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ZDF-Sendung fragt nach "Doppelwumms"

Für Steuerrechtsreform: Merz bietet Lindner bei "Illner" Unionsstimmen an

  • Aktualisiert: 10.02.2023
  • 18:04 Uhr
  • Lena Glöckner
Friedrich Merz bot Christian Lindner bei Illner seine Stimmen an.
Friedrich Merz bot Christian Lindner bei Illner seine Stimmen an.© ZDF und Claudius Pflug

Bei Maybrit Illner trafen Christian Lindner und Friedrich Merz aufeinander. Streitereien lieferten die Politiker sich kaum - am Ende bot der CDU-Chef dem Finanzminister sogar noch seine Unionsstimmen an.

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"Wem hilft der Doppel-Wumms?", wollte Maybrit Illner am Donnerstagabend (9. Februar) von ihren Gästen wissen. Ob die von Olaf Scholz (SPD) bereitgestellten "Doppelwumms-Milliarden" in den Geldbörsen der Verbraucher oder vor allem auf dem Konto der Versorger landen, darüber diskutierten mitunter Bundesfinanzminister Christian Lindner (FDP) und CDU-Chef Friedrich Merz

Im Video: Strack-Zimmermann reiht Merz nach Bütten-Rede bei Putin, Xi und Trump ein.

Zum Thema wurden dabei auch Steuervergünstigungen wie die Superabschreibung, mit der die Bundesregierung Klimaschutz und Digitalisierung vorantreiben will. "Ich bin dabei, ein bestimmtes Abschreibungsrecht zu schaffen", erklärte Lindner in der Sendung. Er wolle keine weiteren Anreize über komplizierte Subventionen schaffen, sondern das Steuerrecht reformieren. "Bei Subventionen haben wir keinen Nachholbedarf. Die Höhe des Geldes ist nicht das Problem", so der 44-Jährige. Internationale Firmen würde eher der schlechte Zustand der Infrastruktur fernhalten - oder die hohen Energiepreise und der Fachkräftemangel.

Merz: "Auch mit unseren Stimmen"

Merz stellte in der Diskussion fest: "Wir sind einfach zu kompliziert. Wir können nicht so reagieren wie die USA." Die USA hätten es leichter, besonders, weil es kein europaweit einheitliches Steuerrecht gebe. In Richtung Lindner sagte der CDU-Chef daraufhin: "Ich kann Ihnen nur wünschen, dass dann diese Abschreibungen auch kommen. Ab jetzt wird jeder schauen, was da kommt. Also bitte schnell an die Arbeit, wenn es denn sein muss, auch mit unseren Stimmen."

Nicht thematisiert wurde die Büttenrede von Lindners Parteikollegin gegen Merz. Marie-Agnes Strack-Zimmermann hatte den CDU-Chef am Wochenende in Aachen "Flugzwerg aus dem Mittelstand" genannt. Die CDU zeigte sich empört - und forderte eine Entschuldigung. Die FDP-Verteidigungsexpertin schlug diese aus.

  • Verwendete Quellen:
  • "Maybrit Illner" vom 9. Februar 2023
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