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Umfrage

Eindeutiges Votum: Ukrainer gegen Zugeständnisse an Russland

  • Veröffentlicht: 23.08.2023
  • 09:48 Uhr
  • Joachim Vonderthann

Seit fast 18 Monaten schon wehrt sich die Ukraine gegen die russischen Angreifer. Der Widerstandswille der Bevölkerung ist einer Umfrage zufolge ungebrochen. 

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Das Wichtigste in Kürze

  • Eine überwältigende Mehrheit der Ukrainer:innen schließt Kompromisse mit Aggressor Russland aus.

  • Das hat eine Umfrage zweier ukrainischer Institute ergeben.

  • Dennoch wächst die Skepsis über eine positive Entwicklung im Land.

Auch knapp 1,5 Jahre nach dem russischen Angriff ist der Widerstandswille der ukrainischen Bevölkerung ungebrochen. Eine große Mehrheit der Ukrainer:innen hat sich in einer Umfrage gegen Kompromisse mit dem Kriegsgegner Russland im Tausch für einen Friedensschluss ausgesprochen. Den am Dienstag veröffentlichten Ergebnissen zweier renommierter Institute zufolge sind mehr als 90 Prozent der rund 2.000 Befragten gegen Gebietsabtretungen. Knapp 74 Prozent schlossen den Verzicht auf einen Nato-Beitritt aus.

Ukrainer:innen gegen Kompromisse mit Russland

In der Umfrage lehnten 80 Prozent der Teilnehmerinnen und Teilnehmer eine Reduzierung der Truppenstärke der ukrainischen Armee zu Friedenszeiten ab. Zugleich erwarteten nur noch knapp 49 Prozent von ihnen eine positive Entwicklung der Ereignisse im eigenen Land. Im Dezember vergangenen Jahres waren es nach der erfolgreichen Vertreibung der russischen Besatzer aus der Nordukraine und großen Teilen der Gebiete Charkiw und Cherson noch fast 60 Prozent gewesen. Die Umfrage wurde in den von der Regierung kontrollierten Regionen ohne die Gebiete Luhansk, Donezk und die Krim-Halbinsel durchgeführt.

Die Ukraine erwehrt sich seit fast 18 Monaten mit massiver westlicher Hilfe einer russischen Invasion. Zu den Forderungen von Kreml-Herrscher Wladimir Putin gehört der Verzicht auf ukrainisches Staatsgebiet im Osten und Süden einschließlich der 2014 annektierten Krim. Die Ukraine solle zudem vom in der Verfassung verankerten Beitritt zum westlichen Militärbündnis Nato absehen, einer weitgehenden Entmilitarisierung zustimmen und der russischen Minderheit im Land mehr Rechte zugestehen.

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Bei positiver Entwicklung wächst Skepsis

Moskau kontrolliert derzeit fast 20 Prozent des ukrainischen Staatsgebiets - sieht sich aber zunehmend auch auf eigenem Boden mit nadelstichartigen Gegenangriffen konfrontiert. Wie schon am Dienstagmorgen hallten auch in der Nacht zu Mittwoch (23. August) krachende Explosionen durch die Millionenstadt Moskau. Zwei ukrainische Drohnen seien abgeschossen worden, teilte das russische Verteidigungsministerium laut der staatlichen Nachrichtenagentur Tass mit. Bei einem dritten Flugroboter habe die Luftabwehr das Steuerungssystem gestört, daraufhin sei er in ein noch nicht fertiggestelltes Gebäude in einem Hochhausviertel der Stadt gekracht. Opfer gab es demnach keine. Der Betrieb an den Hauptstadtflughäfen sei nach kurzer Unterbrechung wieder aufgenommen worden.

  • Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa
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