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Kampfhunde: Welche Rassen stehen auf der Liste?

27.04.2018 • 16:37

Kampfhunde gelten als besonders aggressiv. Doch welche Hunderassen zählen eigentlich zu den sogenannten "Listenhunden"?

Kampfhunde gelten als besonders gefährlich und aggressiv. Horrorgeschichten von bissigen Hunden, die Kinder und andere wehrlose Menschen angreifen, finden immer wieder ihren Weg in die Nachrichten. Doch welche Hundearten zählen eigentlich zu "Kampfhunden"? Wir haben einen Blick auf die Rasselisten geworfen.

Drei Kategorien von Kampfhunden

Kampfhunde, die auch "Listenhunde" genannt werden, werden in 3 Kategorien unterteilt. Diese beschreiben, welche Auflagen ein Halter einhalten muss, um eine bestimmte Kampfhund-Rasse halten zu dürfen. Sie unterscheiden sich jedoch von Bundesland zu Bundesland.

Verschiedene Auflagen für Halter

Auflagen der Kategorien sind zum Beispiel der Maulkorbzwang für das Haustier, eine Versicherungspflicht oder ein Wesenstest des Hundes. Ausgeschlossen von dieser Kategorisierung sind jedoch die Rassen Pitbull-Terrier, Staffordshire-Bullterrier, American Staffordshire-Terrier, Bullterrier und Kreuzungen aus ihnen. Die sind in Deutschland nämlich komplett verboten.

Welche Hunde in Deutschland gehalten werden dürfen, aber auf der Kampfhund-Liste stehen, erfährst du oben im Video.

Was ist eigentlich ein Kampfhund?

Der Begriff "Kampfhund" entstand zu einer Zeit, in der Hunde speziell für Kämpfe gegen andere Artgenossen oder auch Dachse, Bären oder Bullen gezüchtet und trainiert wurden. Der Begriff bezeichnet also keine bestimmte Rasse.

Kampfhund ja oder nein?

Wie bei jeder anderen Hundeart gilt: Möchte man sich ein Haustier anschaffen, sollte man viel Zeit für die Erziehung und Auseinandersetzung mit dem Hund einplanen. Ansonsten kann der Hund außer Kontrolle geraten. Und diese Regel trifft bei Listenhunden besonders zu.

Durch ihre Größe und Kraft können die Tiere dann tatsächlich zu einer Gefahr für den Halter selbst und die Allgemeinheit werden. Listen-Rassen sind also auf keinen Fall Anfängerhunde.

Bissverletzungen durch Hunde

Die meisten gemeldeten Bisse (laut einer Beißstatistik des "Deutschen Ärzteblatts" von 2015) stammen übrigens vom eigenen Hund, oder von Hunden, die die Opfer schon länger kennen, beispielsweise Nachbarshunde.

Pro Jahr kommt es in Deutschland zwischen 30.000 und 50.000 Bissverletzungen. Die häufigsten Beißer sind unter anderem Schäferhunde, Bullterrier und Rottweiler.

 

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