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Galileo

Faszinierende Aufnahme: Sternentod am Rand des "Kohlensacks"

23.12.2021 • 15:15

Am Nachthimmel der Südhalbkugel der Erde kann man mit bloßem Auge einen auffälligen dunklen Fleck erkennen unterhalb des Sternbilds Kreuz des Südens - den Kohlensack-Nebel. Ein bald verlöschender Stern bringt darin die Vorstufe eines Planetarischen Nebels zum Leuchten.

Am Nachthimmel der Südhalbkugel der Erde kann man mit bloßem Auge einen auffälligen dunklen Fleck erkennen unterhalb des Sternbilds Kreuz des Südens – den Kohlensack-Nebel. Ein bald verlöschender Stern bringt darin die Vorstufe eines Planetarischen Nebels zum Leuchten.

Der "Kohlensack" ist der bekannteste Dunkle Nebel

Der "Kohlensack" ist ein 100 Lichtjahre großer und 600 Lichtjahre entfernter Dunkelnebel, der das Licht der hinter ihm liegenden Sterne blockiert. Auf diesem Foto des die Erde umkreisenden Hubble-Weltraumteleskops ist ein Ausschnitt am Rand des Kohlensack-Nebels zu sehen, den Astronom:innen Caldwell 99 nennen.

In den Weltraum geschleudertes Gas wird von einem heißen Stern zum Leuchten gebracht

Die bläuliche Wolke ist entstanden, indem ein unserer Sonne ähnlicher Stern in einer der letzten Phasen seines Lebens seine Hülle aus Wasserstoff abstößt und sich nun auf etwa 30.000 Kelvin aufheizt. Dadurch wird diese Gashülle zum Leuchten angeregt. Auf der Oberfläche unserer Sonne herrschen zum Vergleich "nur" etwa 6.000 Kelvin. In einigen Tausend Jahren wird der sterbende Stern seine Hülle ganz verloren haben und sich in einen Weißen Zwerg verwandeln. Die Gashülle wird dann als Planetarischer Nebel weiterleuchten.