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Probleme mit der Servolenkung bei US-Modellen

Musk-Konzern Tesla ruft 40.000 Autos zurück

  • Veröffentlicht: 09.11.2022
  • 14:13 Uhr
  • jot
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© Jae C. Hong/AP/dpa

Gerade ist Tech-Milliardär Elon Musk voll und ganz mit seiner umstrittenen Übernahme von Twitter beschäftigt. Doch jetzt sorgt eines seiner anderen Unternehmen für negative Schlagzeilen. Tesla muss rund 40.000 Autos zurückrufen. 

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Das Wichtigste in Kürze:

  • Tesla muss rund 40.000 Autos in den USA zurückrufen.
  • Der Grund sind mögliche Ausfälle der Servolenkung.
  • Der Musk-Konzern musste in diesem Jahr bereits 3,4 Mio. Fahrzeuge zurückrufen.

Elektroauto-Hersteller Tesla hat wieder einmal technische Probleme mit seinen Fahrzeugen. Das Unternehmen von Tech-Milliardär Elon Musk muss in den USA mehr als 40.000 Autos der Modellreihen S und X zurückrufen. Der Grund sind Schwierigkeiten mit der Servolenkung. Diese drohe auf unebenen Straßen oder beim Fahren durch Schlaglöcher auszufallen, teilte die US-Behörde für Straßen- und Fahrzeugsicherheit NHTSA mit. 

Tesla muss 40.000 Autos zurückrufen

Die Behörde warnte, dass der Verlust der Servolenkung mehr Kraft beim Lenken erfordere und so das Risiko eines Unfalls erhöhe. Wie der "Spiegel" berichtet, hat Tesla eigenen Angaben zufolge 314 Warnungen von Autos erhalten, bei denen die Servolenkung ausgefallen ist. Möglicherweise stünden sie im Zusammenhang mit der jetzigen Rückholaktion. Tesla hat ein Softwareupdate Problem entwickelt, um das Problem in den Griff zu bekommen. Das sei bereits bei 97 Prozent der betroffenen Fahrzeuge gelungen, hieß es vom US-Hersteller.

Der Nachrichtenagentur Reuters zufolge musste Musks Tesla-Konzern im Jahr 2022 schon insgesamt 17 Rückholaktionen für 3,4 Millionen Fahrzeuge durchführen. So habe es unter anderem Probleme beim Sicherheitsgurtalarm von mehr als 800.000 Autos gegeben. Bei knapp 600.000 E-Autos musste die Software für Warngeräusche repariert werden. 

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Autos des Musk-Konzerns häufig betroffen

Auch Teslas Fahrassistenzsystem "Autopilot" steht nach einer Reihe von Auffahrunfällen seit längerem im Fokus der Behörden. Die NHTSA hatte Mitte des Jahres mitgeteilt, dass die Daten von schätzungsweise 830.000 Fahrzeugen aller vier aktuellen Modellreihen aus den Jahren 2014 bis 2022 ausgewertet werden sollen.  Dabei sollte auch untersucht werden, inwieweit das System des Elektroauto-Herstellers das Risiko menschlicher Fehler verschärfe.

Laut "Spiegel" soll Tesla wegen des Autopiloten auch die Staatsanwaltschaft auf den Plan gerufen haben. Ob es zu einer Anklage kommt, sei aber noch offen. 

Tesla-Chef Musk steht aktuell wegen seiner milliardenschweren Übernahme des Kurznachrichtendienstes Twitter und dessen Umbau in den Schlagzeilen. Wie jetzt bekannt wurde, hat sich Musk von Tesla-Aktien im Wert von fast vier Milliarden Dollar getrennt - wahrscheinlich um den Kauf seines Twitter-Anteils zu finanzieren. Musk hatte bereits im August Tesla-Anteile im Wert von sieben Milliarden Dollar verkauft.

Verwendete Quellen:

Mehr Informationen
urn:newsml:dpa.com:20090101:240219-935-55338
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