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Fitness-Gadgets im Test

Bauch, Beine, Po: Diese neuen Gadgets sollen das Fett einfach dahin schmelzen lassen, ohne Fitnessstudio. Karin und Julia machen den Test. Wird ein Bauch-Weg-Gürtel halten was er verspricht?

04.09.2012 19:00 | 4:50 Min | © ProSieben. ProSieben.de nutzt Material von www.tmz.com

Kann das Fitness-Gadget den Bauchgürtel-Test bestehen?

Es klingt auf jeden Fall verlocken: Ganz ohne Schwitzen sollen die Pfunde purzeln. Bequem zuhause, ohne große Geräte oder zeitaufwendige Übungen – das versprechen zumindest viele Hersteller der beliebten Fitnessgürtel. Wer seine Körpermitte optimieren möchte, greift da schnell zum Bauchgürtel. Immerhin gibt es die Teile mittlerweile schon zu recht günstigen Preisen zu kaufen und durch Batteriebetrieb sind sie überall und relativ unauffällig einsatzbereit.

Wenn der Sommer naht, machen sich viele Gedanken über die eigene Figur.
Wenn der Sommer naht, machen sich viele Gedanken über die eigene Figur.

Simples Prinzip

Auch das Prinzip klingt simpel: Die meist aus einem neopren-artigen Stoff bestehenden und mit Elektroden besetzten Bauchgürtel werden auf der gewünschten Höhe um die Körpermitte gelegt und per Klettverschluss geschlossen. Danach muss an der kleinen Steuereinheit noch die gewollte Intensität und Dauer eingestellt werden und schon kann der private Bauchgürtel-Test starten. Dabei kann der Träger sich frei bewegen und seinem normalen Tagesablauf nachgehen. Bauchmuskeln im Schlaf, wenn man so will.

Wie funktioniert der Bauchgürtel?

Die Funktionsweise der Bauchgürtel beruht auf dem Prinzip der elektrischen Muskelstimulation, kurz EMS. Die in den Gürtel integrierten Elektroden senden kleine elektrische Impulse an die Muskulatur, imitieren so die natürlichen Nervenimpulse eures Körpers und sorgen dafür, dass sich die Muskeln zusammenziehen und wieder lösen, ganz ähnlich wie bei echten Sit-ups. Experten raten dazu, den Bauchgürtel vier- bis fünf Mal pro Woche für jeweils mindestens 30 Minuten zu benutzen, um schnell gute Ergebnisse zu erzielen.

Ersetzt der Bauchgürtel das Sportprogramm?

Viele, die sich auf den positiven Bauchgürtel-Test aus der Werbung verlassen, machen sich jedoch nicht bewusst, dass der Körper Fett nicht sofort und auch nicht an einer bestimmten Stelle verbrennt, sondern Gewicht nur im Ganzen reduziert werden kann. Gezielte Übungen helfen dabei, die gewünschten Stellen noch zusätzlich zu definieren, aber so lange die Fettschicht über den Muskeln nicht dünner wird, ist das trotzdem nicht – oder kaum – zu sehen. Wenn ihr also mit Hilfe eines Bauchgürtels zur schlankeren Taille kommen möchtet, ist es eine gute Idee, auch eure Ernährung umzustellen.

Die Ernährung macht's

Wenn ihr euren Bauchgürtel-Test wirklich erfolgreich abschließen wollt, kommt ihr um eine ausgewogene Ernährung nicht herum. Euer Körper braucht nicht nur genügend Vitamine und Mineralstoffe, sondern auch Eiweiß, um Muskeln bilden zu können. Außerdem hilft auch der beste Bauchgürtel nichts, wenn ihr mehr Kalorien zu euch nehmt, als ihr verbrennen könnt. Technisches Helferlein und Sport verbrauchen zwar Energie, die alleine reicht aber häufig noch nicht aus, um sich in Form einer schmaleren Silhouette bemerkbar zu machen.

Gesunde Ernährung ist ein Muss.
Gesunde Ernährung ist ein Muss.

Der Bauchgürtel-Test: Helfer aber keine Wunderwaffe

Auch wenn es noch so schön wäre, die Geräte alleine können keine Wunder bewirken. Ihr müsst euren Bauchgürtel-Test jetzt aber trotzdem nicht frustriert abbrechen, denn zur Unterstützung taugen die Teile durchaus. Wenn ihr den Gürtel beispielsweise während des normalen Trainings einsetzt, kann er eure Ergebnisse tatsächlich verbessern und nach vier bis sechs Wochen zu sichtbaren Erfolgen führen. Dazu eigenen sich besonders auch Geräte mit verschiedenen Trainingsprogrammen. Durch die unterschiedlichen Schwierigkeitsstufen könnt ihr eure Muskeln mit steigender Fitness auch entsprechend mehr fordern. Außerdem verstärken die elektrischen Impulse der Bauchgürtel im Test die Aktivität der Muskeln, sodass beispielsweise Sit-ups oder andere Übungen mit dem eigenen Körpergewicht effektiver ausgeführt werden. Das wiederum führt dazu, dass mit zunehmender gerader und schräger Bauchmuskulatur die Silhouette schmaler wirkt. Zudem wird der Bauch gestützt und die Organe des Bauchraums leicht nach innen gedrückt, was optisch schlanker macht.

Sind Bauchgürtel gesundheitsschädlich?

Bauchgürtel arbeiten mit elektrischen Impulsen und sind somit für Personen, die beispielsweise einen Herzschrittmacher tragen, nicht zu empfehlen. Alle anderen, gesunden Menschen, können den Bauchgürtel-Test allen Vorurteilen zum Trotz bedenkenlos durchführen. Die Geräte bedienen sich derart schwacher elektrischer Impulse, dass dadurch weder Muskeln, noch Nerven oder anderes Körpergewebe geschädigt werden können. Von Wasser haltet ihr den Bauchgürtel aber trotzdem besser fern. Wie jedes elektrische Gerät verträgt er sich nicht gut damit. Feucht abwischen ist dagegen meist problemlos möglich.

Um altbewährte Sportübungen kommt ihr auch mit Bauchgürteln nicht herum.
Um altbewährte Sportübungen kommt ihr auch mit Bauchgürteln nicht herum.

Was ist sonst noch wichtig?

Wenn ihr einen Bauchgürtel testen wollt, ist es wichtig, auf die richtige Größe zu achten. Sitzt der Gürtel zu eng, kann die Technik durch das feste Ziehen beschädigt werden. Ist der Bauchtrainer jedoch zu locker, können die Elektroden verrutschen und sind nicht mehr wirksam. Neben den Bauchgürteln gibt es auch Varianten für Arme, Po, Beine und Co. Diese arbeiten nach demselben Prinzip wie die Bauchgürtel und können auch hier eine gute Trainingsunterstützung sein.

Fazit: Wenn ihr den Bauchgürtel-Test machen möchtet, ist es ratsam, zusätzlich über eine Ernährungsumstellung und geeignete Sportübungen nachzudenken. Varianten für Arme, Beine und Po können auch an diesen Stellen zu Hilfe genommen werden. Die Geräte können zwar eine Unterstützung beim Muskelaufbau und der Fettverbrennung liefern, Wunder bewirken sie aber nicht, schon gar nicht alleine. Ganz ohne Schwitzen kommt ihr also leider doch nicht zur Wunschfigur.

Wenn ihr mehr zum Thema erfahren möchtet, schaut euch einfach die folgenden Videos an:

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