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Erst Daniel, jetzt Elias

 Griechenland erneut von heftigen Überschwemmungen heimgesucht

  • Veröffentlicht: 28.09.2023
  • 10:51 Uhr
  • Stefan Kendzia
Sturmtief Elias sorgt wie hier in Volos und vielen anderen Teilen Zentral-Griechenlands erneut für heftige Überschwemmungen.
Sturmtief Elias sorgt wie hier in Volos und vielen anderen Teilen Zentral-Griechenlands erneut für heftige Überschwemmungen.© REUTERS

Es ist erst wenige Tage her, dass Zentral-Griechenland nach Sturmtief Daniel mit schlimmen Überschwemmungen zu kämpfen hatte. Noch sind die Aufräumarbeiten in vollem Gange, bringt Elias erneut Wassermassen mit sich, die das Land unter Wasser setzen. 

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Griechenland wird mit den Namen Daniel und Elias in Zukunft nur noch eines verbinden: Katastrophale Wassermassen, die das Land überschwemmen. Erst Anfang September ist Zentral-Griechenland unter Wasser gesetzt worden. Und wenige Wochen danach wiederholt sich alles mit Sturmtief Elias. Einmal mehr müssen Schlamm und Trümmer beseitigt werden.

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Straßen verwandelten sich in reißende Flüsse

Zum zweiten Mal innerhalb weniger Wochen ist die griechische Hafenstadt Volos von Starkregen unter Wasser gesetzt worden. Heftige Niederschläge mit rund 113 Litern pro Quadratmeter ergossen sich über der Region. Das Stromnetz fiel teilweise aus, der Autoverkehr wurde laut Deutscher Presse-Agentur (dpa) untersagt. Straßen, die sich in reißende Flüsse verwandelt haben, machten es Bewohnern unmöglich, ihre Häuser zu verlassen. Die Wassermassen rissen Bäume, Steine, Mülltonnen und sogar Autos mit sich.

Menschenleben sind in Gefahr. Die Welt ist in Gefahr.

Achilleas Beos, Bürgermeister von Volos

"Menschenleben sind in Gefahr. Die Welt ist in Gefahr", sagte Bürgermeister Achilleas Beos am Donnerstagmorgen (28. September) sichtlich geschockt dem Nachrichtensender ERTnews. "80 Prozent der Stadt sind nach wie vor ohne Strom." Tief "Elias" sorgte auch auf der Nordhälfte der Insel Euböa für Überschwemmungen und Erdrutsche. Einmal mehr steht das Hinterland von Volos unter Wasser: In der landwirtschaftlich stark genutzten Region soll das Wasser meterhoch gestanden haben.

Laut "Deutsche Welle" belaufen sich allein die Schäden von den Überschwemmungen Anfang September auf über zwei Milliarden Euro. Ministerpräsident Kyriakos Mitsotakis warnte aufgrund der Katastrophen erneut: "Ich möchte das Offensichtliche noch einmal betonen: Die Häufigkeit von (Wetter-)Attacken ist auffällig." Die Anpassung an die Klimakrise habe grundsätzlich Priorität in all unserer Politik, so Mitsotakis.

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:newstime
  • Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa
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