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Depression, Angst oder Zwangsstörungen?

Psychische Störungen

Viele Menschen leiden unter einer psychischen Störung – in jedem Falle mehr als man glauben mag. Man sieht es den Betroffenen und eben selten an. Dabei können sich psychische Erkrankungen total unterschiedlich bemerkbar machen. Trotzdem sind die nicht immer leicht auseinanderzuhalten. Für alle Arten gilt jedoch: Sie beeinträchtigen das Leben des Betroffenen – und das in einem hohen Maße.

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Psychische Erkrankungen: Was heißt das eigentlich?

Da es so viele unterschiedliche psychische Störungen gibt, ist es hat nicht so leicht, eine Antwort auf diese Frage zu geben. In der Regel handelt es sich um Beeinträchtigungen der Wahrnehmung sowie der Gefühlswelt. Auch das eigene Verhalten, die persönliche Denkweise oder die Fähigkeit zu „normalen“ sozialen Beziehungen können eingeschränkt sein. Sobald diese Beeinträchtigungen chronisch werden, kann von einer psychischen Störung gesprochen werden. Das heißt: Eine Phase, in der man sich traurig, matt und antriebslos fühlt, muss noch keine Depression sein.

Auch die Ausprägung einer Erkrankung ist von Mensch zu Mensch anders: So gibt es zum Beispiel Menschen, die unter einer Zwangsstörung leiden, diese im Alltag aber gut im Griff haben. Grundsätzlich aber gilt bei den meisten Erkrankungen psychischer Art, dass sie sich bei ausbleibender Behandlung ausweiten können. Die Symptome können sich verschlechtern und weitere hinzukommen. So kann ein Mensch mit einer unbehandelten Angststörung langfristig zusätzlich eine Depression oder einen Kontrollzwang entwickeln.

Depression: Was verbirgt sich dahinter?

Die Depression gehört zu einem der häufigsten Krankheitsbilder unter den psychischen Störungen. Sie kommt in unterschiedlichen Schweregraden sowie auch in verschiedenen Symptomen zum Ausdruck. Antriebslosigkeit, Müdigkeit, Schwermut sowie ein grundsätzlicher Verlust des Interesses an verschiedenen Dingen sind häufig charakteristisch für eine Depression – kein Bock auf gar nichts, eben. Die Ursachen für die Ausbildung einer Depression sind mindestens ebenso vielseitig wie die Symptome: Die Beschaffenheit der eigenen Persönlichkeit, genetische Veranlagung, aber auch eine Störung des Stoffwechsels im Gehirn können ursächlich sein. Die Folgen einer Depression können vom sozialen Rückzug bis hin zur Ausbildung von Suchtproblematiken oder auch dem Suizid reichen. Eine Behandlung ist deshalb zwingend erforderlich.

Angststörung: Wann macht Angst krank?

Angsterkrankungen verschiedener Natur gehören in der heutigen Zeit zu den häufigsten psychischen Störungen. Dabei ist Angst eigentlich eine vollkommen normale Reaktion, die dem Menschen seit jeher das Überleben gesichert hat. Wenn Angstzustände allerdings chronisch werden, können sie Betroffene in ihrem Alltag derart einschränken, dass ein enormer Leidensdruck entsteht. Es existieren verschiedene Arten von Angststörungen, von den spezifischen Phobien bis hin zu sozialen oder generalisierten Angststörungen. Ursächlich kann ein bestimmtes Erlebnis, aber auch genetische Veranlagung sein. Betroffene entwickeln dabei nicht selten zusätzliche psychische Störungen wie etwa Depressionen oder eine Suchtproblematik. Soziale Isolation oder auch der Gedanke an einen Suizid können weitere Folgen sein.

Zwangsstörung: Wann sind Handlungen zwanghaft?

Auch die Zwangsstörungen sind relativ häufig zu finden. Die Abgrenzung zwischen zwanghaftem und „normalem“ Verhalten fällt häufig nicht ganz leicht. Betroffene leiden unter negativen Zwangsgedanken und versuchen oftmals, diese durch irrationale und immer wieder ausgeführte Zwangshandlungen zu beseitigen. Schuldgefühle, Ekel oder auch Ängste spielen im Zusammenhang mit Zwangsstörungen eine große Rolle. Wer etwa unter einem Waschzwang leidet, muss aus Angst vor Bakterien oder Keimen immer wieder verschiedene Hygienemaßnahmen durchführen. Besonders belastend: Menschen, die unter einer Zwangsstörung leiden, sind sich der Unsinnigkeit ihrer Handlungen häufig bewusst, können sich aber nur durch deren Durchführung Erleichterung verschaffen. Auch Zwangsstörungen gehen häufig mit sozialer Isolation einher und münden nicht selten in der Depression. Wie bei allen psychischen Störungen gilt auch hier die Devise: Je früher eine Diagnose mit anschließender zielgerichteter Behandlung einsetzt, umso schneller können Betroffene wieder ein unbeschwertes und uneingeschränktes Leben führen.

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