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Bericht von Menschenrechtsorganisation

50 Millionen Menschen sind weltweit Opfer von moderner Sklaverei

  • Veröffentlicht: 24.05.2023
  • 17:50 Uhr
  • Pia Zimmer
Die Zahl der Menschen, die zu Opfern moderner Sklaverei werden, ist Schätzungen zufolge in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen.
Die Zahl der Menschen, die zu Opfern moderner Sklaverei werden, ist Schätzungen zufolge in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen.© picture alliance / dpa

Die Zahl der Opfer von moderner Sklaverei ist in den letzten Jahren deutlich gestiegen. Laut einem Bericht der Menschenrechtsorganisation Walk Free ist die Zahl der Menschen, die zur Arbeit gezwungen werden oder sich in Zwangsarbeit befinden, in den letzten fünf Jahren um zehn Millionen gestiegen.

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Das Wichtigste in Kürze

  • Weltweit sind 50 Millionen Menschen Opfer moderner Sklaverei.

  • Menschenrechtler sehen insbesondere das zunehmende Abhängigkeitsverhältnis in Lieferketten als sehr problematisch für die moderne Sklaverei.

  • Laut dem Bericht von Walk Free wird von elf Millionen Opfern in Indien und fünf Millionen Opfern in China ausgegangen.

"Die moderne Sklaverei durchdringt jeden Aspekt unserer Gesellschaft"

Zu den am meisten betroffenen Ländern gehören Nordkorea, Eritrea, Mauretanien, Saudi-Arabien, Türkei, Tadschikistan, die Vereinigten Arabischen Emiraten, Russland, Afghanistan und Kuwait. Aber auch wichtige Industrieländer wie China und Indien dokumentieren hohe Zahlen von Ausbeutung. Dem Bericht von Walk Free zufolge gibt es 11 Millionen Ausbeutungen in Indien, 5 Millionen in China, 1,8 Millionen in Russland, 1,3 Millionen in der Türkei und 1,1 Millionen in den Vereinigten Staaten. Die Hintergründe von moderner Sklaverei sind zum einen auf die Auswirkungen der Corona Pandemie zurückzuführen, zum anderen sind die Umstände von Klimawandel und politischen Konflikten ausschlaggebend.

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Das Abhängigkeitsverhältnis beim Güterimport muss unterbunden werden

Menschenrechtler sehen insbesondere das Abhängigkeitsverhältnis im Import von Gütern als kritisch und fordern Regierungen auf moderne Sklaverei in Lieferketten zu unterbrechen, deren Verhältnis häufig auf Abhängigkeit und Zwang basiert. Laut Menschenrechtsaktivist:innenen verantworten sich die G20-Staaten demnach indirekt für die Hälfte aller Opfer von moderner Sklaverei. 

  • Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa
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