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Influencer sein ist mehr als nur ein Job! Mittlerweile werden erfolgreiche Social-Media-Persönlichkeiten mit vielen Abonnenten als echte Stars gefeiert. Die ganz Großen geben auf der Straße Autogramme, sie dürfen bei Events als VIP-Gäste über den roten Teppich laufen und in TV-Sendungen auftreten. Dank Instagram kann jeder berühmt werden. Auch du!

Was macht ein Influencer?

Das Wort Influencer geht auf den englischen Begriff "to influence" zurück und bedeutet auf Deutsch "beeinflussen". Influencer sind Menschen, die auf Social Media viele Abonnenten haben und somit eine große Reichweite. Sie werden von Firmen bezahlt, damit sie auf ihren Social-Media-Kanälen Produkte vorstellen und bewerben. Mit diesen Werbe-Postings verdienen Influencer Geld. Es ist quasi eine Win-Win-Situation: Der Influencer bekommt für seinen Werbebeitrag Geld. Die Produkte werden dadurch bekannter. Je mehr Abonnenten der Influencer hat, desto mehr Menschen werden auf das Produkt aufmerksam. Deshalb richtet sich die Bezahlung meistens nach der Anzahl der Abonnenten. 

Influencer werden: Mit diesen 10 Tipps funktioniert's

Du willst als Influencer durchstarten? Los geht's. Jeder kann auf Instagram groß rauskommen, dafür braucht man keine bestimmten Voraussetzungen wie einen Schulabschluss oder eine Ausbildung. Ein paar wichtige Punkte solltest du jedoch beachten, wenn du Erfolg haben willst. Hier sind 10 Tipps für dich, die dir beim Einstieg ins Influencer-Business helfen…

1. Finde deine eigene Nische

Für einen erfolgreichen Instagram-Account ist eines ganz besonders wichtig: echte Leidenschaft. Also überleg dir zuerst einmal, wofür du dich ganz besonders begeistern kannst: Du interessierst dich für die neueste Technik? Du gehst jeden Tag ins Fitnessstudio und lernst in deiner Freizeit viel über eine bestimmte Ernährung? Du bist mit deinen Klamotten voll im Trend und kennst dich in der Welt der Mode besonders gut aus? Oder du liebst Reisen und bist ständig unterwegs? Noch besser wäre es natürlich, wenn du ein ganz spezielles Hobby mit deinen Followern teilen kannst. Die Konkurrenz von Fashionistas und Reisebloggern auf Instagram ist hoch. Aber auch hier hast du Chancen, wenn du mit einem besonders professionellen Account hervorstichst. Wichtig ist, dass du von Anfang an weißt, was du mit deinem Instagram-Account erreichen willst. Wenn du dein Ziel kennst, kannst du es auch konsequent verfolgen.

2. Entwickle einen eigenen Stil

User lieben Accounts, die einen einzigartigen Stil entwickeln. Viel Weißraum und minimalistische Details kommen immer gut an. Aber auch knallbunte Fotos finden viele Fans. Hauptsache ist aber, du findest deinen ganz persönlichen Stil und bleibst ihm treu. Am Anfang kannst du dich ruhig ein wenig ausprobieren, auf Dauer solltest du deine Aufnahmen aber möglichst auf die immer selbe Weise bearbeiten oder mit ähnlichen Filtern versehen. Zudem sollten natürlich die Bascis stimmen: Achte darauf, dass deine Bilder scharf und richtig ausgerichtet sind. Auch der Hintergrund sollte gut ausgewählt werden. In Kombination mit einem außergewöhnlichen Stil sorgt das dafür, dass dein Account bereits auf den ersten Blick professionell und durchdacht wirkt.

Beauty Blogger bei einem Event ©GettyImages
Blogger testen auf Make-up Events neue und unveröffentlichte Beauty-Produkte © 2017 Getty Images

3. Hashtags richtig verwenden

Hashtags sind vor allem am Anfang das einfachste Mittel, eine Reichweite zu erzielen, die deine Followerzahlen weit übersteigt. Wichtig ist natürlich, dass du Hashtags auswählst, die gut zu deinem Bild passen. Am besten googelst du, welche Hashtags andere User für ähnliche Bilder verwenden. Es gibt Seiten, die zum Beispiel alle Hashtags zu einem bestimmten Thema auflisten. Auch auf die Sprache solltest du achten: Englische Hashtags bringen zwar meist eine höhere Reichweite mit, wenn du deine Posts aber auf Deutsch schreibst, ergibt es mehr Sinn, auch deutsche Hashtags zu nutzen. Deine Follower sollen deine Texte ja auch lesen können. Wenn du Englisch kannst, solltest du aber auch auf Englisch schreiben. So spricht du eine viel größere Zielgruppe an. 9 bis 11 Hashtags sind eine gute Richtlinie – ob du sie direkt in dein Posting oder in den ersten Kommentar packst, bleibt ganz dir überlassen.

