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Bekannt als "Sternfabrik": Wo & wann der Orionnebel gut zu sehen ist

23.11.2021 • 11:32

Der Orionnebel ist eine der aktivsten Sternentstehungsregionen. Schon die Maya beobachteten ihn und sahen ihn als "das kosmische Feuer der Schöpfung". Doch wo und wann ist er zu sehen? Hier ein paar Fakten zur großen "Sternfabrik".

Was ist der Orionnebel?

Orion, der Jäger, ist das wohl bekannteste Wintersternbild und in besonders dunklen Nächten sogar mit dem bloßen Auge sichtbar. Wenn man in einer klaren Winternacht Richtung Süden blickt, kann man die leuchtkräftigen Sterne des Orion deutlich erkennen.

Und das Sternbild ist nicht nur außergewöhnlich hell, es hat mit dem Orionnebel auch eines der aktivsten Sternentstehungsgebiete. Als Nebel bezeichnet man Gas- und Molekülwolken im All, die durch umliegende Sterne zum Leuchten angeregt werden.

Woraus besteht der Orionnebel?

Der Orionnebel ist etwa 1.350 Lichtjahre von uns entfernt, was in galaktischen Dimensionen sogar recht nah ist. Der Nebel besteht hauptsächlich aus Wasserstoff und sein Durchmesser liegt bei etwa 30 Lichtjahren. Dieser Emissionsnebel reflektiert nicht nur das Licht der umliegenden Sterne – ihre energiereiche Strahlung bringt den Nebel selbst auch zum Leuchten.

Selbst wenn der Orionnebel grundsätzlich von August bis April am Himmel zu sehen ist, leuchtet er während der Wintermonate für uns besonders stark. Er geht spät am Abend auf und bleibt bis zum frühen Morgen sichtbar. Wer ein ordentliches Fernglas zu Hause hat, kann einzelne Strukturen schon recht gut erkennen. Noch besser ist die Sicht natürlich mit Hilfe eines Teleskops.

So lässt sich der Orionnebel fotografieren

Besonders spektakuläre Bilder des Nebels sind meist eine Kombination aus mehreren Aufnahmen. Sie machen die genauen Strukturen und unterschiedlichen Farben natürlich wesentlich intensiver sichtbar.

Astrofotografen raten zu einer Belichtung von bis zu 50 Sekunden, um die einzelnen Sterne unterscheidbar zu machen. Generell gilt: je dunkler die Umgebung, desto besser das Ergebnis. Es lohnt sich also bei klarem Nachthimmel eine Fahrt aufs Land oder in die Berge, um eine besonders gute Aufnahme des Orionnebel zu machen.

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