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Schon viele Unfälle

Gefährliches April-Wetter: Nach Blitzeis droht nun Neuschnee

  • Veröffentlicht: 21.04.2024
  • 08:35 Uhr
  • Michael Reimers
Ein Polizeiwagen warnt vor Glätte.
Ein Polizeiwagen warnt vor Glätte. © Robert Michael/dpa

Winter im April: Insbesondere der Mittelgebirgsraum muss sich auch am Sonntag auf kräftigen Schneefall und glatte Straßen einrichten.

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Das Wichtigste in Kürze

  • Der Deutsche Wetterdienst warnt für Sonntag (21. April) vor Glatteis und starkem Schneefall, insbesondere im Mittelgebirgsraum.

  • Bereits am Samstag sorgten Schnee, Hagel, Glatteis und starken Regen in Deutschland für zahlreiche Unfälle.

  • Nach Blitzeis kam es in Bayern auf der A8 zu einem Massenunfall.

Der Wintereinbruch in Teilen Deutschlands hält auch am Sonntag (21. April) an und dürfte Autofahrer:innen vor erhebliche Probleme stellen. Insbesondere der Mittelgebirgsraum ist betroffen, dort soll es kräftig schneien. Nachdem Schnee, Hagel, Glatteis und starker Regen schon am Samstag für zahlreichen Unfälle im Straßenverkehr gesorgt hatten, kündigte der Deutsche Wetterdienst (DWD) für diesen Sonntag teils kräftigen Schneefall im Mittelgebirgsraum an und warnte auch vor Glatteis.

Vor allem in Bayern kann es demnach zu Verkehrsbehinderungen und Gefahr durch Baumschäden aufgrund der hohen Schneelasten kommen. Im Freistaat könne es am Sonntagmorgen vor allem im Norden und an den Alpen auch bis in die tieferen Lagen hinein kräftig schneien. Wie die zuständigen Polizeibehörden mitteilten, was in der Nacht zum Sonntag war auf den Straßen Bayerns aber noch nichts passiert.

Im Video: Rückkehr des Winters: Schnee, Stürme und Eis sorgen für Chaos auf den Straßen

Selbst in tieferen Lagen Schnee möglich

In Baden-Württemberg ist nach Angaben des DWD mit Schnee und Glätte selbst in tieferen Lagen zu rechnen. Auch in Nordrhein-Westfalen, Hessen, Rheinland-Pfalz und im Saarland könne es am frühen Morgen stellenweise zu Frost und Glätte sowie Neuschnee im Bergland kommen. Im Thüringer Bergland erwartet der Wetterdienst ebenfalls markante Neuschneemengen.

In Sachsen bestehe insbesondere im Erzgebirge erhöhte Gefahr aufgrund von Schneefall und Glätte. Im niedersächsischen Bergland sagte der Wetterdienst für Sonntag zwar nur leichten Schneefall voraus. Dabei könne es aber auch in tiefen Lagen glatt werden. Dort, wo kein Schnee fällt, könne es zu Regen- oder Graupelschauern und vereinzelt zu Gewittern kommen.

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Auto ins Schleudern geraten: Toter nach Unfall in Thüringen

Bei Ilmenau in Thüringen war am Samstagvormittag bei einem Graupelschauer und Temperaturen knapp über 0 Grad ein 65 Jahre alter Mann bei einem Unfall mit mehreren Autos ums Leben gekommen. Er sei mit seinem Wagen ins Schleudern geraten, teilte die Polizei mit. Dann sei das Auto in den Gegenverkehr geraten und frontal mit einem Fahrzeug zusammengestoßen. Zwei weitere Menschen seien verletzt worden.

Im Landkreis Zwickau in Sachsen hatten am Samstagabend kurzzeitig vereiste Fahrbahnen zu mehreren Unfällen geführt, bei denen vier Menschen verletzt wurden. Die Autos seien aufgrund von Schnee, Hagel und Starkregen von der Straße abgekommen und gegen die Leitplanken gekracht, sagte eine Polizeisprecherin. Auf der A72 zwischen den Anschlussstellen Zwickau-Ost und Hartenstein wurde ein Mensch schwer verletzt. Bei einem Unfall mit zwei Autos auf der A4 wurden drei Menschen leicht verletzt.

Im Video: Mit künstlichem Regen: Meteorologe warnt vor "Wetter-Kriegen"

Glätteunfall in Hessen: Auch Kinder verletzt

Vier Menschen, darunter zwei kleine Kinder, wurden bei einem Glätteunfall in Osthessen im Landkreis Fulda leicht verletzt. Ein 26-Jähriger sei am Samstagabend mit seinem Wagen aufgrund von unangepasstem Fahrtempo in einer Kurve von der glatten Straße abgekommen, teilte die Polizei mit. Das Auto, in dem die Kinder und eine Beifahrerin saßen, fuhr über die Gegenspur und rutschte in einen Graben, wo es sich überschlug.

In Sachsen-Anhalt war es bei Hagel und Glätte auf der A36 im Landkreis Harz zu einem Unfall mit sieben Verletzten gekommen. Wie die Polizei mitteilte, verloren drei Autofahrer in der Nähe von Thale aufgrund eines plötzlich einsetzenden Hagelschauers die Kontrolle über ihre Fahrzeuge und es kam zum Zusammenstoß. Eine 69-jährige Beifahrerin in einem der Autos wurde bei dem Unfall am Samstagnachmittag schwer verletzt. Sechs weitere Insassen, darunter zwei Kinder im Alter von acht und zwölf Jahren, wurden leicht verletzt.

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:newstime

Ebenfalls am Samstag wurde wegen eines Massenunfalls nach Blitzeis die A8 südlich der bayerischen Landeshauptstadt München einige Stunden lang voll gesperrt. Nach Polizeiangaben war es am Mittag wegen der Witterungsverhältnisse zu einem Unfall mit acht beteiligten Fahrzeugen gekommen. Verletzt wurde dabei niemand. Die Polizei schätzte den Schaden auf bis zu 250.000 Euro.

  • Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa
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