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Laut Abgeordnetenwatch

Mehrere Millionen: Dieser Abgeordnete kassiert nebenbei am meisten

  • Aktualisiert: 06.06.2023
  • 08:13 Uhr
  • Max Strumberger

Viele Bundestagsabgeordnete verdienen sich trotz stattlicher Diäten nebenbei einiges dazu. An der Spitze der Nebeneinkünfte liegt ein CSU-Politiker, der knapp 3,5 Millionen Euro zusätzlich eingenommen hat.

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Das Wichtigste in Kürze

  • Der CSU-Politiker Sebastian Brehm war dank hoher Nebeneinkünfte der Spitzenverdiener im Bundestag. 

  • Das ergab eine Auswertung der Transparenzinitiative Abgeordnetenwatch.

  • Vor allem bei der FDP und der Union haben Politiker kräftig dazuverdient.

Knapp 3,5 Millionen Euro hat der CSU-Politiker Sebastian Brehm neben seiner Tätigkeit als Bundestagsabgeordneter in wenigen Monaten eingenommen. Der Steuerberater aus Nürnberg ist damit unter allen Parlamentariern absoluter Spitzenreiter. Das berichtet der "Spiegel". Gemeinsam mit der Transparenzinitiative Abgeordnetenwatch hat das Nachrichtenmagazin die Nebeneinkünfte der Abgeordneten in der aktuellen Legislaturperiode ausgewertet.

Mehrere Nebenverdienst-Millionäre in der Union

Neben Brehm tummeln sich demnach zwei weitere Nebenverdienst-Millionäre in der Unionsfraktion.
Für die Auswertung wurde der Zeitraum vom 1. November 2021 bis zum 31. März 2023 untersucht. In den 17 Monaten haben knapp ein Drittel der Unionsabgeordneten (31 Prozent) mehr als 10.000 Euro nebenbei eingenommen. Nur in der FDP-Fraktion gibt es noch mehr Spitzenverdienende: 38 Prozent nahmen bisher mehr als 10.000 Euro ein. Mit Einkünften in Höhe von knapp 3,3 Millionen Euro ist Markus Herbrand jedoch der einzige Liberale mit einem Millionenumsatz.

Auch Sahra Wagenknecht von der Linkspartei hatte mit rund 750.000 Euro hohe Nebeneinkünfte. Diese sind auf Buch- und Redehonorare zurückzuführen. Davon waren allerdings allein gut 721.000 Euro das Brutto-Honorar für ihren Bestseller "Die Selbstgerechten" - ein Buch, in dem sie mit sogenannten Lifestyle-Linken und Teilen der eigenen Partei abrechnet.

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Schärfere Transparenzregeln für Bundestagsabgeordnete

Bundestagsabgeordnete müssen ihre Nebeneinnahmen auf den Cent genau veröffentlichen. Zudem sind Nebeneinkünfte schon ab 1000 Euro im Monat oder 3000 Euro im Jahr der Bundestagspräsidentin zu melden. Davor lag die Jahresgrenze bei 10.000 Euro. Abgeordnete dürfen keine Geldspenden annehmen und nicht gegen Bezahlung als Lobbyisten tätig werden. Diese schärferen Transparenzregeln hatte der Bundestag im Juni vergangenen Jahres als Reaktion auf die sogenannte Maskenaffäre beschlossen und das Abgeordnetengesetz entsprechend geändert.

  • Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa
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