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Model-Glossar: Das Model- und Mode-ABC

Aktfotos
Bei der Aktfotografie wird zwischen Teilakt und Vollakt unterschieden. Aktmodels werden fĂŒr Aktfotos ganz oder teilweise nackt auf kĂŒnstlerische Weise inszeniert und abgelichtet. Da auch viele unseriöse Fotografen Aktaufnahmen anbieten, sollte man bei der Auswahl des Fotografen vorsichtig sein und vor dem Shooting genau mit dem Fotografen absprechen, wie die Aktfotos aussehen sollen.

Athleisure
Athleisure setzt sich aus den englischen Wörtern "athletic" und "leisure" zusammen – und stellt so eine Kombination von Sportkleidung und Freizeitkleidung dar. Athleisure könnte man deswegen mit "funktionelle Sportkleidung" ĂŒbersetzen. Das heißt, Sportkleidung, die nicht nur zum Sportmachen getragen wird, sondern auch im Alltag. Sneaker, Leggins, Jogginghose – bei der Athleisure-Mode geht es bequem, aber trotzdem trendig zu.

Batik
Batik ist ein StofffÀrbeverfahren, das aus Indonesien stammt. Traditionell werden mit Wachs Muster auf Stoff gemalt, welcher danach in Farbe eingetaucht wird. Durch das Wachs wird das gemalte Muster nicht mitgefÀrbt und bildet so einen schönen Kontrast zum gefÀrbten Hintergrund.

Baking
Nein, wir spreche nicht vom Backen am Herd. Vielmehr bezieht sich "Baking" im Model-Kontext auf einen neuen Make-up Trend, der sicherstellen soll, dass dein Make-up den ganzen Tag ĂŒber hĂ€lt. Beim Baking (manchmal auch "Cooking" genannt) wird nach Foundation und Concealer eine ordentliche Portion Transparentpuder auf dem Gesicht verteilt. Das Puder lĂ€sst man schließlich zehn bis 30 Minuten einwirken, so dass das Produkt mit der Haut verschmelzen kann. Nach der Wartezeit werden die Puderreste mithilfe eines Pinsels wieder entfernt. Baking wird vor allem fĂŒr Fotoshootings und Auftritte im Scheinwerferlicht angewendet. Im regulĂ€ren Alltag kann die Make-up-Technik dagegen zu maskenhaft wirken.

Booking / Booker
Der Booker arbeitet als Bindeglied zwischen der Modelagentur, dem Model und dem Auftraggeber. Er nimmt AuftrÀge von Kunden entgegen und vermittelt passende Models. Ist seine Vermittlung erfolgreich und wird das Model gebucht, nennt sich das "Booking".

Buyout
Besteht ein "Buyout" heißt das, dass der Kunde alle Rechte an den Bild- oder Videoaufnahmen eines Models besitzt. Die meisten Kunden arbeiten mit Buyouts, da sonst die Models selbst das Recht an ihren Bildern behalten wĂŒrden. Was heißt, dass die Kunden diese Fotos nicht fĂŒr ihre Zwecke nutzen können.

Call Back
Überzeugt ein Model beim Casting, bekommt sie ein Callback. Das heißt, sie ist in der engeren Auswahl fĂŒr den Job und der Kunde möchte sie nochmals sehen.

Callsheet
Im Callsheet werden die wichtigsten Informationen zu einer Produktion zusammengefasst. Es werden alle involvierten Personen inkl. Kontaktdaten aufgezÀhlt, genauso wie die Calltime und die Location.

Capsule Wardrobe
Die Capsule Wardrobe basiert auf dem Minimalismus-Prinzip. Statt Fast Fashion und einem ĂŒberfĂŒllten Kleiderschrank, wird bei der Capsule Wardrobe auf wenige, aber gut kombinierbare KleidungsstĂŒcke gesetzt.

Casting
Casting bezeichnet die Auswahl von Models oder anderen Talenten fĂŒr Dreharbeiten und Shootings. Wie ein Casting genau ablĂ€uft, kommt immer auf den zu vergebenen Job an. Im Modelbusiness wird meist von der Agentur und dem Booker eine Vorauswahl an Models getroffen, die sich dann beim Casting dem Kunden vorstellen dĂŒrfen.

