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Pilot reagierte nicht

Flugzeugabsturz bei Washington: US-Luftwaffe fängt Kleinflugzeug ab

  • Aktualisiert: 06.06.2023
  • 09:55 Uhr
  • Anne Funk

Auf die Kontaktaufnahme reagierte der Pilot nicht, also startete das US-Militär Kampfjets, um das Kleinflugzeug abzufangen. Später stürzte die Privatmaschine ab.

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Ein Kleinflugzeug hat am Sonntag (4. Juni) die Menschen und das Militär in der US-Hauptstadt Washington in Schrecken versetzt. Weil sich die Cessna Citation auffällig verhalten hatte, stiegen F-16-Kampfjets auf, um sie abzufangen.

Die Jets des US-Militärs erreichten Überschallgeschwindigkeit, es kam zu einem lauten Knall, der nicht nur in Washington, sondern auch in den angrenzenden Bundesstaaten Maryland und Virginia zu hören war. Kurze Zeit später stürzte das Kleinflugzeug in einer dünn besiedelten Gegend südlich von Washington ab. Doch noch immer sind viele Fragen offen. 

Wie das nordamerikanische Luftverteidigungskommando Norad berichtet, hätte das Militär versucht, Kontakt zum Piloten der Cessna aufzunehmen. Dieser sei allerdings nicht ansprechbar gewesen. Später sei es zum Absturz gekommen. 

Laut dem US-Sender CNN, der sich auf eine nicht namentlich genannte Quelle beruft, sei das Flugzeug nicht vom Militär abgeschossen worden. Wird gefährliches oder unsicheres Flugverhalten festgestellt, sei es üblich, dass durch die US-Luftfahrtaufsicht FAA die Unterstützung des Militärs angefordert werde.

Abturz 500 Kilometer vom Ziel entfernt

Von der Luftfahrtaufsichtsbehörde wurde mitgeteilt, dass das Kleinflugzeug in Elizabethton im südlichen Bundesstaat Tennessee gestartet sei und in Long Island in New York landen sollte. Der eigentliche Ankunftsort ist Luftlinie rund 500 Kilometer von der Absturzstelle entfernt. Vier Menschen sollen sich an Bord der Maschine befunden haben. Mehrere Medien hatten berichtet, dass an der Absturzstelle keine Überlebenden gefunden worden seien, von offizieller Seite gab es dazu bisher keine Auskunft. 

Warum der Pilot nicht reagierte, ist noch völlig unklar. Dabei wurde auch ein medizinischer Notfall nicht ausgeschlossen. Das Flugzeug sei bei einer Firma in Florida registriert, so CNN. Auf Nachfrage am Telefon habe ein Mann als Inhaber der Firma identifiziert werden können, berichtet die "Washington Post". Der Zeitung zufolge habe er deutlich gemacht, dass seine Familie, unter anderem seine Tochter und ein zweijähriges Enkelkind, mit dem Flugzeug unterwegs gewesen sein könnte. Zum Zeitpunkt des Gesprächs wusste er nichts über den Absturz. 

  • Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa
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