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Warnstreik

Post: Tausende Beschäftigte legen Arbeit nieder

  • Aktualisiert: 08.02.2023
  • 20:27 Uhr
  • Clarissa Yigit
Mitarbeiter:innen der Post beteiligen sich an einer Protestkundgebung während des bundesweiten Warnstreiks bei der Deutschen Post. Die Gewerkschaft Verdi fordert für die rund 160.000 Post-Beschäftigten ein Lohnplus von 15 Prozent.
Mitarbeiter:innen der Post beteiligen sich an einer Protestkundgebung während des bundesweiten Warnstreiks bei der Deutschen Post. Die Gewerkschaft Verdi fordert für die rund 160.000 Post-Beschäftigten ein Lohnplus von 15 Prozent. © Foto: Jens Büttner/dpa

Bereits am Montag (6. Januar) hat die Gewerkschaft Verdi Postbedienstete zu Warnstreiks aufgerufen. Verdi fordert 15 Prozent mehr Lohn und Gehalt für die Mitarbeiter:innen der Post. Der Konzern allerdings hält die Höhe der Tarifforderung für "nicht vertretbar".

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Das Wichtigste in Kürze

  • In vielen Städten Deutschlands haben Mitarbeiter:innen der Post den zweiten Tag in Folge ihre Arbeit niedergelegt.

  • Hintergrund der Warnstreiks ist eine Forderung der Gewerkschaft Verdi nach 15 Prozent mehr Lohn und Gehalt für die Beschäftigten.

  • Der Post-Konzern hält die Tarifforderung für "nicht vertretbar".

Auch am Dienstag (7. Februar) sind die Warnstreiks der Post-Beschäftigten noch nicht zu Ende. So hat die Gewerkschaft Verdi die Streiks bei der Post mit Arbeitsniederlegungen in Brief- und Paketzentren sowie in der Zustellung fortgesetzt. Dies hat zur Folge, dass erneut Millionen Briefe und hunderttausende Pakete liegenbleiben dürften, wie die Deutsche Presse-Agentur (dpa) schreibt.

Im Video: Post streikt wieder: Diesmal Zusteller betroffen

Streik geht in zweite Runde

Bereits am Montag hatten nach Gewerkschaftsangaben rund 8.000 Postbedienstete hauptsächlich in Berlin und Rostock ihre Arbeit niedergelegt. Dadurch konnten nach Angaben der Post rund eine Million Briefe und mehrere hunderttausend Pakete nicht zugestellt werden. Um ihren Forderungen nach 15 Prozent mehr Lohn und Gehalt in der laufenden Tarifrunde Nachdruck zu verleihen, geht der Streik der Post-Beschäftigten auch am Dienstag weiter. "Es ist überall gut angelaufen, hohe Beteiligung, die Stimmung ist gut",  sagte ein Gewerkschaftssprecher am Dienstagmorgen in Berlin.

In Dortmund, Hamburg, Saarbrücken, Nürnberg, Frankfurt/Main und Stuttgart hat Verdi nun ebenfalls die Mitarbeiter:innen der Post zu Protestkundgebungen aufgerufen. Bereits im Januar gab es an mehreren Tagen Warnstreiks, bei denen zuletzt an einem Tag 20 Prozent der Pakete und neun Prozent der Briefe nicht ausgeliefert worden sind.

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Gewerkschaft fordert 15 Prozent mehr Lohn 

Auf Grund der hohen Inflation fordert Verdi für die rund 160.000 Tarifbeschäftigten im Bereich Post und Paket in Deutschland 15 Prozent mehr Lohn und Gehalt. "Unsere Mitglieder gehen auf die Straße, weil sie sich schlichtweg keinen Kaufkraftverlust leisten können", untermauert Verdi-Verhandlungsführerin Andrea Kocsis die Arbeitsniederlegungen, die den Forderungen nochmals Nachdruck verleihen sollen.

Post erklärt Warnstreiks für "überzogen"

Unverständnis kam seitens der Post auf das Vorgehen von Verdi. So seien die neuerlichen Warnstreiks überzogen. Die Höhe der Tarifforderung bewertet die Post als "nicht vertretbar".

Dennoch hatte bereits Anfang der Woche ein Unternehmenssprecher mitgeteilt, dass der Konzern für die nächste Runde der Tarifverhandlungen am Mittwoch und Donnerstag ein Angebot angekündigt habe. Leidtragende des Verhaltens der Gewerkschaft seien letztendlich die Kund:innen der Post, heißt es abschließend.

  • Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa
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