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Es brummt gewaltig

Achtung, Hornissen-Stich: Das sollte man dringend beachten

  • Veröffentlicht: 03.08.2023
  • 12:49 Uhr
  • Stefan Kendzia
Die von Imkern als Bedrohung empfundenen Asiatischen Hornissen tauchen immer mehr in Deutschland auf und töten Bienen an ihrem Stock im Flug.
Die von Imkern als Bedrohung empfundenen Asiatischen Hornissen tauchen immer mehr in Deutschland auf und töten Bienen an ihrem Stock im Flug.© Axel Heimken/dpa

Wenn sie kommen, dann brummt es gewaltig: Hornissen. Sie machen allein durch ihre Größe mächtig Eindruck und verbreiten nicht selten Angst und Hysterie an der sommerlichen Kuchentafel auf der Terrasse - obwohl sich die Tiere nicht aus Süßem machen. Was aber sollte man tun, wenn man gestochen wird?

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Eigentlich sind Hornissen eher scheue Tiere. In der Regel sind sie nur dann im Verteidigungsmodus und stechen zu, wenn sie sich angegriffen fühlen. In diesem Jahr scheinen deutlich mehr Hornissen als sonst unterwegs zu sein - auch die Bienen bedrohende Asiatische Hornisse vermehrt sich in Deutschland immer weiter, so die Deutsche Presse-Agentur (dpa).

Im Video: Bettwanzen wieder auf dem Vormarsch in Deutschland - das ist der Grund

Nur bei wenigen kommt es nach Stich zu allergischen Reaktionen

Zunächst: Hornissen sind keine Monster-Insekten, die Menschen wahllos angreifen und niederstechen. In der Regel sind sie scheue und friedfertige Tiere, die unter Artenschutz stehen. Zumindest die einheimischen Arten. Anders die Asiatische Hornisse, die immer mehr heimisch wird. Diese ist zwar nicht aggressiver, wird aber laut "Naturschutzbund Deutschland" EU-weit zum Schutze der heimischen Biodiversität sogar bekämpft. Für den Menschen ist die Asiatische Hornisse aber genauso ungefährlich wie ihre Verwandten.

Nur bei etwa zwei bis drei Prozent der Bevölkerung kommt es nach einem Hornissen-Stich zu allergischen Reaktionen. Anzeichen hierfür können Schwellungen und Rötungen an der Einstichstelle sein sowie Nesselsucht oder sogar Atemnot. Spätestens dann ist ein Arztbesuch dringend angezeigt. Gefährdet sind in der Regel aber nur Personen, die zuvor schon einmal von derselben Art gestochen wurden. Darüber wird eine Allergie erst aufgebaut. 

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Das sollte man nach einem Hornissen-Stich unternehmen:

Was tun nach einem Hornissen-Stich? Laut "Öko-Test" sollte man definitiv nicht panisch reagieren. Denn er Stich einer Hornisse ist nicht gefährlicher als andere Insektenstiche. Er ist allerdings schmerzhafter - das liegt am längeren Stachel wie auch an einer bestimmten Giftkomponente, die bei Bienen und Wespen nicht vorkommt. 

  • 1. Einstichstelle desinfizieren oder wenigstens gut mit Wasser spülen.
  • 2. Einstichstelle sofort mit Hitze-Pen oder heißem Waschlappen behandeln.
  • 3. Dann mit Kälte weiterbehandeln - dazu eignen sich Eiswürfel oder Coolpacks.
  • 4. Nicht kratzen, auch wenn's juckt. So werden Infektionen vermieden.
  • Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa
  • Umweltbundesamt: "Hornisse"
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