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Mysteriöses Unglück vor lettischer Küste

Ostsee-Absturz: Möglicherweise Leichenteile entdeckt

  • Veröffentlicht: 06.09.2022
  • 15:36 Uhr
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© Helmut Fohringer/APA/dpa

Der mysteriöse Flugzeugabsturz über der Ostsee gibt seit Sonntag Rätsel auf. Wie kam es zu dem Geisterflug, der vor der lettischen Küste ein tragisches Ende nahm? Jetzt haben die Rettungskräfte möglicherweise eine wichtige Entdeckung gemacht.

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Das Wichtigste in Kürze:

  • Nach rätselhaftem Absturz in Ostsee möglicherweise Leichenteile gefunden
  • Kölner Unternehmer soll Privatjet geflogen haben
  • Vier Tote werden befürchtet

Lettische Rettungskräfte haben nach dem rätselhaften Absturz eines Flugzeugs in der Ostsee bei ihrer Suche nach Unglückmaschine und Insassen möglicherweise menschliche Körperteile im Meer gefunden. Die Überreste seien am Montagabend in der Ostsee vor Einbruch der Dunkelheit entdeckt worden, sagte die Sprecherin der lettischen Marine, Liva Veita, am Dienstag der lettischen Agentur Leta. Der Chef des lettischen Seerettungskoordinationszentrums, Peteris Subbota, bestätigte im lettischen Radio den Fund, der nach Ventspils gebracht und der Kriminalpolizei zur Untersuchung übergeben worden sei. 

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Leichenteile nach Absturz in Ostsee gefunden?

Das Privatflugzeug war am Sonntag auf dem Weg von Spanien nach Köln bis über die Ostsee geflogen. Dort stürzte es am Abend vor der Küste westlich der lettischen Hafenstadt Ventspils ins Meer. Die Kommunikation mit der Cessna 551 mit vier Menschen an Bord sei vor dem Unfall für lange Zeit unterbrochen gewesen. Die Identität der Passagiere wurde noch nicht offiziell bestätigt. Die Anlagentechnik-Firma Griesemann aus Wesseling bei Köln teilte am Montagabend mit, dass es sich bei den vier Vermissten um den Unternehmensgründer Peter Griesemann sowie zwei Familienmitglieder und eine weitere Person handele.

Kölner Unternehmer soll geflogen sein

Griesemann ist ein rheinischer Mittelständler, der nach eigenen Angaben mehr als 1600 Beschäftigte in Deutschland, Österreich und den Niederlanden hat und der unter anderem im Blitzschutz tätig ist. Der jetzige Firmenchef ist der Sohn des Gründers, Björn. Er saß Berichten zufolge nicht im Flieger.

Zur Suche auf See werden Schiffe der lettischen Marine und des Grenzschutzes eingesetzt. Bislang wurden nach Angaben der lettischen Behörden insgesamt elf Fragmente der Unglücksmaschine gefunden.  "Heute werden wir mit der Suche unter Wasser beginnen und nach den größten Teilen des Flugzeugs suchen, das höchstwahrscheinlich genau an der Absturzstelle gesunken ist. Wir setzen dazu Spezialausrüstung der Marine ein", sagte Subbota. So soll etwa mit Hilfe von Drohnen unter der Meeresoberfläche gesucht werden.

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Druckabfall könnte Unglücksgrund sein

Der Flugsicherheitsexperte Hans Kjäll vermutete nach Angaben des schwedischen Rundfunksenders SVT, dass es einen Druckabfall in der Kabine des Flugzeugs gegeben haben könnte, worauf die Insassen bewusstlos geworden seien. Das Flugzeug sei in einer Höhe von etwa 11 000 Metern unterwegs gewesen, wo der Luftdruck niedrig sei. Komme es in solch einer Höhe zu einem Druckabfall, könne man damit rechnen, bewusstlos zu werden, sagte er demnach.

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