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Schwerer wirtschaftlicher Schaden

Extrem-Winter in der Mongolei: Millionen Herdentiere fallen "Dzud" zum Opfer

  • Veröffentlicht: 26.02.2024
  • 09:37 Uhr
  • Lisa Apfel
So wie diesem Tier auf einem Foto von 2016 ergeht es vielen Artgenossen während des mongolischen "Dzud".
So wie diesem Tier auf einem Foto von 2016 ergeht es vielen Artgenossen während des mongolischen "Dzud".© Davaanyam Delgerjargal/dpa

"Dzud" nennen die Mongolen die Eis-Katastrophen, die ihr Land regelmäßig heimsuchen. Die aktuelle hat besonders dramatische Auswirkungen.

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Das Wichtigste in Kürze

  • Die Mongolei leidet unter einem unerbittlichen Winter.

  • "Dzud" hat bereits 1,5 Millionen Herdentiere verenden lassen.

  • Für das asiatische Land eine Katastrophe: Viehzucht ist laut den Vereinten Nationen ein integraler Betandteil von Wirtschaft, Kultur und Lebensweise des Landes.

Die Mongolei leidet unter einem extrem harten Winter. Wegen der eisigen Temperaturen und Schneefälle muss das Land herbe wirtschaftliche Verluste verkraften: Mehr als 1,5 Millionen Herdentiere sind nach Angaben der staatlichen Notstandskommission in diesem Winter in dem zentralasiatischen Land bereits verendet.

"Dzud"-Winter katastrophal für Herden

Schnee- und Eiskatastrophen sind in dem Land in den Wintermonaten nicht selten, die Mongolen nennen sie "Dzud". Für das Land ist es bereits der zweite "Dzud"-Winter in Folge.

Das Wetterphänomen hat zur Folge, dass das Vieh kein Futter mehr findet, weil die Böden gefroren oder die Weiden von Schneemassen bedeckt sind. Oft sind die Verluste besonders hoch, wenn ein trockener Sommer vorausgegangen ist, in dem sich die Tiere kein ausreichendes Fettpolster für den Winter anfressen konnten. In der Mongolei gibt es laut dpa schätzungsweise rund 64 Millionen Herdentiere.

Im Video: Dramatische Rettungsaktion - Kinder in Eis-See gefangen

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Papst Franziskus über Mongolei: "Zeichen des Klimawandels"

Auch die Vereinten Nationen sind alarmiert und warnten vor der heiklen Situation. Viehzucht sei ein integraler Bestandteil der mongolischen Wirtschaft, Kultur und Lebensweise, so ein vor zwei Wochen veröffentlichter UN-Bericht. Nun kämpfen die Hirten mit Futtermangel und explodierenden Futterpreisen.

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Die gefährliche Situation in der Mongolei veranlasste Papst Franziskus im Anschluss an sein sonntägliches Angelus-Gebet vor Pilger:innen und Gläubigen auf dem Petersplatz in Rom, vor dem Klimawandel zu warnen: "Auch dieses extreme Phänomen ist ein Zeichen des Klimawandels und seiner Auswirkungen", sagte das Oberhaupt der katholischen Kirche. Die "Klimakrise" sei ein weltweites soziales Problem und wirke sich vor allem auf die Schwächsten aus. Franziskus war erst im September vergangenen Jahres zu Besuch in der Mongolei, wo nur sehr wenige Katholiken leben.

  • Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa
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