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Neu entdecktes Bakterium deutet auf Prostatakrebs hin

25.04.2022 • 11:50

Forschende haben eine Reihe von Bakterien identifiziert, die in Verbindung mit dem Auftreten von Prostatakrebs stehen könnten. Sie hoffen, mit den neuen Erkenntnissen die Ausbreitung der Krankheit einschränken zu können.

Im Urin und im Gewebe von Patienten mit aggressivem Prostatakrebs stellten Wissenschaftler:innen der englischen University of Anglia vier neuartige Bakterienarten fest. Sie könnten hilfreich sein, um eine Erkrankung frühzeitig zu erkennen, erklärte das Team in der im Fachmagazin "European Urology Oncology" veröffentlichten Studie.
Wie genau die Bakterien mit dem Auftreten der Krankheit zusammenhängen, sei aber noch nicht klar:
"Wir wissen noch nicht, wie sich Menschen mit diesen Bakterien infizieren, ob sie den Krebs verursachen oder ob eine schlechte Immunantwort das Wachstum der Bakterien ermöglicht.", sagte die Forscherin Dr. Rachel Hurst

Hoffnung auf bessere Früherkennung

Die Forscher:innen hoffen, dass die gewonnenen Ergebnisse zu "neuen Behandlungsmöglichkeiten führen können, die die Entwicklung von aggressivem Prostatakrebs verlangsamen oder verhindern könnte".
"Unsere Arbeit könnte auch den Grundstein für neue Tests legen, die mithilfe von Bakterien die wirksamste Behandlung für den Krebs eines jeden Mannes vorhersagen", so Hurst weiter.