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Schnelle Hilfe bei Hautrötungen

Staffel 202015.04.2020 • 09:00

Es gibt viele Gründe für Rötungen im Gesicht - schöne Momente, Irritationen durch falsche Pflege, Hautunreinheiten oder allergische Reaktionen. Doch wie kann man diese verhindern oder bekämpfen? Beauty-Expertin Susanne Krammer zeigt Tipps und Tricks.

Hautrötungen: Was hilft bei Rötungen im Gesicht?

Rosige Bäckchen lassen uns strahlen. Rote Flecken sehen ungesund aus. Wir erklären dir den Unterschied, wann und warum die Haut gereizt reagiert, woher Hautrötungen kommen und vor allem was bei Rötungen im Gesicht hilft.

Ursachen: Woher kommen Hautrötungen?

Die Haut rötet sich dann, wenn ihre Durchblutung erhöht ist, entweder punktuell oder im ganzen Gesicht. Das kann ganz harmlose Ursachen haben wie:

  • Schämen
  • Hitze
  • Kälte
  • Anstrengung

Wenn die Rötung allerdings in Kombination mit Juckreiz, trockenen Stellen, Pusteln oder Schüppchen auftritt, anschwillt, spannt oder gar schmerzt, dann solltest du der Sache auf den Grund gehen. Dann könnte die Ursache für die Hautrötung auch eine der folgenden sein:

  • Eine allergische Reaktion
  • Hautirritationen: durch falsche Pflege oder andere äußere Einflüsse
  • Sonnenbrand
  • Erweiterte Blutgefäße
  • Entzündungen
  • Empfindliche Haut: Schließlich können die Rötungen auch durch Veranlagung auftreten. Dein Hauttyp reagiert, dann aufgrund einer gestörten Schutzbarriere und überempfindlicher Nervenfasern besonders sensibel auf Reize. Empfindliche Haut reagiert schneller und stärker auf Temperaturveränderungen, Wind und hautirritierende Pflegeprodukte. Dabei kann jeder Hauttyp betroffen sein, egal ob trockene, fettige oder Mischhaut.

Was tun bei Hautrötungen?

Solange die Rötung nur vorübergehend wegen einer gut angekurbelten Durchblutung auftritt, muss nichts dagegen unternommen werden. Im Gegenteil, das ist sogar sehr gut für die Haut. Wir haben in diesem Clip sogar die besten Gesichtsmassagetools unter die Lupe genommen, um unsere Pflege mit einer besser durchbluteten Haut zu unterstützen.

Für Rötungen, die nicht von alleine wieder verschwinden, haben wir hier die besten Tipps, Tricks und Hausmittel.

Gerötete Haut bedeutet, dass die natürliche Schutzbarriere deiner Haut gestört ist. Aber sie kann sich wieder regenerieren. Dafür braucht sie nur die richtige Pflege die sie während dieser hypersensiblen Zeit unterstützt. Nach ca. acht Wochen sollte sich die Haut zwar wieder stabilisiert haben, aber um einen Rückfall vorzubeugen, solltest du die sanfte Pflege beibehalten.

Die Pflege während dieser Zeit sollte unparfümiert, rückfettend und frei von Konservierungsstoffen sein. Das kann ein spezielles Gesichtsöl oder eine Creme für empfindliche, gerötete Haut sein. Wichtig ist viel Feuchtigkeit und Sonnenschutz, da die Haut schneller austrocknet und empfindlicher reagiert als gewöhnlich. 
Inhaltsstoffe wie Hyaluron, Dexpanthenol oder Urea helfen der Haut Feuchtigkeit zu speichern. Das ist wichtig für die Regeneration. Vitamin B5 oder pflanzliche Linolsäure helfen Hautreizungen und -Rötungen zu lindern. Vitamin C festigt die Wände der Blutgefäße und schützt die Hautzellen vor freien Radikalen.

  • Thermalsprayist optimal für die schnelle Hilfe zwischendurch und als Vorbereitung vor der Creme. Das Thermalwasser wirkt reizmildernd und entzündungshemmend. 

    Extra Taff-Tipp: Bei akuten Rötungen Kompressen mit dem Wasser besprühen und sie auf die betroffenen Stellen legen.

