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Längere Fristen gefordert

Heizungstausch: Städtetag befürchtet Überforderung von Hausbesitzern und Mietern

  • Veröffentlicht: 19.04.2023
  • 09:27 Uhr
  • Momir Takac

Die Bundesregierung hat den Abschied von Öl- und Gasheizungen eingeläutet. Doch dem Deutschen Städtetag geht der Heizungstausch zu schnell.

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Das Wichtigste in Kürze

  • Ab 2024 sollen Heizungen überwiegend mit erneuerbaren Energien betrieben werden.

  • Dazu will die Bundesregierung das Gebäudeenergiengesetz reformieren.

  • Doch der Deutsche Städtetag hat Bedenken - und fordert bei den Plänen Nachbesserungen.

Am Mittwoch (19. April) befasst sich das Bundeskabinett mit der Reform des Gebäudeenergiegesetzes. Ziel der Bundesregierung ist es, dass ab 2024 möglichst jede neu eingebaute Heizung zu 65 Prozent mit regenerativen Energien läuft. Doch dem Deutschen Städtetag sind die Pläne zu unausgegoren.

Städtetag fordert längere Übergangsfristen bei Heizungstausch

"Wir wissen, dass wir jetzt die Weichen für die klimaneutrale Wärmeversorgung stellen müssen. Aber die noch so richtigen Ziele laufen ins Leere, wenn Handwerker und geeignete Heizsysteme fehlen, Fristen zu eng sind und Kosten in die Höhe schnellen und damit die Menschen insgesamt überfordert werden", sagte Hauptgeschäftsführer Helmut Dedy der Deutschen Presse-Agentur.

Vor allem "die vielen Millionen Häuser im Bestand" bereiten ihm Sorgen. Für hochgedämmte Neubauten seien Wärmepumpen eine "gute Option", doch "alte Häuser brauchen neue Fenster, gedämmte Fassaden und Dächer, große Heizflächen im Fußboden oder Wänden und erschwingliche Strompreise", sagte Dedy, der mehr Zeit forderte: "Das alles wird nicht überall möglich sein. Und schon gar nicht in kurzer Zeit. Wir brauchen daher dringend längere Übergangsfristen für den Gebäudebestand."

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SPD-Chef Klingbeil stellt "massiv Geld" für Heizungstausch in Aussicht

Andere Lösungen als Wärmepumpen brauche es zudem für größere Gebäude, wie Schulen, Turnhallen, Krankenhäuser oder Verwaltungsgebäude. Dedy forderte "echte Technologie-Offenheit, die nicht nur auf dem Papier steht", und nannte als Beispiele ausgebaute Wärmenetze, Abwärme von Industrie oder Geothermie.

Den Abschied von Gas- und Ölheizungen will sich die Bundesregierung um Bundeskanzler Olaf Scholz offenbar einiges kosten lassen. Lars Klingbeil stellt für Immobilienbesitzer und Mieter umfangreiche Zahlungen in Aussicht. Klimaschutz und soziale Gerechtigkeit gingen nur zusammen, sagte der SPD-Vorsitzende der "Bild". "Deshalb werden wir massiv Geld in die Hand nehmen, um den Umstieg beim Heizen zu fördern."

  • Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa
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