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Opfer war Kriegsbefürworter

Mord an russischem Blogger: 26-Jährige zu 27 Jahren Haft verurteilt

  • Veröffentlicht: 25.01.2024
  • 13:58 Uhr
  • Anne Funk
Darja Trepowa muss für 27 Jahre in Haft.
Darja Trepowa muss für 27 Jahre in Haft.© Alexander Zemlianichenko/AP/dpa

Sie soll einem russischen Kriegsbefürworter eine mit Sprengstoff gefüllte Statue überreicht haben, welche kurz darauf explodierte. Nun muss die junge Frau für fast 30 Jahre ins Gefängnis.

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Im April 2023 explodierte bei einer Veranstaltung in einem Café eine mit Sprengstoff gefüllte Statue, der russische Militärblogger Wladlen Tatarski starb. Überreicht worden war die Statue von Darja Trepowa - nun wurde die 26-Jährige von einem Gericht in St. Petersburg für schuldig befunden und zu 27 Jahren Haft verurteilt. Die Explosion hatte außerdem mehr als 50 Menschen verletzt, die Angeklagte blieb unverletzt.

Verurteilt wurde Trepowa nun wegen eines Terroranschlags, unerlaubtem Sprengstoffbesitz und Fälschung von Dokumenten, wie russische Agenturen meldeten. Die Staatsanwaltschaft hatte 28 Jahre Haft gefordert. Gegen einen Mittäter, der ihr kurz Unterschlupf gewährt hatte, wurden ein Jahr und neun Monate Lagerhaft verhängt.

Trepowa will nichts vom Sprengstoff gewusst haben

Tatarski war ein bekannter Befürworter des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine. Sein Tod sorgte für Aufsehen ebenso wie 2022 die Tötung von Darja Dugina, der Tochter des ultranationalistischen Vordenkers Alexander Dugin.

Die Drahtzieher des Anschlags auf Tatarski sitzen nach Auffassung der russischen Justiz in der Ukraine. Zu ihnen zähle ein russischer Journalist, der früher auch Mitglied in der verbotenen Nationalbolschewistischen Partei in Russland war.

Trepowa bestätigte im Lauf des Prozesses den Hergang weitgehend, bekräftigte aber in ihrem Schlusswort, dass sie nichts von dem Sprengstoff in der Statue gewusst habe. "Es tut mir leid, dass ich die Statue auf dem Weg nicht in (den Fluss) Newa geworfen habe", sagte sie nach Angaben des Portals Mediazona.

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  • Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa
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