Colorblocking
Colorblocking beschreibt einen Mode-Trend, bei dem KleidungsstĂŒcke und Accessoires in kontrastierenden Farben kombiniert werden.

Commercial
Commercial heißt ĂŒbersetzt einfach "Werbung". Ein Commercial-Shoot ist also ein Shooting, fĂŒr das Models fĂŒr Werbeaufnahmen, Werbespots oder Print gesucht werden. Da es bei solchen Aufnahmen nicht so sehr auf die perfekten Modelmaße ankommt, versteht man unter dem Begriff "Commercial Models" Models, die die klassischen Modelmaße von Laufstegmodels nicht ganz erfĂŒllen, aber durch ihre Ausstrahlung, Lebensfreude und ihre sympathische Art ĂŒberzeugen können.

Direct Booking
Der Begriff Direct Booking wird verwendet, wenn ein Model direkt und ohne Casting vom Kunden gebucht wird.

Dressman
Unter einem Dressman versteht man schlicht und einfach ein mĂ€nnliches Model. Der Begriff stammt aus den 60er Jahren – heute wird meist eher von "Male Model" oder "MĂ€nner Model" gesprochen.

Editorial Shooting
Bei einem Editorial Shooting werden in der Regel Aufnahmen fĂŒr eine Zeitschrift gemacht. "Editorial" bezeichnet im Journalismus einen Leitartikel, welcher oft mit einer Fotostrecke begleitet wird.

Ethno
Ethno-Look bezeichnet in der Fashion-Welt bunte Prints im orientalischen Stil. AufwÀndige Muster, Stickereien und Farben prÀgen den Ethno-Style.

Fitting
Fitting bezeichnet nicht nur die Anprobe von Kleidung, sondern auch, dass die Mode an das Model angepasst wird. Denn trotz Modelmaße haben die Models natĂŒrlich unterschiedliche Figuren.

Go See
Ein kurzer Castingtermin, bei dem sich das Model einem potentiellen Kunden vorstellt, nennt man Go See. Meistens geht es bei einem Go See nicht um einen konkreten Job, sondern um eine unverbindliche persönliche Vorstellung. Macht das Model beim Go See einen guten Eindruck, kann der Kunde es fĂŒr spĂ€tere Jobs vormerken.

Haute Couture
Haute Couture Mode ist die Mode von renommierten Designern, die man auf den Laufstegen der Welt zu sehen bekommt. Haute Couture besteht aus edlen Materialien und wird in Handarbeit hergestellt. Die handgefertigte Haute Couture Mode ist dabei nicht vorrangig fĂŒr den Alltag gedacht, sondern soll auf dem Laufsteg glĂ€nzen.

Influencer
Ein Influencer ist eine Art Testimonial bzw. ein Multiplikator, der auf seinen Social-Media-KanĂ€len bei seinen Followern/Abonnenten Aufmerksamkeit fĂŒr sich oder ein Produkt schafft. FĂŒr Influencer bieten sich vor allem Plattformen wie YouTube oder Instagram an. Im Gegensatz zu traditioneller Werbung erscheint die Meinung eines Influencers als authentischer und glaubwĂŒrdiger.

Lookbook
FĂŒr ein Model ist ein Lookbook quasi die Visitenkarte. In der Mappe finden sich die besten Aufnahmen des Models – zum Beispiel Arbeitsproben von verschiedenen Kunden oder speziell fĂŒr das Lookbook aufgenommene Fotos der Modelagentur. Wichtig ist, dass das Lookbook eine breite Auswahl an Looks und AuftrĂ€gen zeigt. So kann das Model zeigen, dass es wandlungsfĂ€hig ist.

Mannequin
Mannequin bezeichnet eine Schaufensterpuppe, an der Kleidung prĂ€sentiert wird. FrĂŒher nannte man Laufstegmodels Mannequins, um sie von den Fotomodels zu unterscheiden. Mittlerweile haben aber die Begriffe Fashion Model, Laufstegmodel oder Couture Model den Begriff Mannequin abgelöst.