4. Sei aktiv

Poste regelmäßig und erzähle deinen Followern, was du im Moment machst und was dich beschäftigt. Wenn du kleine Einblicke in deine Gedankenwelt gibst, hinterlassen andere User mehr Likes und Kommentare. Gib im Gegenzug aber auch etwas zurück: Statte einen Gegenbesuch ab und herze Bilder, die dir gefallen. Schau dir relevante Hashtags an und hinterlasse ein paar Kommentare bei anderen Instagrammern aus deinem Themengebiet. Bei dem einen oder anderen findest du sicher auch Inspiration, die du für deinen eigenen Account nutzen kannst.

5. Qualität statt Quantität

Regelmäßig zu posten bedeutet aber nicht, deine Follower alle ein bis zwei Stunden oder noch öfter mit Bildern zu bombardieren. Darunter würde auch die Qualität deiner Bilder leiden. Drei bis maximal vier Posts am Tag sind eine gute Richtlinie. Viele erfolgreiche Accounts schwören aber auch darauf, nur ein Bild pro Tag zu posten. Auch die Uhrzeit spielt beim Posten eine Rolle: Bilder, die am Morgen oder abends gepostet werden, sind oft erfolgreicher. Instagram werden am häufigsten auf dem Weg zur Arbeit oder nach Feierabend gecheckt – und nur dann haben die User auch wirklich Zeit, sich ausgiebig damit zu beschäftigen und Kommentare zu hinterlassen.

Stöbere jetzt durch die 10 Profi-Tipps der Influencer und erfahre, wie du sensationelle Bilder für Instagram machen und bearbeiten kannst.

6. Bleib du selbst

Am allerwichtigsten ist: Sei authentisch. Bleib dir selber treu und verstelle dich nicht, nur um deinen Followern zu gefallen. Und vor allem: Heb nicht ab, nur weil du die 1.000- oder 10.000-Follower-Marke knackst. Denn so schnell, wie die Follower da sind, wenn du alles richtig machst, sind sie auch wieder weg, wenn du in Ungnade fällst.

Bleib vor allem bei deinen Werbe-Postings authentisch. So cool das auch ist, vor allem am Anfang, endlich bezahlte Anfragen zu bekommen: Es kann schnell nach hinten los gehen, wenn du alles ungefiltert annimmst.  Wenn du zum Beispiel einen Account hast, bei dem Nachhaltigkeit eine wichtige Rolle spielt, prüfe, ob das beworbene Produkt den Standards der Nachhaltigkeit entspricht. Sonst hast du am Ende nur wütende und enttäusche Abonnenten, die ganz schnell auf Entfolgen drücken.

7. Sei geduldig 

Es ist noch kein Social Media-Star vom Himmel gefallen! Selbst die ganz großen Influencer haben mal klein angefangen. Es kann ein Weilchen dauern, bis dein Account groß wird. Meistens wächst die Abonnentenzahl langsam und ja, es kann frustrierend sein, wenn man seit Monaten postet und postet –und es passiert einfach nichts. Bleibe weiter dran, wenn du es ernst meinst. Und bitte keine Follower kaufen! Dieser Trick bringt dir zwar auf einen Schlag viele Abonnenten, doch die meisten Firmen erkennen die Masche und bieten dann keine Kooperationen an.

8. Trends im Blick haben

Wer dauerhaft erfolgreich auf Instagram sein will, muss Trends schnell erkennen und sie umsetzen. Seit einigen Monaten ist zum Beispiel die Instagram-Funktion Reels enorm wichtig für Influencer. Reels sind kurze Videos, die du auf Insta drehen, schneiden und posten kannst. Bewegbilder kommen im Moment richtig gut an. Das heißt für dich: Wenn du Bilder für dein Instagram-Account machst, am besten auch gleich ein paar Videos drehen.

