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Infektionslage und Symptome

Neue Corona-Variante: Pirola dominiert in Deutschland

  • Aktualisiert: 22.12.2023
  • 09:07 Uhr
  • Stefan Kendzia
Corona-Viren haben Rhino-Viren als häufigste Ursache für Erkältungskrankheiten in Deutschland abgelöst. "Pirola" ist die derzeit dominierende Variante.
Corona-Viren haben Rhino-Viren als häufigste Ursache für Erkältungskrankheiten in Deutschland abgelöst. "Pirola" ist die derzeit dominierende Variante.© Jörg Carstensen/dpa

Laut des aktuellen Wochenberichts des Robert-Koch-Instituts (RKI) gibt es Bewegung in Sachen Corona. Nach wochenlanger Dominanz der Omikron-Sublinie "Eris" bestimmt nun die Variante "Pirola" das Infektionsgeschehen in Deutschland. 

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Das Wichtigste in Kürze

  • Nach der Corona-Variante "Eris" ist nun "Pirola" in Deutschland vorherrschend.

  • Corona-Viren haben Rhino-Viren als häufigste Ursache für Erkältungserkrankungen in Deutschland überholt.

  • Insgesamt leiden derzeit knapp acht Millionen Menschen in Deutschland an einer akuten Atemwegs-Erkrankung.

Pirola: Was sich eher wie ein ungarischer Tanz anhört, ist tatsächlich eine neue Corona-Virusvariante, die sich recht schnell an die Spitze des Infektionsgeschehens in Deutschland vorgearbeitet hat.

Im Video: So viele Corona-Viren im Abwasser wie noch nie

Corona-Viren haben Rhino-Viren sogar überholt

Corona ist nur gefühlt nicht mehr existent. Tatsächlich haben Corona-Viren die zu dieser Jahreszeit gewöhnlich grassierenden Rhino-Viren als häufigste Ursache für Erkältungserkrankungen in Deutschland überholt. Insgesamt sollen derzeit knapp acht Millionen Menschen in Deutschland an einer akuten Atemwegs-Ekrankung leiden - 24 Prozent davon sollen in der Kalenderwoche 49 an Covid-19 erkrankt gewesen sein. Im Vergleich dazu infizierten sich lediglich 19 Prozent mit Rhino-Viren.

Obwohl in Deutschland laut RKI 24 einzelne Sublinien verzeichnet sind, sind die besonders zahlreich vorkommenden Varianten von besonderem Interesse. Dabei handelt es sich um fünf Sublinien.

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Pirola (BA.2.86)

Mit 49,3 Prozent aller aktuell festgestellten Corona-Infektionen ist diese Omikron-Sublinie inzwischen an der Spitze des Infektionsgeschehens in Deutschland, obwohl sie erst im Juli in Dänemark festgestellt wurde. Diese Variante soll sich laut "Focus" deutlich schneller ausbreiten und die Immunität durch frühere Infektionen und Impfungen umgehen können. Betroffene zeigten häufig Anzeichen wie Kopfschmerzen, Ermüdung, Entzündungen im Hals, Heiserkeit und Niesen. Ungewöhnliche Krankheitserscheinungen sind dabei juckende oder gerötete Augen, rote und wunde Finger oder Zehen, Schwellungen oder Geschwüre im Mund, Durchfall oder Hautausschläge.

Eris (EG.5)

Bis vor Kurzem war Eris noch die dominierende Variante in Deutschland. Inzwischen ist ihr Anteil an akuten Infektionen von 34,6 Prozent in der Kalenderwoche 47 auf derzeit 15,5 Prozent gesunken. Die Corona-Subvariante EG.5 macht sich durch folgende Symptome bemerkbar: Kopfschmerzen, Muskelschmerzen, Müdigkeit, Husten, Fieber, Schüttelfrost und Kurzatmigkeit. Bei Eris können sowohl Geschmacks- als auch Geruchsverlust hinzukommen.

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JD.1.1

Diese Variante hat derzeit einen Anteil von lediglich 6,5 Prozent. Sie ist ein Abkömmling der Omikron-Subvariante XBB.1.5, die Anfang 2023 noch als die bislang ansteckendste Variante des Corona-Virus galt. Speziell auf die Rekombinante XBB.1.5 wurde erst im September durch die Arzneimittelagentur EMA ein angepasster Impfstoff von Biontech/Pfizer zugelassen. Die Infektion verläuft ähnlich wie bei den bereits bekannten Omikron-Varianten. Zu den typischen Symptomen von XBB.1.5 zählen trockener Husten, Schnupfen, Kopf- und Halsschmerzen, hinzu kommen Müdigkeit und Abgeschlagenheit. Die Symptome ähneln denen einer Erkältung.

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JG.3

Bei JG.3 handelt es sich um eine Subvariante der Omikron-Untervariante XBB, die erstmals Anfang 2022 entdeckt wurde und als sehr ansteckend galt, da sie die Antikörper-Immunität umgehen konnte. Auch bei dieser Variante leiden angesteckte Menschen unter ähnlichen Symptomen wie bei anderen Varianten und Sublinien. Das können sein: Halsschmerzen, Heiserkeit, Husten, Fieber, Schnupfen, Störungen des Geruchs- und/oder Geschmackssinns sowie Atemnot, Kopf- und Gliederschmerzen, allgemeine Schwäche, Schwellungen der Lymphknoten, Hautausschlag, Bindehautentzündung oder Magen-Darm-Beschwerden wie Übelkeit, Appetitlosigkeit, Erbrechen, Bauchschmerzen und Durchfall, wie "Infektionsschutz.de" berichtet.

Fornax (FL.1.5.1)

Fornax ist ebenfalls eine Omikron-Sublinie. Diese Variante breitete sich diesem Sommer in den USA bemerkenswert schnell aus und ihr wurde von Experten die Potenz zugeschrieben, die nächste Corona-Welle mitbestimmen zu können. Dies hat sich bis heute noch nicht bewahrheitet. Insgesamt hat Fornax derzeit einen Anteil von 3,9 Prozent an Infektionsgeschehen. Im Zusammenhang mit dieser Variante sind keine schweren Krankheitsverläufe bekannt - die Symptome ähneln denen anderer Varianten und Sublinien. Der seit September verfügbare, an Omikron angepasste Impfstoff von Biontech/Pfizer schützt auch vor Infektionen mit Fornax.

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