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Aus Straflager verschwunden

Nawalny offenbar an einen "geheimen Ort" gebracht - Belohnung ausgelobt

  • Veröffentlicht: 15.12.2023
  • 14:24 Uhr
  • Lena Glöckner
Das Rätsel um das Verschwinden von Russlands berühmtestem Gefangenen Alexej Nawalny ist auch nach gut einer Woche ungelöst.
Das Rätsel um das Verschwinden von Russlands berühmtestem Gefangenen Alexej Nawalny ist auch nach gut einer Woche ungelöst.© Alexander Zemlianichenko/AP/dpa

Gerade erst ließ der Oppositionelle Nawalny vor der Präsidentenwahl in Russland eine Kampagne gegen Kremlchef Putin starten. Nun fehlt von dem prominenten Gefangenen weiter jede Spur. Offenbar wurde er an einen "unbekannten Ort" gebracht.

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Das Rätsel um das Verschwinden von Russlands berühmtestem Gefangenen Alexej Nawalny ist auch nach gut einer Woche ungelöst. Laut seinen Unterstützern wurde der Kremlkritiker an einen "unbekannten Ort" gebracht. Nawalnys im Exil lebende Sprecherin Kira Jarmisch schrieb am Freitag (15. Dezember) auf der Plattform X (ehemals Twitter), ein Gericht habe Nawalnys Anwalt mitgeteilt, dass er "die Region Wladimir verlassen" habe. "Es ist nicht klar, wohin genau."

Seit dem 6. Dezember hätten seine Anwälte keinen Kontakt mehr zu Alexej Nawalny gehabt. "Warum sie ihn nicht mehr treffen durften, ist unklar", so Jarmisch weiter. Angeblich habe Nawalny das Straflager IK-6 am Montag (11. Dezember) verlassen.

Im Video: Kremlkritiker soll schwer krank und abgemagert sein

Inzwischen ist eine Belohnung ausgelobt für Hinweise auf den Aufenthalt des Kremlgegners. Die Bundesregierung, die EU und die USA zeigen sich besorgt, weil der international als politischer Gefangene anerkannte Nawalny auch gesundheitlich angeschlagen ist. "Alexej wird vermisst", schlägt nicht zuletzt seine Frau Julia Nawalnaja bei Instagram Alarm. Das Paar hat zwei Kinder.

Zeitpunkt des Verschwindens kein Zufall

Schon seit Langem beklagt Nawalny neben fehlender medizinischer Hilfe auch Schikane und sogar Folter im Straflager. Die letzten Aufnahmen vor Gericht zeigen einen abgemagerten und sichtlich geschwächten Mann. Vermutet wird, dass er in ein neues Straflager verlegt worden sein könnte - womöglich noch weiter weg von Moskau, um Kontakte mit ihm zu erschweren. Diese Verlegungen dauern in Russland oft Wochen, ohne dass Angehörige Nachricht erhalten vom Verbleib der Gefangenen, wie Menschenrechtler:innen berichten.

Dass Nawalnys Verschwinden nun ausgerechnet mit dem Start von Putins nächster Kandidatur um das Präsidentenamt bei der Wahl am 17. März zusammenfällt, hält kaum jemand für einen Zufall. Am 7. Dezember hatte das Team um Nawalny die Kampagne "Russland ohne Putin" gestartet. Die Kremlgegner rufen die Bürger:innen auf, für beliebige Kandidaten zu stimmen - nur nicht für Wladimir Putin, der extra die Verfassung hatte ändern lassen, um wieder antreten zu können.

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Peskow: "Haben nicht die Absicht, das Schicksal von Gefangenen zu verfolgen"

Nawalnys Mitarbeiter Schdanow veröffentlichte bei Telegram ein Video, auf dem sich ein Richter ratlos zeigt, dass Nawalny nicht zum Prozess erscheint. Vor Gericht wurde demnach auch bestätigt, dass Nawalny nicht mehr im Straflager IK-6 im Gebiet Wladimir ist. Einen Hinweis zu seinem neuen Aufenthaltsort gab es aber auch da nicht.

Der Strafvollzug schweigt. Putins Sprecher Dmitri Peskow verbat sich nach Kritik aus den USA einmal mehr die Einmischung in Russlands innere Angelegenheiten. Der Kreml wisse nicht, wo der Häftling sei - und interessiere sich auch nicht dafür. Peskow sagte: "Wir haben weder die Absicht noch die Möglichkeit, das Schicksal von Gefangenen und den Prozess ihres Aufenthalts in entsprechenden Einrichtungen zu verfolgen."

  • Verwendete Quellen:
  • X Kira Jarmisch
  • Nachrichtenagentur dpa
:newstime
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