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"Sorgen der jungen Leute anhören"

Gregor Gysi: Scholz soll sich mit "Letzter Generation" treffen

  • Aktualisiert: 16.12.2022
  • 16:51 Uhr
  • Simon Traub

Olaf Scholz soll sich die Sorgen der "Letzten Generation" anhören. Das fordert zumindest Gregor Gysi in einem Brief.

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Das Wichtigste in Kürze

  • Gregor Gysi bittet Kanzler Olaf Scholz darum, Klimaaktivist:innen der "Letzten Generation" zu empfangen und mit ihnen zu sprechen.

  • "Damit sie sich einmal die Sorgen dieser jungen Leute anhören", so Gysi.

  • Man könne sie vielleicht auch von Arten des Protests wegbringen, "die viele nerven", betonte der Linken-Politiker.

Seit Anfang 2022 kämpft die "Letzte Generation" für mehr Klimaschutz. Sie blockieren Autobahnausfahrten, Kreuzungen in größeren Städten, kleben sich auf Rollfelder von Flughäfen, sorgen in Museen und anderen Einrichtungen für Aufsehen. Vielen Menschen in Deutschland sind davon "genervt".

Gysi: Bisher keine Antwort von Scholz

Der Linken-Politiker Gregor Gysi bittet Kanzler Olaf Scholz (SPD) darum, Klimaaktivist:innen der "Letzten Generation" zu empfangen. Es soll konstruktiv miteinander in den Austausch gegangen werden, wenn es nach Gysi geht. "Wenn man mit den Aktivistinnen und Aktivisten spricht, wenn die sich ernst genommen fühlen, kann man sie vielleicht auch von Arten des Protests wegbringen, die viele nerven", so der Rechtsanwalt in einem Interview mit der "Berliner Zeitung".

Per Brief habe er den Bundeskanzler darum gebeten, Personen der "Letzten Generation" zu empfangen – "gemeinsam mit der Umweltministerin", so Gysi. "Damit sie sich einmal die Sorgen dieser jungen Leute anhören und dabei auch erklären, warum und wie sie Politik machen und wieso einige Sorgen begründet oder andere ihrer Meinung nach unbegründet sind", erklärte der Politiker der Linken. Eine Antwort von Scholz bekam er bisher nicht.

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"Das sind keine Betrüger oder Diebe"

Die Umweltziele der Aktivist:innen seien nicht kriminell. "Das sind keine Betrüger oder Diebe", betonte Gysi. "Mir bereitet es Bauchschmerzen, wenn man Tatbestände anwendet, die für etwas ganz anderes gedacht waren".

Seiner Meinung nach fühlten sich Justizminister und andere Politiker von den Menschen in Deutschland unter Druck gesetzt, "den Leuten zeigen zu müssen, dass sie die Belästigungen bekämpfen. Und dann werden Staatsanwaltschaften angewiesen, mehr zu unternehmen", warnte Gysi im Interview.

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