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Machtkampf in Russland

PR-Strategie für mehr Macht gegen Putin

  • Aktualisiert: 25.01.2023
  • 16:31 Uhr
  • Karin Holly
Der Leiter der Wagner-Gruppe, Jewgeni Prigoschin, greift nach mehr Macht in Russland.
Der Leiter der Wagner-Gruppe, Jewgeni Prigoschin, greift nach mehr Macht in Russland.© Uncredited/AP/dpa

Der Leiter der Wagner-Gruppe, Jewgeni Prigoschin, inszeniert eine PR-Kampagne, um als Held der "kleinen Leute" zu gelten. So kratzt Prigoschin, der auf mehr Einfluss besteht, an der Macht von Vladimir Putin.

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Das Wichtigste in Kürze

  • Wagner-Gruppenchef Jewgeni Prigoschin hat Geld, will aber noch mehr Macht.

  • Ziel seiner Kampagne ist eine starke Positon gegen Russlands Eliten - auch Putin.

  • Prigoschin will Anerkennung seiner für Russland kämpfenden Söldner.

Die private Söldnerarmee Wagner-Gruppe ist für ihr brutales Vorgehen im Ukraine-Krieg bekannt und gefürchtet. Streitkräfte dieser Armee kämpfen zusammen mit russischen Soldaten gegen die Ukraine und gelten, laut Berichten, von Vladimir Putin als geduldet. Der Geldgeber der Gruppe ist Putin-Vertrauter Jewgeni Prigoschin. Laut einer Studie des "Institute for the Study of War" (ISW), veröffentlicht im "Tagesspiegel", sei Prigoschin nun in eigener Sache unterwegs. 

Im Video: Gesucht vom FBI: "Putins Koch" Prigoschin, Chef der Wagner-Gruppe

Prigoschin kündigt an, er würde sich gegen kleinliche und korrupte Eliten positionieren, so der Bericht. Prigoschin sei Geldgeber der Söldnerarmee und habe bereits mehr als 40.000 Häftlinge für den Kampf in der Ukraine rekrutieren können. Er verspricht den Söldnern nach sechs Monaten Kampf die Freiheit. Laut Nachfrage von NTV beim Russland-Experten Stefan Meister von der Deutschen Gesellschaft für Auswärtige Politik gäbe es dafür zwar keine Rechtsgrundlage, allerdings auch kein Dementi. "Putin braucht jeden Kämpfer, den er bekommen kann, und deshalb ist Wagner in diesem Krieg so wichtig geworden", sagt Meister. 

"Putins Koch" sucht nach Macht-Rezept

Obwohl Prigoschin offiziell kein politisches Amt anstrebe und eigentlich als Dienstleister gelte, so scheint es laut NTV-Bericht, dass er doch andere Pläne habe. Er gibt an, sich für die Rechte seiner Männer einsetzen zu wollen, so der "Tagesspiegel".  
Als Putin Anfang Januar einen neuen Oberbefehlshaber ernannte, nämlich Waleri Gerassimow, war das laut NTV ein klares Zeichen des Kremel-Chefs, Prigoschin in seine Schranken zu verweisen.

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