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"Apokalyptische Ausmaße"

Dramatische Überschwemmungen in Russland: Das Wasser steigt und steigt

  • Aktualisiert: 10.04.2024
  • 19:03 Uhr
  • Anne Funk

Die Schneeschmelze fällt in Teilen Russlands in diesem Jahr besonders heftig aus. Es gibt große Überschwemmungen. Die Menschen klagen über schleppendes Handeln der Behörden.

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Inhalt

  • Fast 13.000 Häuser stehen unter Wasser
  • Schneeschmelze und Dammbrüche
  • Putin lässt sich berichten, aber bleibt in Moskau

Die Hochwasserlage in Russland im Süden des Uralgebirges spitzt sich weiter zu. In der Großstadt Orenburg stand der Fluss Ural am Mittwoch (10. April) mehr als 10 Meter hoch, wie Gebietsgouverneur Denis Pasler mitteilte. Damit wurde die kritische Marke von 9,30 Meter deutlich überschritten. Mehrere Stadtteile in der Großstadt waren überflutet.

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Fast 13.000 Häuser stehen unter Wasser

Im gesamten Verwaltungsgebiet Orenburg an der Grenze zu Kasachstan standen nach einer Übersicht der Behörden vom Mittwoch 12.800 Häuser unter Wasser, dazu 14.900 Gartengrundstücke. Mehr als 7.000 Menschen hätten ihre Häuser verlassen müssen.

Dramatische Bilder: Hochwasser in Russland

Eine Frau watet durch das Wasser in der Nähe ihres Hauses in einem überschwemmten Gebiet in Orenburg.
Eine Frau watet durch das Wasser in der Nähe ihres Hauses in einem überschwemmten Gebiet in Orenburg.© Uncredited/AP/dpa
Nur noch mit Großfahrzeugen gibt es ein Vorankommen, wie hier in der Nähe der Stadt Orsk.
Nur noch mit Großfahrzeugen gibt es ein Vorankommen, wie hier in der Nähe der Stadt Orsk.© via REUTERS
Orsk: Retter versuchen, Bewohner:innen der überfluteten Gebiete zu helfen.
Orsk: Retter versuchen, Bewohner:innen der überfluteten Gebiete zu helfen.© REUTERS
Die Straßen der Stadt Orsk sind überflutet.
Die Straßen der Stadt Orsk sind überflutet.© REUTERS
In Orenburg mussten die Menschen aus ihren Häusern gerettet werden. 
In Orenburg mussten die Menschen aus ihren Häusern gerettet werden. © REUTERS
Von den Laternen ist kaum noch etwas zu sehen. 
Von den Laternen ist kaum noch etwas zu sehen. © REUTERS
Aus der Luft zeigt sich das gesamte Ausmaß in der Region Orenberg.
Aus der Luft zeigt sich das gesamte Ausmaß in der Region Orenberg.© REUTERS
Tausende Häuser sind in Orenburg überflutet.
Tausende Häuser sind in Orenburg überflutet.© REUTERS
Retter sind mit einem Boot auf den Straßen von Orsk unterwegs. 
Retter sind mit einem Boot auf den Straßen von Orsk unterwegs. © REUTERS
Retter des Katastrophenschutzministeriums kümmern sich im Anwohner
Retter des Katastrophenschutzministeriums kümmern sich im Anwohner© REUTERS
Auch Tiere sind vom Hochwasser bedroht
Auch Tiere sind vom Hochwasser bedroht© REUTERS
Hier standen Einfamilienhäuser auf ihren Gartengrundstücken
Hier standen Einfamilienhäuser auf ihren Gartengrundstücken© REUTERS
Eine Drohnenaufnahme zeigt ein überflutetes Wohngebiet
Eine Drohnenaufnahme zeigt ein überflutetes Wohngebiet © REUTERS
Eine Frau watet durch das Wasser in der Nähe ihres Hauses in einem überschwemmten Gebiet in Orenburg.
Nur noch mit Großfahrzeugen gibt es ein Vorankommen, wie hier in der Nähe der Stadt Orsk.
Orsk: Retter versuchen, Bewohner:innen der überfluteten Gebiete zu helfen.
Die Straßen der Stadt Orsk sind überflutet.
In Orenburg mussten die Menschen aus ihren Häusern gerettet werden. 
Von den Laternen ist kaum noch etwas zu sehen. 
Aus der Luft zeigt sich das gesamte Ausmaß in der Region Orenberg.
Tausende Häuser sind in Orenburg überflutet.
Retter sind mit einem Boot auf den Straßen von Orsk unterwegs. 
Retter des Katastrophenschutzministeriums kümmern sich im Anwohner
Auch Tiere sind vom Hochwasser bedroht
Hier standen Einfamilienhäuser auf ihren Gartengrundstücken
Eine Drohnenaufnahme zeigt ein überflutetes Wohngebiet

Die Wassermassen führten dazu, dass in mehreren Dörfern die Umspannwerke abgeschaltet wurden und es keinen Strom gab. Gerichte stellten ihre Arbeit ein, Museen brachten ihre Schätze in Sicherheit. Russische Staatsmedien sprachen von einer "Jahrhundertflut mit apokalyptischen Ausmaßen".

Schneeschmelze und Dammbrüche

Neben dem Ural schwollen auch andere Flüsse in der Steppenregion etwa 1.200 Kilometer südöstlich von Moskau stark an. Auslöser der Flut sind eine starke Schnee- und Eisschmelze im Ural-Gebirge, Niederschläge sowie Dammbrüche bei der Stadt Orsk. Sie war am schwersten von der Überflutung getroffen. Am Mittwoch zeichnete sich dort erstmals ein leichter Rückgang des Wassers ab.

In der Bevölkerung gibt es Unmut darüber, dass die Behörden nur schleppend helfen. Gouverneur Pasler musste sich schon am Montag (8. April) bittere Beschwerden von Betroffenen anhören. Ein Video zeigte auch eine Ansammlung verärgerter Menschen in Orsk, die "Putin, hilf uns" riefen.

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:newstime

Putin lässt sich berichten, aber bleibt in Moskau

Von der Moskauer Führung besuchte Bauminister Irek Faisulllin am Mittwoch das Katastrophengebiet. Präsident Wladimir Putin werde in Moskau seinen Bericht anhören und alle notwendigen Maßnahmen ergreifen, versprach er nach Angaben der Agentur Tass in Orsk. Es gebe viel Arbeit: Schulen, Kindergärten, Museen und Parks müssten wiederhergestellt werden, sagte Faisullin.

Auch aus den angrenzenden Gebieten Kasachstans wurden Überschwemmungen gemeldet. Nach Angaben des Katastrophenschutzministeriums in der Hauptstadt Astana wurden bislang 96.000 Menschen vorübergehend in Sicherheit gebracht. Es sei die schlimmste Überschwemmung seit mehr als 80 Jahren.

  • Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa
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