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"Zerstörung ist unvorstellbar"

USA: Clinton zieht Vergleich zwischen Trump und Hitler

  • Aktualisiert: 10.11.2023
  • 05:38 Uhr
  • Rebecca Rudoph
Hilary Clinton warnte in einer Talkshow vor Donald Trump.
Hilary Clinton warnte in einer Talkshow vor Donald Trump.© Christoph Soeder/dpa

Die frühere US-Außenministerin Hillary Clinton warnt vor einer erneuten Wahl Donald Trumps zum US-Präsidenten. Dabei zieht sie einen Vergleich zwischen Trump und Hitler.

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Das Wichtigste in Kürze

  • 2016 unterlag Hillary Clinton überraschend bei der US-Präsidentschaftswahl gegen Donald Trump. 

  • Jetzt warnt sie vor einer möglichen zweiten Amtszeit des 77-Jährigen.

  • Dabei schreckte sie vor einem historischen Vergleich nicht zurück.

Die frühere US-Präsidentschaftskandidatin Hillary Clinton hat bei einem TV-Auftritt vor einer zweiten Amtszeit Donald Trumps gewarnt. Aus Sicht der ehemaligen US-Außenministerin war Trump in seiner ersten Amtszeit noch mäßig aufgetreten, da er noch von Leuten umgeben war, die sich ihm widersetzen konnten. Das werde in einer zweiten Amtszeit von Trump anders sein, befürchtet Clinton.

"Jetzt wird er, wenn er jemals wieder in die Nähe des Oval Office kommt, Leute finden, die keine Prinzipien haben, kein Gewissen." Diese würde alles tun, was er sagt. "Das Ausmaß der Zerstörung ist fast unvorstellbar", sagte Clinton zu den Auswirkungen in einer Talkshow des Senders ABC, falls Trump erneut ins Weiße Haus einziehen würde.

Clinton illustriert Trump-Wiederwahl mit einem extremen Vergleich

Clinton sagte, eine weitere Präsidentschaft Trumps bedeute "das Ende unseres Landes, wie wir es kennen. Und ich sage das nicht leichtfertig." Sie habe damals trotz der Enttäuschung nach der Wahlniederlage 2016 Trump im Weißen Haus eine Chance geben wollen. Buchstäblich mit dessen Amtseinführung sei es aber nur noch darum gegangen, "Leute zu beschuldigen, Fakten zu erfinden, die Größe der Menschenmenge bei seiner eigenen Amtseinführung zu leugnen."

Die drohenden Gefahren illustrierte die 76-Jährige mit einem extremen Vergleich: In einem längeren Redebeitrag brachte sie eine mögliche Wiederwahl in Verbindung mit der Machtübernahme der Nationalsozialisten 1933.

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"Hitler wurde ordnungsgemäß gewählt"

Bereits zu ihrer Zeit in der US-Regierung habe sie davor gewarnt, dass es Leute gebe, die rechtmäßig gewählt wurden, um dann Wahlen, die Opposition und die freie Presse abzuschaffen. Das habe man auch in anderen Ländern bereits erlebt. Ein Beispiel sei die Machtergreifung der Nationalsozialisten in Deutschland 1933: "Hitler wurde ordnungsgemäß gewählt." In der Regel würden solche Diktatoren verschweigen, was sie nach ihrer Wahl vorhätten. Trump hingegen "sagt uns, was er zu tun beabsichtigt".

Hillary Clinton ist die Ehefrau des ehemaligen US-Präsidenten Bill Clinton und war unter anderem von 2008 bis 2013 Außenministerin unter Präsident Barack Obama. Bei der US-Präsidentschaftswahl 2016 trat sie als Favoritin gegen Donald Trump an, die Trump allerdings für sich entscheiden konnte. Der Republikaner hat angekündigt, 2024 erneut für die Partei gegen US-Präsident Joe Biden antreten zu wollen.

  • Verwendete Quellen:
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