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Füchse als Haustiere? Forscher entdecken ein Haustier-Gen

08.08.2018 • 16:50

Füchse als Haustiere? Völlig undenkbar, oder? Doch Forscher haben ein Experiment gestartet um wilde Füchse zu zähmen. Und tatsächlich: Über Jahrzehnte hinweg stellen Forscher nun genetische Veränderungen der Tiere fest. Mehr dazu erfahrt ihr im Clip.

Die Lieblingshaustiere der Deutschen sind wohl Hunde oder Katzen. Doch eignet sich eigentlich auch der Fuchs als Haustier? Lässt sich das wilde Tier überhaupt zähmen? Das wollte auch der sowjetische Biologe Dmitrij Beljaew wissen und startete im Jahr 1959 ein Experiment.

Experiment: Lassen sich Füchse zähmen?

Vor rund 60 Jahren begannen russische Forscher in einer Versuchsanlage in Sibirien Füchse zu menschenfreundliche Haustiere zu machen. 
Dafür wurden 30 männliche und 100 weibliche halbwilde Füchseausgewählt. Diese wurden in drei Gruppen aufgeteilt: Die aggressiven Füchse und die zahmeren Tiere. In der dritten Gruppe wurde kaum in die Fortpflanzung eingegriffen. In den anderen beiden Gruppen wurden für die Fortpflanzung die fünf bis zehn Prozent aggressivsten- bzw. zahmsten Tiere ausgewählt.

Wie sich die Füchse über die Jahre entwickelt haben, erfahrt ihr im Video.

Genveränderung über Generationen

Nun haben Forscher zudem das Erbgut der gezähmten Füchse genauer unter die Lupe genommen. Das überraschende Ergebnis: In 103 Genomregionen wurden Unterschiede zu den wilden Füchsen gefunden, wie die Forscher in dem Fachmagazin "Nature Ecology & Evoulution" berichten. Eine weitere Auffälligkeit: Die Erbgut-Veränderungen der zahmen Füchse sollen in Gene liegen, die beim Menschen mit psychischen und neurologischen Störungen verändert sind – so "Spektrum.de". Forscher sollen spekulieren, dass sie Verhaltensausprägungen beeinflussen.

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