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"Mittelgroße Krätze-Epidemie": Diese Personen-Gruppen sind besonders gefährdet

06.12.2016 • 15:15

Die Krätze verbreitet sich gerade wieder in einigen Regionen in Deutschland. Vor allem in NRW wurde eine steigende Zahl von Fällen registriert. Grund zur Panik gibt es allerdings nicht.

Die Krätze verbreitet sich gerade wieder in einigen Regionen. Vor allem in NRW wurde eine steigende Zahl von Fällen registriert.

Konkret wurden von Hautärzten in Köln, Düsseldorf und Aachen mehrere hundert Infizierte gemeldet. Allein 180 Fälle im Kreis Mettmann. Ein Kinderarzt aus der Region sagte, er habe „gefühlt die dreifache Zahl an Krätze-Patienten“. Andere Ärzte sprechen von einer „mittelgroßen Epidemie“. Offizielle Zahlen gibt es aber nicht, da es für Krätze keine Meldepflicht gibt. Die Dunkelziffer könnte also viel größer sein.

Grund zur Panik gibt es allerdings nicht. Auf einem Weihnachtsmarkt oder in der U-Bahn kommt kein Haut-zu-Haut-Kontakt von fünf bis zehn Minuten zustande. Und genau so viel Hautkontakt ist nötig, um die Krankheit zu übertragen, meldet das Robert-Koch-Institut.

Intensives Kuscheln ist eher problematisch! Denn die Krankheit wird durch direkten Hautkontakt übertragen und durch Krätzmilben ausgelöst. Die winzig kleinen Spinnentiere legen ihre Eier unter der Haut des Menschen ab. Das Resultat: die Haut juckt, rote Pusteln können sich bilden.

Die Krätze taucht vor allem an Orten auf, an denen Menschen nahe beieinander sind, wie Schulen und Altenheime. Denn Kinder und ältere Personen sind anfälliger für die Krankheit, da sie ein schwächeres Immunsystem haben.

Ist die Krankheit erst einmal diagnostiziert  - was laut Ärzten leider manchmal gar nicht so leicht ist - ist die Behandlung mit entsprechenden Salben relativ einfach. Zusätzlich sollte man Textilien wie Unterwäsche, Handtücher und Bettwäsche bei mindestens 60 Grad waschen.