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Wahl in Tübingen

Palmer bleibt Oberbürgermeister

  • Veröffentlicht: 23.10.2022
  • 22:11 Uhr
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© Bernd Weißbrod/dpa

Boris Palmer gewinnt die OB-Wahl in Tübingen mit absoluter Mehrheit. Wegen des Ärgers mit seiner Partei war er nicht für die Grünen, sondern als Unabhängiger angetreten. Seit 16 Jahren ist Palmer bereits im Amt.

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Das Wichtigste in Kürze:

  • Am Sonntag, den 23. Oktober 2022, wählten die Tübinger ihren Oberbürgermeister.
  • Mit absoluter Mehrheit gewann Boris Palmer die Wahl.
  • Dieser trat wegen Ärger mit den Grünen als unabhängiger Kandidat an.

Boris Palmer ist als Oberbürgermeister von Tübingen wiedergewählt worden. Er setzte sich mit einer absoluten Mehrheit von 52,4 der Stimmen durch, wie die Stadt nach Auszählung aller Wahllokale mitteilte.

So fiel die OB-Wahl in Tübingen aus

Ulrike Baumgärtner, seine Konkurrentin von den Grünen, kam auf 22 Prozent der Stimmen. Sofie Geisel von der SPD auf 21,4 Prozent der Stimmen. Sechs Kandidat:innen waren zugelassen. Die Wahlbeteiligung lag mit 62,6 Prozent ungewöhnlich hoch. "Wir haben möglicherweise einen Baden-Württemberg-Rekord aufgestellt", so Palmer laut dpa.

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Zerwürfnis mit den Grünen

Palmer ist bereits seit 16 Jahren Stadtoberhaupt. Im Vorfeld hatte der 50-Jährige erklärt, nicht mehr beim zweiten Wahlkampf antreten zu wollen, sollte er in der ersten Runde nicht vorne liegen.

Bis 2023 ruht die Mitgliedschaft Palmers bei den Grünen. Ihm werden einige Tabubrüche und rassistische Aussagen vorgeworfen. Palmer hielt nach seinem Sieg auf dem Tübinger Marktplatz eine Rede. Dabei ging er auch auf sein Verhältnis zu seiner Partei ein. Er habe am Wahltag Kontakt mit Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) und Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) gehabt. Seine Absicht und sein Angebot sei es, für seine Partei mitzuwerben, miteinzutreten und die Werte, die ihm wichtig seien, hochzuhalten. Ökologie sei das einigende Band der Grünen, das werde er künftig stärker hervorheben.

Palmer will mit gleichem Stil weitermachen

Nach dem Wahlsieg machte Palmer aber auch deutlich, dass er nicht vorhabe, seinen Stil zu ändern. "Warum sollte ein Oberbürgermeister, der zum dritten Mal mit absoluter Mehrheit gewählt wird, seinen Stil ändern?", sagte er. Es lohne sich zu streiten in einer Demokratie, sagte Palmer, man dürfe nicht mit asymmetrischer Demobilisierung alle zum Einschlafen bringen.

Tübingen sei sich einig, dass man bis 2030 klimaneutral werden wolle, mehr bezahlbaren Wohnraum brauche und für alle Kinder wieder ein optimales Betreuungsangebot, sagte Palmer unter Applaus. Er wolle die ökologische Transformation vorantreiben. 

 Verwendete Quellen:

  • Nachrichtenagentur dpa
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