  • Ein spezielles kühlendes Gel kann punktuelle auf betroffene Stellen aufgetragen werden, bevor du das ganze Gesicht mit der schonenden Tagespflege behandelst.
  • Salicylsäure klingt erst mal viel zu aggressiv für gereizte gerötete Haut. Sie kann aber zum essenziellen Pflegestep werden. Gegen Pickel und Unreinheiten ist sie dank der tiefen reinigenden Wirkung super effektiv. Aber zudem wirkt sie auch entzündungshemmend und lindert Rötungen. Als Wirkstoff in der Reinigung unterstützt sie den Regenerationsprozess der Haut. Immer vorsichtig: Sollte die Haut trotzdem empfindlich reagieren, gönne ihr eine Pause. 
  • Die Centella Asiatica , oder auch Indischer Wassernabel steckt mit all seinen heilenden nährenden Eigenschaften in sogenannten Cica Creams. Die reichhaltige Pflege wirkt stark Feuchtigkeitsspendend gerade bei gereizter und empfindlicher Haut und hilft ihr bei der Regeneration und beim Schutz nach außen.
  • Aloe Vera kann tief in die Dermis eindringen, beruhigt, kühlt und befeuchtet gereizte Haut, wirkt entzündungshemmend und hilf der Haut sich wieder zu regulieren und regenerieren. Aber das Beste an dem pflanzlichen Gel: Es kann pur verwendet werden, ohne Zusatzstoffe oder Chemie und bietet so keine Risiken bereits gereizte Haut weiter zu belasten.
  • Avocadoöl ist ein weiterer optimaler ganz natürlicher Hauthelfer gegen Rötungen, da es gut rückfettend wirkt und dabei sehr hautfreundlich und leicht verträglich ist. Vitamin A, D, E und F und stärken die Haut und unterstützen sie bei der Regeneration.
  • Schwarzer Tee hilft, allerdings nicht von innen, sondern von außen dank seiner natürlichen Gerbstoffe gegen Hautrötungen. Die Gerbstoffe haben naturgegebene juckreizstillende, schmerzstillende, sowie entzündungshemmende Eigenschaften. Sie unterstützen die Haut bei der Wundheilung und wirken zusammenziehend, wodurch sich die Haut besser schützen kann. 
    Einfach Kompressen in kalten Tee tränken und für etwa 15 Minuten auf das Gesicht legen. Danach sofort eincremen, um die Feuchtigkeit in der Haut einzuschließen.
    Alternativ wirken auch Kamillentee und Grüntee beruhigend und gleichzeitig schützend. 
  • Da der Regenerationsprozess der Haut sehr lange dauern kann gibt es noch einen weiteren Weg die Rötungen wenigstens vorübergehend loszuwerden, nämlich indem du sie versteckst. Color Corrector, Concealer und Foundation lassen Flecken und Hautrötungen einfach verschwinden. Solange du darauf achtest, dass sie nicht zu belastend für die Haut sind und du sie abends immer gründlich abschminkst, spricht nichts dagegen. In dem Clip zeigen wir dir wie du Pickel richtig abdeckst und rote Stellen kaschierst.

Hautrötungen vorbeugen: Das kannst du gegen Rötungen im Gesicht machen

Zudem empfiehlt es sich natürlich auf die Auslöser zu achten, zu beobachten was Rötungen verursacht, diese zu vermeiden und die Haut zu schützen.

  • Unbedingt Sonnenbrand vermeiden. Da die Haut dabei langfristige Schäden davontragen kann, solltest du sie immer vor der Sonne schützen, aber ganz besonders, wenn sie sowieso zu empfindlichen, leicht reizbaren Rötungen neigt. Mehr zum Thema Sonnenschäden und Tipps für Sonnenschutz findest du in diesem Clip.
  • Alkohol weitet die Blutgefäße und verstärkt die Durchblutung. Die Haut rötet sich und man kommt schneller ins Schwitzen.
  • Allergieauslösern kannst du gezielt aus dem Weg gehen.
  • Für viele ist auch zu scharfes Essen ein Auslöser für Hautrötungen, der sich vermeiden lässt. 
  • Stress möglichst reduzieren oder ganz vermeiden. Denn Stress beeinflusst die Immunfunktion der Haut, sodass bei anhaltender Belastung das geschwächte Immunsystem Bakterien, Pilze und Viren nicht mehr erfolgreich abwehren kann.

Neben diesen Don’ts kannst du außerdem auf folgende Dos achten:

  • Die Pflegeprodukte auf den eigenen Hauttyp abstimmen. Häufig reagiert die Haut empfindlich, weil die Produkte einfach nicht zu ihren Bedürfnissen passen. Hier erklären wir dir ausführlich wie du die richtige Hautpflege für deinen Hauttyp findest.
  • Am besten die komplette Pflegeroutine an die Haut anpassen. Nicht nur die Gesichtscreme, sondern auch die Reinigung und alle Steps der Pflegroutine sollten an deinen Hauttyp angepasst sein.
  • Peelings sind zwar ein wichtiger Step in der Gesichtspflege, aber bei empfindlicher zu Rötungen neigender Haut mit Vorsicht zu genießen. Hier kommt es auf die richtige Methode an. Beim Enzym-Peeling kommen Enzyme zum Einsatz, die Proteine an der obersten Hautschicht spalten und damit abgestorbene Zellen ablösen. Sie sind auch für sensible Haut leicht verträglich.
  • Das Gesicht lieber mit kühlem Wasser, oder lauwarm, reinigen. Kaltes Wasser hilft sogar die Blutgefäße zusammenzuziehen. Hitze würde diese eher öffnen und die Haut zudem unnötig belasten. Insgesamt sind zu extreme Temperaturen für empfindliche Haut ein Stressfaktor, der sich vermeiden lässt.