Modelagentur
Eine Modelagentur vermittelt zwischen dem Model und dem Auftraggeber. In einer Modelagentur gibt es verschiedene Positionen. So ist es die Aufgabe des Modelscouts, neue Models zu entdecken, wĂ€hrend der Booker den Kundenkontakt ĂŒbernimmt. Bei der Wahl der Modelagentur ist allerdings Vorsicht geboten. Seriöse Agenturen verlangen kein Geld von Newcomer-Models. Stattdessen arbeiten Modelagenturen auf der Basis von Agenturprovisionen. Dabei liegt die durchschnittliche Agenturprovision in Deutschland bei 20 bis 30 Prozent.

Modelmaße
Wenn man von Modelmaßen spricht, meint man damit den idealen Brustumfang, Taillenumfang und HĂŒftumfang, die ein Model haben sollte. Die Maße fallen je nach Arbeitsumfeld verschieden aus, wobei dies nur Richtwerte sind. Heutzutage sind Modelmaße nicht mehr ganz so wichtig, stattdessen zĂ€hlen die Ausstrahlung und Persönlichkeit des Models immer mehr.

Maße fĂŒr High-Fashion & Catwalk Models: 84/60/89 (Brust/Taille/HĂŒfte)
Maße fĂŒr Commercial Models: 90/60/90
Maße fĂŒr MĂ€nnermodels: 100/80/100

OOTD
OOTD steht fĂŒr "Outfit of the day" und ist vor allem auf Instagram ein hĂ€ufig genutztes Hashtag unter welchem User ihr OOTD – also ihr Outfit des Tages – posten.

Paisley Muster
Paisley bezeichnet ein Stoffmuster, dessen Grundform ein blatt- oder tropfenÀhnliches Design darstellt. Oft sind Stoffe mit Paisley Muster sehr bunt mit sehr filigranem Design. Seinen Ursprung hat Paisley aus dem Boteh-Muster aus Persien.

Plus-Size-Model
Plus-Size-Models oder auch Curvy Models sind Models, die nicht den typischen – sehr schlanken – Modelmaßen entsprechen. Plus-Size-Models modeln also fĂŒr ÜbergrĂ¶ĂŸen, wobei die tatsĂ€chlichen Maße fĂŒr Curvy Models von Agentur zu Agentur verschieden festgelegt werden.

Sedcard
Die Sedcard ist das AushĂ€ngeschild eines Models. Neben Bildern enthĂ€lt die Sedcard auch Angaben zu GrĂ¶ĂŸe und Maßen. Außerhalb von Deutschland wird die Sedcard meist Comp Card genannt.

Showroom
Der Verkaufsraum von bedeutenden Modelabels wird Showroom genannt. Models fĂŒhren dort die neuste Kollektion der Designer vor. Anwesend sind vor allem EinkĂ€ufer und die Fachpresse.

Statement-Piece
Ein Statement-Piece ist ein besonderer Eyecatcher, der einem sonst recht schlichtem Outfit einen individuellen Stempel aufdrĂŒckt. Ein Statement-Piece kann verschiedenes sein, zum Beispiel eine Statement-Kette, ein bunter Schal oder gar eine Statement-Strumpfhose.

Testimonial
Ein Testimonial ist mit einem Influencer vergleichbar. Das Testimonial ist meist eine bereits bekannte Person, deren positives Image auf Produkte oder Dienstleistungen abfÀrben soll. 

Vegane Kleidung
Vegane Kleidung verzichtet auf jegliche tierischen Materialien wie Leder, Wolle oder Pelz. Auch auf Horn oder Perlmutt wird verzichtet, genauso wie auf Seide oder auch Bienenwachs, das hÀufig zur ImprÀgnierung von Regenjacken genutzt wird.

VELMA
VELMA ist eine AbkĂŒrzung und steht fĂŒr den Verband lizensierter Modellagenturen e.V. Dieser Verband setzt sich fĂŒr die Interessen von Modelagenturen und Models ein.