9. Mach den ersten Schritt

Wenn du eine bestimmte Anzahl an Abonnenten erreicht hast, heißt es nicht, dass dir Agenturen und Unternehmen mit Anfragen sofort die Bude einrennen. Es gibt sehr viele Influencer da draußen und manchmal muss man ein wenig nachhelfen, um auf sich aufmerksam zu machen. Viele Firmen haben selbst Instagram-Kanäle – kommentiere und like ihre Fotos! So ist die Chance größer, dass sie dich wahrnehmen. Du kannst darüber hinaus natürlich selbst aktiv werden und Anfragen über Instagram oder E-Mail an Unternehmen verschicken und nachfragen, ob sie Lust auf eine Kooperation mit dir haben. 

10. Nutze andere Social-Media-Plattformen

Neben Instagram gibt es einige weitere Apps, auf denen du Fans und Follower sammeln und sie auf deinen Instagram-Account umleiten kannst. TikTok gilt dafür als beliebteste Social-Media-Plattform. Starte also am besten auch einen TikTok-Account, auf dem du deine Instagram-Seite angibst. Auch auf TikTok kannst du übrigens als Social Media-Star voll durchstarten. Mittlerweile gibt es in Deutschland so einige berühmte TikToker.

Was braucht ein Influencer? Diese Eigenschaften solltest Du haben 

Die wichtigsten Eigenschaften, um als Influencer durchzustarten, sind: Leidenschaft für das, was du tust und natürlich Geduld. Wer als Influencer groß rauskommen will, braucht jedoch noch eine Handvoll mehr Eigenschaften. 

Du solltest offen sein und keine Angst haben, dich vor der Kamera zu präsentieren. Immerhin musst du als Influencer Produkte bewerben, also auch höchstwahrscheinlich vor der Kamera darüber sprechen. Kreativität ist ebenfalls als Influencer gefragt. Denn natürlich wollen Kunden, dass ihr Produkt auf eine interessante und einzigartige Art und Weise auf Social Media vorgestellt wird. Firmen finden es gar nicht gut, wenn man ihr Produkt zum Beispiel genauso promotet wie ein Produkt von einer anderen Firma. Außerdem steht Zuverlässigkeit ganz oben auf der "Haben muss"-Liste, wenn du ein erfolgreicher Influencer werden willst. 

Du musst dich an die Vereinbarungen und an die abgemachten Posting-Termine halten. Wer ein bisschen verplant ist und gerne mal Termine verschwitzt, sollte sich daher unbedingt einen Kalender zulegen.  

Pro und Contra: Solltest Du heute noch Influencer werden?

Immer mehr Menschen träumen davon, Influencer zu werden. Das hat auch einen Grund. Denn das Leben als erfolgreicher Social Media-Star ist aufregend und bunt. Man bekommt viele Einladungen und Geschenke, reist viel und lernt jede Menge neue Leute kennen. Zudem kann man von überall aus arbeiten, sich die Arbeitszeiten selbst einteilen und sich im besten Fall mit Themen beschäftigen, für die man selbst mit vollem Herzen brennt. Klar, Geld spielt ebenfalls eine Rolle: Wer viele Abonnenten und somit viele Kunden hat, verdient richtig gut und muss sich vorerst keine Sorgen das Finanzielle machen. Mit viel Glück gibt es auch noch eine Portion Fame obendrauf. Die ganz großen Influencer werden immerhin als Stars gefeiert, sie haben nicht nur Abonnenten, sondern echte Fans. 

Doch das Influencer sein hat auch Schattenseiten, die vielen nicht bewusst sind. Gerade am Anfang investieren Neulinge viel Zeit, verdienen aber keinen Cent. Eine Erfolgsgarantie gibt es nicht. Auch negative Kommentare würden als Influencer sehr wahrscheinlich zu deinem Alltag gehören. Um daran nicht zu zerbrechen, brauchst du auf jeden Fall ein dickes Fell. Viele glauben bis heute, Influencer würden nicht viel arbeiten. Eben mal schnell ein Foto am Tag schießen – that's it. So läuft's aber nicht! Influencer müssen sich immer wieder neuen spannenden Content einfallen lassen und umsetzen. Sie sind ständig am Handy, Social-Media-Detox ist nicht drin. Und: Wer kein eigenes Management hat, muss selbst seine Verhandlungen mit Kunden führen, Verträge abschließen, Content-Ideen absprechen und sich um seine Finanzen kümmern.

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