Frühjahr vor: Von den rund 100.000 mittelständischen Unternehmenskunden verlangt sie bei einer größeren Einlage Strafzinsen. Das heißt im Klartext: Wenn ein Kunde der Bank kurz- bis mittelfristig Geld leiht, indem er es auf seinem Bankkonto deponiert, muss er dafür Strafe zahlen. Und das wohlgemerkt mit Geld, mit dem die Bank wirtschaftet. Noch betrifft es keine Privatkunden, aber das scheint wohl nur noch eine Frage der Zeit zu sein. Abgesehen von diesen Strafzinsen ist es heutzutage gar nicht mehr so leicht, die passende Geldanlage zu finden. Zwar gibt es eine große Auswahl, doch zum einen locken die Zinsen kaum einen mehr hinter dem Ofen hervor, zum anderen sind Geldanlagen, die höhere Zinsen und Renditen versprechen, oftmals mit einem hohen Risiko verbunden.

Wie machen es also nun unsere Promis?

Viel wert ist das Geld auf der Bank nicht mehr. Das spüren auch die deutschen Promis und legen ihr Kapital teilweise etwas abenteuerlich an:

  • Jürgen Drews (Schlagersänger) deponiert trotz der niedrigen Zinsen sein Geld weiterhin auf der Bank. Grund dafür ist, dass er in der Vergangenheit durch Immobilienfonds viel Geld verloren hatte. "Ich vertraue darauf, dass sich die Situation wieder beruhigt."
  • Michaela May (Schauspielerin) hat in der Vergangenheit vor allem in Immobilien investiert. "Mit Aktien kenne ich mich nicht aus, Gold ist nicht rentabel."
  • Fritz Wepper (Schauspieler) macht die jüngste Entwicklung Angst. Er sieht die Renten bedroht und investiert vor allem in Immobilien. "Durch die Eurokrise, den Linksruck in Griechenland und die Aktivitäten der EZB fühle ich mich unwohl."
  • Gerrit Grass (Schauspieler) legt sein Geld vor allem in Start-up´s an, was seiner Meinung nach im Moment eine der Möglichkeiten ist, die noch Rendite bringen. "Ich wirtschafte damit in meine eigene Tasche, da ich mit Freunden ein solches Unternehmen gegründet habe."
  • Antoine Monot (Schauspieler) ist mit den Krisen-Prognosen und der Globalisierung überfordert. Seine Geldanlage bringt ihm allerdings auch keine Zinsen: "Ich gebe mein Geld für Technik und Kreuzfahrten aus, da ich nicht weiß, wem ich noch vertrauen soll. Das sind für mich die einzigen beiden Dinge, bei denen ich immer eins gewinne: Spaß!"
  • Julia Dahmen (Schauspielerin) würde, wenn sie genügend Geld hätte, in eine Immobilie im Raum München investieren. Dort würde sie, nach eigenen Angaben, in ein paar Jahren das Doppelte wert sein. Da das Geld aber nicht ausreicht, "lege ich es auf die Bank bzw. – wie Oma früher – unter die Matratze."
  • Doreen Dietel (Schauspielerin) ist und bleibt dabei: Der Sparstrumpf ist das einzig Wahre! "Der Rest wird für die Wohnung angelegt, für neue Ideen und für meinen Sohn. Das ist die beste Geldanlage."
  • Kalle Schwensen (Kiez-Legende) weiß ganz genau, wo sein Geld in Krisenzeiten landet. Für ihn sind "Prostitution und Glücksspiel die beiden Dinge, die immer funktionieren. Ich setzte alles auf die 17!"
© hin255 – 369974561 / Shutterstock.com
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Bei all diesen Anlageformen muss man Dritten vertrauen. Wer das, möglicherweise aufgrund von negativen Erfahrungen in der Vergangenheit, nicht kann oder möchte, dem bleibt wohl dann doch nur die Möglichkeit, das Geld tatsächlich im Sparstrumpf zu deponieren und es zeitnah auszugeben. Auch wenn der Euro trotz Eurokrise weiterhin recht stabil ist – man weiß nie, wie er sich in Zukunft entwickeln wird.

Europa und die Eurokrise

Die Lage auf den Finanzmärkten hat sich in jüngster Vergangenheit noch weiter verschärft. In Zeiten, in denen die Europäische Zentralbank (EZB) immer wieder die Schleusen öffnet und Europa mit Geld überflutet, freuen sich einzig die Finanzminister der Euro-Länder. Denn sie zahlen auf die Staatsschulden kaum noch Zinsen. Der kleine Anleger dagegen sucht verzweifelt nach lukrativen Geldanlagen. Die Eurokrise ist vielschichtig und nicht nur in einer Staatsschuldenkrise zu suchen, sondern auch in einer Bankenkrise und nicht zuletzt in einer Wirtschaftskrise. Finanzielle Hilfen für Länder wie Griechenland sorgen nicht gerade dafür, dass diese Krise, die bereits seit gut sechs Jahren anhält, entschärft wird. Im Grunde ist die Eurokrise ein einziger Teufelskreis:

  • Durch die Bankenkrise entsteht eine Kreditklemme, die Investitionen in die Wirtschaft vermindert.
  • die durch die Wirtschaftskrise wegbrechen, belasten die öffentlichen Haushalte.
  • Durch die Staatsschuldenkrise fallen Staatsanleihen weg, die die Bilanzposition der Banken verschlechtern.
  • Gleichzeitig belastet die Bankenrettung die öffentlichen Haushalte.
  • Die Haushaltskonsolidierung schwächt die Binnennachfrage.
  • Die Rezession führt zu Kreditausfällen.

Und wie machen es die "normalen" Deutschen?

Seit Jahrzehnten bekannt und unter den Deutschen beliebt ist das Sparbuch. Obwohl es heutzutage darauf meist überhaupt keine Zinsen mehr gibt, liegt es bei den beliebtesten Geldanlagen doch ganz vorne. Auch das Tagesgeld, das zinstechnisch kaum mehr relevant ist, ist sehr weit vorne zu finden.

Quelle: VuMA/Statista.com

Die Deutschen scheinen ihr Vertrauen in Banken also noch nicht komplett verloren zu haben, obwohl wir die Ideen einiger Promis, die ihr Geld einfach in Lebensfreude investieren, auch nicht schlecht finden!

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