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Tausende Tote

Flutkatastrophe in Libyen: Vereinte Nationen mobilisieren Hilfe

  • Veröffentlicht: 13.09.2023
  • 16:47 Uhr
  • Teresa Gunsch

Libyen wird von den schwersten Regenfällen seit Jahrzehnten heimgesucht, die verheerende Schäden verursacht und Tausende Menschenleben gefordert haben. Das Land, das bereits unter jahrelangem Bürgerkrieg gelitten hat, kämpft nun gegen eine weitere Katastrophe.

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Rettungskräfte suchen Überlebende

Nach den katastrophalen Überschwemmungen in Libyen setzen Rettungskräfte verzweifelte Suchaktionen nach Überlebenden fort. Die Wassermassen haben viele Gebiete von der Außenwelt abgeschnitten, und nach Angaben des Roten Kreuzes gelten rund 10.000 Menschen als vermisst. Besonders drastisch ist die Lage in der Hafenstadt Darna, wo Bilder das erschreckende Ausmaß der Schäden zeigen. Während die Dimension der Katastrophe langsam deutlich wird, bieten immer mehr Länder ihre Unterstützung an, darunter auch die Vereinten Nationen.

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Internationale Hilfe im Anmarsch

Die Vereinten Nationen arbeiten mit lokalen, nationalen und internationalen Partnern zusammen, um dringend benötigte humanitäre Hilfe in die betroffenen Gebiete zu bringen. Ein UN-Team ist vor Ort und kooperiert eng mit den örtlichen Behörden, um den Bedarf zu ermitteln und laufende Hilfsmaßnahmen zu unterstützen. Neben Darna sind auch andere Städte wie Al-Baida, Al-Mardsch, Susa und Schahat von den Überschwemmungen betroffen.

Der Bürgermeister von Schahat berichtete von rund 20.000 Quadratkilometern überfluteter Gebiete - eine Fläche etwa so groß wie Sachsen-Anhalt. Die betroffenen Regionen wurden zu Katastrophengebieten erklärt. Es wird geschätzt, dass rund 5.200 Menschen in den Fluten ums Leben kamen, obwohl diese Zahl unabhängig noch bestätigt werden muss.

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Klimawandel verschärft die Lage

Die Hilfsorganisation International Rescue Committee (IRC) betonte, dass die Lage in Libyen aufgrund jahrelanger Konflikte und Instabilität stetig schlechter geworden sei und dass der Klimawandel die Auswirkungen noch verstärke. IRC-Vizepräsident Ciaran Donnelly erklärte, dass sie gemeinsam mit anderen Organisationen prüfen, wie sie ihre Hilfsmaßnahmen für die von den Überschwemmungen betroffenen Menschen verstärken können.

Sturm "Daniel" trifft Libyen

Der Sturm "Daniel", der bereits in Griechenland schwere Zerstörungen hinterlassen hatte, erreichte am Sonntag das nordafrikanische Land mit seinen rund sieben Millionen Einwohnern. Die politische Lage in Libyen ist seit langem verfahren, mit zwei verfeindeten Regierungen, die um die Macht kämpfen.

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Internationale Hilfe trotz politischer Spannungen

Trotz der politischen Spannungen sagte die von den Vereinten Nationen anerkannte Regierung in der Hauptstadt Tripolis Millionenhilfen für die Katastrophengebiete zu, obwohl sie die Region nicht kontrolliert. Ministerpräsident Abdul Hamid Dbaiba stellte zwei Milliarden libysche Dinar (rund 384 Millionen Euro) Unterstützung bereit, um den Wiederaufbau in den betroffenen Gebieten zu finanzieren.

  • Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa
  • Dieser Beitrag wurde zum Teil mithilfe maschineller Unterstützung erstellt und vor der Veröffentlichung von der Redaktion sorgfältig geprüft.
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