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RT-Sendedirektor fantasierte von Morden an ukrainischen Kindern

Putins Hassprediger muss gehen

  • Veröffentlicht: 24.10.2022
  • 15:39 Uhr
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© Mikhail Klimentyev/Pool Sputnik Kremlin/AP/dpa

Er freute sich öffentlich über getötete Ukrainer und verherrlichte Gewalt. Jetzt sind die Aussagen von Putins Hassprediger Krassowski sogar Kremlkanal RT zu viel geworden. Wegen in einer Fernsehsendung geäußerter Kindsmordfantasien wird der Sendedirektor entlassen. 

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Das Wichtigste in Kürze:

  • Der Kremlsender RT feuert seinen Sendedirektor Krassowski.
  • Putins Hassprediger schwadronierte öffentlich über das Ertränken ukrainischer Kinder.
  • Krassowski hetzte seit Monaten gegen die Ukraine.

Der russische Kreml-Propagandist Anton Krassowski muss wegen öffentlich geäußerter Fantasien über die Ermordung ukrainischer Kinder seinen Hut nehmen. Der Staatssender RT feuerte den Sendedirektor und distanzierte sich von ihm. "Die Äußerungen Anton Krassowskis sind barbarisch und grässlich", begründete die Chefin von RT, Margarita Simonjan, am Montag (24. Oktober)  auf ihrem Telegram-Kanal die vorläufige Kündigung. Zuvor hatte Krassowski sich als Chef des russischsprachigen Programms von RT monatelang als Hassprediger gegenüber der Ukraine betätigt.

Putins Hassprediger fanatisiert von Ermordung ukrainischer Kinder

Ausgelöst hatte den Skandal Krassowskis Forderung in einer Fernsehsendung, ukrainische Kinder, die der Ansicht seien, die Ukraine sei von Russland okkupiert worden, entweder in einen Fluss zu werfen und zu ertränken, oder sie in einer Hütte einzusperren und anzuzünden. Daneben sprach er etwa der Ukraine das Existenzrecht ab, rief zur Erschießung von Ukrainern auf und verharmloste Vergewaltigungen. Die Sendung rief international Empörung hervor. Der ukrainische Außenminister Dmytro Kuleba forderte in dem Zusammenhang, Staaten in aller Welt auf, den Propagandasender RT bei sich zu verbieten. Seit Februar steht der 47-jährige Krassowski bereits auf der Sanktionsliste der EU.

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Kremlsender RT wirft seinen Sendedirektor

RT-Chefin Simonjan, selbst eine der glühendsten Anhängerinnen des Angriffskriegs von Kremlherrscher Wladimir Putin gegen die Ukraine, sprach von einem "zeitweiligen Wahnsinn", von dem Krassowski befallen sei. Sie beende die Zusammenarbeit vorerst, damit niemand auf den Gedanken komme, dass sie oder andere RT-Mitarbeiter diese Ansichten teilten, schrieb sie.

Krassowski, der einst als liberaler Journalist galt, ist in den vergangenen Jahren aber mehrfach mit Gewaltverherrlichung aufgefallen. Erst Anfang Oktober kommentierte er die massiven Raketenschläge gegen die Ukraine mit 14 Toten und rund 100 Verletzten damit, dass er jetzt glücklich sei. "Ich tanze auf dem Balkon im Nachthemd mit der Aufschrift "Russlands Armee", erklärte er.

Verwendete Quellen:

Nachrichtenagentur dpa

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