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Übernahmegespräche

Galeria Karstadt Kaufhof: Dieser Modehändler will jetzt Filialen kaufen

  • Aktualisiert: 17.01.2023
  • 17:50 Uhr
  • Clarissa Yigit
Nach dem Übernahmeangebot der angeschlagenen Warenhauskette Galeria Karstadt Kaufhof von "buero.de" zeigt nun die Modehauskette "Aachener" Interesse an einer Übernahme. Foto: Heiko Rebsch/dpa
Nach dem Übernahmeangebot der angeschlagenen Warenhauskette Galeria Karstadt Kaufhof von "buero.de" zeigt nun die Modehauskette "Aachener" Interesse an einer Übernahme. Foto: Heiko Rebsch/dpa © Heiko Rebsch/dpa

Wie geht es mit der Warenhauskette Galeria Karstadt Kaufhof weiter? Zur Zeit laufen Gespräche über mögliche Übernahmen von einigen Filialen durch das Modehaus "Aachener". Dies könnte den Erhalt der Arbeitsplätze einiger Beschäftigter bedeuten. Allerdings ist noch nichts spruchreif.

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Das Wichtigste in Kürze

  • Der angeschlagene Warenhauskonzern Galeria Karstadt Kaufhof durchläuft seit Monaten ein Schutzschirmverfahren.

  • Circa 50 bis 70 Filialen stehen vor dem Aus.

  • Der Modekonzern "Aachener" zeigt nun Interesse an einer Übernahme von einigen Filialen.

Sind einige Standorte des angeschlagenen Galeria-Warenhauses nun doch gerettet? Zumindest stehen die Zeichen zur Zeit nicht schlecht, denn wie mehrere Medien berichten, führe der Dortmunder Unternehmer Friedrich-Wilhelm Göbel mit seiner Modekette "Aachener" aktuell Gespräche mit Galeria und Eigentümer:innen von Galeria-Immobilien. Hierbei gehe es darum, eine größere Anzahl von Galeria-Standorten zu übernehmen, wie t-online berichtet.

Bereits seit Monaten durchläuft Galeria Karstadt Kaufhof ein Schutzschirmverfahren. Möglicherweise müssen circa 50 bis 70 Filialen geschlossen werden.

Kritik an der Galeria-Unternehmensführung

Nachdem die deutschlandweiten Filialschließungen bekannt wurden, hagelte es auch Kritik an der Unternehmensführung seitens des rheinland-pfälzischen Arbeitsministers Alexander Schweitzer (SPD), wie die Deutsche Presse-Agentur (dpa) berichtet. Im Gespräch mit der Speyerer Oberbürgermeisterin Stefanie Seiler (SPD) und Arbeitnehmervertretern monierte Schweitzer am Freitag (6. Januar), dass auch Monate nach der Einleitung des Insolvenzverfahrens die Beschäftigten im Unklaren über ihre Zukunft gelassen würden. "Für die Beschäftigten ist diese monatelange Hängepartie unerträglich."

Falls es zu einer Übernahme von Göbel kommen würde, beabsichtige der Unternehmer den Mitarbeiter:innen des Galeria-Warenhauses ein Angebot zum Erhalt des Arbeitsplatzes zu machen. Von den 131 Galeria-Häusern ist die Anzahl der Filialen, über die Göbel momentan verhandelt, noch nicht bekannt. Bereits seit Montag (9. Januar) sollen die Gespräche laufen, wie die "Ruhrnachrichten" berichten.

Erst Ende 2022 hat das Unternehmen "buero.de" Interesse an 50 Filialen des angeschlagenen Warenhauskonzerns Galeria Karstadt Kaufhof gezeigt, ist aber kurzfristig wieder von einer Übernahme abgesprungen.

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Wer ist Friedrich-Wilhelm Göbel?

Friedrich Göbel gründete Anfang 2022 die TEH Textilhandel GmbH in Dortmund mit dem Geschäfts-Hauptsitz am Heliosweg in Dortmund-Aplerbeck. Unter dem Namen "Aachener" betreibt das Unternehmen Modegeschäfte. Bis zum Jahr 2021 war Göbel bei der Modekette Sinn.

Die "Aachener"-Modehäuser sind bisher in Bad Homburg, Bad Kreuznach, Brühl, Flensburg, Göppingen und Koblenz zu finden. Die Filialen in Brühl, Göppingen und Flensburg sind bereits ehemalige Galeria-Standorte. Das Modehaus Küster in Mayen wurde ab Januar 2022 durch die "Aachener Gruppe" im Sinne der Gründer weitergeführt, schreibt das Unternehmen auf seiner Webseite.

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