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Zweiter Fall in Indien

Nach Kontakt zu Hühnern: Kind in Indien schwer an Vogelgrippe erkrankt

  • Aktualisiert: 12.06.2024
  • 12:18 Uhr
  • dpa
In Indien ist ein Kind an der Vogelgrippe erkrankt.
In Indien ist ein Kind an der Vogelgrippe erkrankt.© Felix Kästle/dpa

Derzeit breiten sich Vogelgrippe-Viren weltweit aus. Aus Indien wird jetzt der Fall eines infizierten Kindes gemeldet.

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Indien hat der Weltgesundheitsorganisation (WHO) die Infektion eines vierjährigen Kindes mit Vogelgrippe gemeldet. Es handele sich um den Subtypen Influenza A (H9N2), berichtete die WHO am Montagabend (11. Juni). Es ist der zweite Fall in Indien, der erste wurde 2019 gemeldet.

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Das Kind war nach WHO-Angaben Ende Januar mit Fieber, Atemschwierigkeiten und Bauchschmerzen zum Kinderarzt gebracht worden. Es kam auf die Intensivstation eines Krankenhauses, wurde behandelt und nach vier Wochen entlassen. Ein paar Tage später kam es in ein anderes Krankenhaus, wo es intubiert werden musste. Dort wurde ein Abstrich genommen und Influenza A (H9N2) nachgewiesen. Das Kind sei am 1. Mai mit einer Sauerstoffzufuhr aus der Klinik entlassen worden.

Übertragung von Mensch zu Mensch höchst selten

Das Kind hatte Kontakt zu Hühnern. Vogelgrippe wird oft von Hühnern übertragen, die sich bei Wildtieren angesteckt haben. Eine Übertragung von Mensch zu Mensch ist höchst selten. Andere Personen aus dem Umfeld des Kindes hätten keine Anzeichen einer Infektion gezeigt.

Eine Vogelgrippe-Infektion verläuft meist harmlos. Die Viren könnten sich aber so verändern, dass sie leichter von Mensch zu Mensch übertragen werden können. Deshalb wurden Impfstoffkandidaten entwickelt, die im Fall einer Pandemie schnell zu verfügbaren Mitteln weiterentwickelt werden können. 

Die WHO ruft Länder ständig auf, wachsam zu sein und Häufungen von Krankheiten genau zu untersuchen. "Auf der Grundlage der verfügbaren Informationen schätzt die WHO das derzeitige Risiko für die Allgemeinbevölkerung, das von diesem Virus ausgeht, als gering ein", teilte die WHO mit.

  • Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa
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