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Landesamt für Umwelt rät zur Vorsicht

Raubtier in Bayern: Bär tötet Schafe bei Rosenheim

  • Aktualisiert: 21.04.2023
  • 16:48 Uhr
  • Nadya Sevik

Ein Bär treibt in Oberbayern sein Unwesen und hat dabei zwei Schafe gerissen und ein drittes verletzt. Das verletzte Schaf musste daraufhin getötet werden.

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Das Wichtigste in Kürze

  • Ein Bär hat zwei Schafe gerissen und ein drittes verletzt.

  • In Bayern werden immer wieder Spuren von Bären gesichtet.

  • Das Landesamt für Umwelt rät zu mehr Vorsicht.

In Oberbayern in der Nähe von Rosenheim hat ein Bär offenbar mehrere Schafe gerissen. Die Tiere wurden am Mittwoch (19. April) auf einer Weide in der Grenzregion zu Österreich gefunden. Menschen waren dabei nicht in Gefahr. Für Bayerns Umweltminister Thorsten Glauber (Freie Wähler) hat die Sicherheit der Menschen absoluten Vorrang. Im Ernstfall wäre es erlaubt, das Tier zu erschießen.

Laut Aussage des Landesamtes für Umwelt (LfU) in Augsburg konnte anhand von äußeren Verletzungen der Tiere und vor Ort aufgefundener Trittsiegel festgestellt werden, dass es sich dabei um einen Bären handelt. Außerdem soll er sich nach bisherigen Erkenntnissen den Menschen gegenüber scheu verhalten, so das LfU.

Stabilere Zäune könnten mehr Schutz generieren

Die Behörden könnten die Nutztierhalter künftig bei dem Schutz der Herden unterstützen. Zum Beispiel beim Material für stabilere Zäune. Um für weiteren Schutz der Tiere zu sorgen, sollten die Bauern sie nachts möglichst in den Stall bringen. Weitere Maßnahmen seien durch die zuständigen Behörden fortlaufend zu prüfen, sagte ein Sprecher des Umweltministeriums.

In Bayern werden immer mal wieder Spuren von Bären gesichtet, aber eine dauerhafte Ansiedlung wird nicht erwartet. Das erinnert an den Fall mit dem "Problembären" Bruno, der 2006 in Bayern erschossen wurde.

  • Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa
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